Frage von 2354cannes, 73

Darf man einem Hund in die Augen schauen oder empfindet er es als Aggression?

Antwort
von Darkabyss, 71

Es ist ein Mittel um aggressive Hunde ruhiger zu kriegen. Mein zeigt damit Dominanz. Es kann falsch eingesetzt den Hund allerdings verwirren und verunsichern.

Antwort
von Bernerbaer, 43

Schau einem Hund nicht starr in die Augen.

Schau auf die Ohrenspitzen, auf seine Schnauze oder schau
sonst wo hin – nur nicht direkt in die Augen.
Wenn sich zwei fremde Hunde begegnen, so versuchen sie, sich zuerst über ihre Stellung in der Rangordnung zu einigen. Das »Sich-in-die-Augen-Schauen« ist dabei ein ganz wichtiges Mittel. Beide Hunde starren sich in die Augen, einer dreht den Kopf weg, der andere ist zufrieden. Für ihn ist klar, dass er in der Rangordnung höher steht. Beide sind glücklich, dass sie nicht kämpfen müssen. Kann sich keiner entschließen, wegzusehen – nun, dann wird gekämpft, um den Rang zu behaupten.

Wenn du einen Hund anstarrst, ist dies für ihn eine Aufforderung zum Kampf. Schau ihm nie direkt in die Augen.  Das gilt für fremde, unbekannte Hunde!

Beim eigenen Hund sieht es anders aus:

Blickkontakte zwischen Hunden und ihren Besitzern stärken die Bindung zwischen beiden. Schaut ein Herrchen oder Frauchen seinem Hund in die Augen, steigt in seinem Körper der Gehalt des Hormons Oxytocin. Und auch beim Hund wird dieses Bindungshormon vermehrt ausgeschüttet. Zu diesem Ergebnis kommen japanische Wissenschaftler um Miho Nagasawa im Fachmagazin Science. Zwischen Wölfen und Menschen gebe es diesen hormonellen Bindungsverstärker nicht, vermutlich hat sich das In-die-Augen-Schauen als soziales Kommunikationsprinzip während der Domestizierung der Tiere entwickelt. 

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