Frage von babiane1990, 190

Darf man Geld sparen auch wenn man kindesunterhalt zahlt?

Hallo ihr Lieben,

Ich hab mal eine Frage. Und zwar bekommen wir bald nachwuchs und sind dabei alles was geht zu sparen für die Zeit in der wir noch Auf das kinder-/elterngeld warten, da mein Lohn ja jetzt wegfällt und die Bearbeitung ja auch seine Zeit braucht. Das gesparte Geld geht dabei auf ein fairzinskonto ( kostenloses Konto dass zum sparen verwendet werden kann) .wir haben bis jetzt immer den vollen kindesunterhalt bezahlt und das soll au h eigentlich so bleiben. Jetzt kann es aber durch den Nachwuchs passieren dass wir unter den mindestunterhalt fallen. FALLS das passieren sollte oder auch überhaupt bei der nächsten Berechnung: fließt das Geld in die Berechnung mit ein? Glg Und danke schonmal im voraus :)

Expertenantwort
von DFgen, Community-Experte für Unterhalt, 135

Solange dein Mann weiterhin den Unterhalt in der festgelegten Höhe für sein/e Kind/er zahlt, kann er mit dem "Rest" seines Geldes tun und lassen, was ihm beliebt.

Denn der Unterhalt ist nur von seinem eigenen Einkommen abhängig. Seine Ersparnisse zählen nicht als Einkommen.

  • Zwar würden die Zinsen für seinen Anteil an euren Ersparnissen seinem Einkommen zugerechnet, aber bei der derzeitigen Zinslage dürfte das kaum Auswirkungen auf sein Durchschnittseinkommen haben.

Wenn euer gemeinsames Kind geboren ist, so ist der Mann auch diesem zum Unterhalt verpflichtet. 

  • Sollte sein Einkommen dann nicht ausreichen, beiden Kindern den ihnen zustehenden Unterhalt zahlen zu können, müsste er eine Neuberechnung vornehmen lassen, um den Unterhalt für das ältere Kind ggf. reduzieren zu lassen...
  • Auch dann würde nur sein Einkommen dazu herangezogen, nicht seine möglichen Ersparnisse....
Antwort
von rasperling1, 118

Der Mindestunterhalt muss grundsätzlich immer gezahlt werden, deshalb heißt er ja auch so. Wenn das Einkommen dazu nicht ausreicht, so muss man Erspartes angreifen. Woher das Ersparte stammt und ob man es sich zuvor "vom Munde abgespart" hat, ist unerheblich. Ihr könnt auch nicht argumentieren, dass das Geld für eine Kaution gebraucht wird. Denn der Kindesunterhalt geht einer Kaution (und allen anderen nicht zu den unmittelbaren Lebenshaltungskosten zählenden ausgaben) vor. So hart es klingt: im schlimmsten Fall könnt Ihr Euch wegen des zu zahlenden Kindesunterhalts eben keine größere Wohnung leisten!

Etwas anderes würde allerdings dann gelten, wenn die Kindesmutter ein gutes Einkommen hat. Zwar ist der betreuende Elternteil grundsätzlich nicht verpflichtet, sich am Kindesunterhalt finanziell zu beteiligen. Das kann aber anders sein, wenn der betreuende Elternteil über wesentlich bessere Einkommensverhältnisse verfügt als der andere Elternteil.

Antwort
von konstanze85, 119

Ja, das würde es, denn die Möglichkeit den vollen Kindesunterhalt zu bezahlen,besteht ja wieterhin. Dass das Kinder/Elterngeld erst zu einem Zeitpunkt x kommt, ist nur eure Vermutung und muss nicht sein, des weiteren habt ihr ja dennoch Anspruch darauf. Etwas anderes wäre es, wenn ihr dieses Geld gar nicht bekommen würdet und darum spart.

Kommentar von babiane1990 ,

Das Geld ist (erstmal) nur für den Übergang gedacht. Wir sind aber auch auf Wohnungssuche und da wir bei dieser Wohnung keine Kaution brauchten, soll das gesparte Geld in die Kaution für die nächste Wohnung fließen.. also wird das komplette gesparte Geld als Einkommen gewertet? Auch wenn es ja eigentlich aus dem selbstbehalt gezogen wurde? Lg

Kommentar von annaaugustus ,

NEIN, wird es nicht!

Kommentar von babiane1990 ,

Entschuldige annaaugustus, ich habe deine Antwort gerade erst gesehen.. wir haben jetzt 500 Euro zusammenbekommen und Zinsen kommen nur einmal Ende des Jahres drauf, das sind bei einem Prozent 5 Euro. Also fließen nur die 5 Euro in die Berechnung? LG 

Kommentar von konstanze85 ,

Das stimmt meiner Meinung so nicht. Also ist das gezielt gesparte Geld nun zur Überbrückung bis das Elterngeld kommt gedacht, oder als Mietkaution für die nächste Wohnung? Und wovon wird denn gespart? Vom Kindesunterhalt? Meiner Meinung nach besteht die Möglichkeit den vollen Kindesunterhalt zu zahlen ja weiterhin, da das zurückbehaltene Geld nun gespart wird zur Überbrückung, die zwangsläufig gar nicht eintreten muss, wie ich Dich verstanden habe.

Kommentar von babiane1990 ,

Eigentlich für beiderlei. Erstmal soll es den Zeitraum überbrücken bis Kindergeld und Elterngeld kommen. (Ich habe diesen Monat mein letztes Gehalt bekommen und das baby kommt /soll ja erst am 26. Januar kommen).

Die Berechnung an sich kann ja bis zu acht Wochen dauern. Es wird ja aber (überwiegend) zurückgezahlt also könnten wir das was wir vom sparkonto genommen haben wieder zurücklegen sobald die Nachzahlung da ist. Und dann soll das gesparte Geld in die Kaution fließen.

Das Geld wird vom dem weggenommen was am Ende des Monats noch auf dem Konto ist. Der Unterhalt wird und wurde schon immer so gezahlt wie er berechnet wurde (per Titel) also nehmen wir da nichts weg, sondern nur vom übrigen "selbstbehalt". LG 

Kommentar von konstanze85 ,

Ach so, ich hab es so verstanden, dass ihr es vom Kindesunterhalt nehmen wollt, den ihr beisher in vollem Umfang bezahlt habt, aber dann eben nicht mehr. Dann hab ich das flasch verstanden. Ja gut, wenn es vom Selbstbehalt genommen werdenkann, ist das ok, denke ich. Da braucht ja dann gar nichts mehr angerechnet zu werden, weil ihr ja eh schon in vollem Umfang bezahlt.

Kommentar von annaaugustus ,

Es würden nur die 5 Euro Zinsen auf die Berechnung des Unterhalts angerechnet. Nicht das Ersparte. Die Zinsen sind ja ein "Einkommen", das neu hinzu kommt. Aber die 5 Euro machen den Bock auch nicht fett. Wenn ihr wegen des Babys eine größere Wohnung braucht (etwa von einer 2-Zimmer auf eine 3-Zimmer Wohnung), so dürft ihr das natürlich machen. Es kann euch niemand zwingen, in einer zu kleinen Wohnung zu wohnen. Und dass eine Mietkaution bezahlt werden muss, ist in der heutigen Zeit auch logisch. Das ist ja kein Geld, über das ihr frei verfügen könnt. Lass dir also nichts einreden. Nur das regelmäßige Einkommen deines Mannes wird gerechnet. 

Antwort
von hertajess, 94

Wenn ich recht erinnere habt Ihr ein Schonvermögen von 3.000,- Euro. Auf jeden Fall bei einer Einzelperson. Bei einer sogenannten Bedarfsgemeinschaft - die fragt nun mal nicht nach einem Ehevertrag sondern nur nach den tatsächlichen Lebensverhältnissen - steigt dieser Betrag logischerweise. 

Wegen 500,- Euro müsst Ihr Euch also keinen Kopf machen. 

Antwort
von annaaugustus, 102

Nur die Zinsen, die du auf das ersparte Geld erhältst, sind als Einkünfte anzugeben.

Antwort
von atzef, 98

Wer gegen wen? Deine Frage ist nicht wirklich verständlich... worin siehst du ein Problem?

Kommentar von babiane1990 ,

Oh entschuldige, mein Mann hat noch ein weiteres Kind mit seiner expartnerin. Dafür zahlen wir/er (gemeinsames konto) Unterhalt.

Kommentar von annaaugustus ,

DU zahlst da garantiert keinen Unterhalt. Es ist nur dein Mann unterhaltspflichtig. Dein Einkommen wird nur dann anteilig gezählt, wenn es erheblich höher ist als das Einkommen deines Mannes. Ansonsten fällt dein Einkommen nicht bei der Berechnung ins Gewicht.

Außerdem wird das "neue" Kind gleichberechtigter Unterhaltsempfänger. Also wird der Unterhalt für das "alte" Kind sowieso kleiner.

Kommentar von atzef ,

Ja. Es ist so, wie annaaugustus schreibt.

Kommentar von babiane1990 ,

Danke. Ja mein Einkommen wäre sowieso nicht relevant gewesen, das war nur ein minijob.. es geht eher darum ob bei einer neuen Berechnung (die bald fällig ist) unser angespartes Geld (dass ja im grunde aus dem selbstbehalt genommen wird) auch mit in die Berechnung fließen wird? LG 

Kommentar von atzef ,

Barunterhalt ist ja laufend zu leisten und berechnet sich nach dem regelmäßigen Einkommen und eigentlich nicht nach irgendwelchen Sparguthaben...

Die Unterhaltspflicht für deinen Kerl wird sich vermutlich verringern, weil er ja nun auch noch für ein weiteresKind unterhaltspflichtig ist...

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