Mitten auf dem Dekokollete prangt ein Muttermal, aus dem zu allem Übel auch noch fette dunkle Borsten sprießen. Sobald ich das entdecke, zupfe ich die mit der Pinzette aus. Meine Mama hat jetzt den Mega-Aufstand geprobt: das Muttermal würde "entarten" und ich soll bloß die Finger weg lassen. Stimmt das?

Haare im einem Muttermal zupfen ist durchaus ein Risiko. Muttermale, welche in der Medizinersprache Nävus genannt werden, können gut- und bösartig sein. Entzünden können sich allerdings alle. Die Haut ist an diesen Stellen besonders reizempfindlich und reagiert empfindlich (leist mit einem brennenden Schmerz) auf starke reize wie z.B. Kratzen. Die Zellveränderung, also das Muttermal lieg in der Oberen Hautschicht der Epidermis, nun könnte man meinen (da Haare in der sog. Lederhaut der Dermis liegen) das wenn man ein Haar ausreist nicht viel passiert. Allerdingsliegen die Pigmentveränderungen auch in den Haarfollikelen vor, der Haarwurzel. Entfernt man dieses Haar nun durch zupfen, KANN es passieren das das Nävus empfindlich reagiert und sich entzündet. Das passiert Bei Schätzungsweise 1 von 1000 Personen.Auf jedenfall einen Arzt auf suchen

Hat man mir auch erzählt. Ich rasiere die lieber ab... weiß aber auch nicht, ob das falsch ist.
Mach es lieber nicht. Deine Mutter hat schon recht: Muttermale können bösartig werden. Schneide die Haare lieber ganz kurz ab. Eine bessere Möglichkeit wäre, das Muttermal einem Hautarzt zu zeigen und es evtl.operativ entfernen zu lassen. Anschließend wird normalerweise auch untersucht, ob es bös- oder gutartig ist.