Frage von AlejandroDMed, 343

Darf man der Flüchtlingspolitik auch kritisch gegenüberstehen, oder ist man dann gleich ein Nazi?

Eine wirklich ernst gemeinte Frage!

Ich stehe der Flüchtlingspolitik sehr kritisch gegenüber. Um es Mal mit Monika Marons Worten zusammenzufassen: **Ich weiß nicht, woran es unseren Regierenden mehr mangelt: an Phantasie, Mut oder Verstand.**

Ich habe gerade diesen Artikel durchgelesen: http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/monika-maron-merkels-kopflo...

Ich könnte unter diesem Artikel unterschreiben, denn alles was drin steht, ist auch etwas, dass ich empfinde.

PS! Ich laufe weder bei Nazis, Pegida oder NPD mit.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von anonyme14, 135

Nur weil man so etwas kritisch sieht, ist man kein Nazi. Trotzdem wird man als einer dargestellt.

Antwort
von Pestilenz2, 83

Du hast das recht zu sagen und zu meinen was du willst.

Du hast (noch) das recht straflos zu sagen was du denkst. 

Ok du nur kritisch bist oder dagegen bist.

Du darfst sagen das du keine dänen magst. Du darfst sagen das du krine türken magst und du darfst sagen das du kühe und gelsen nicht magst. Du kannst auch dagen das du hunde nicht leiden kannst und du darfst sagen das du flüchtlinge nicht hier habrn wilst oder sie nicht magst und/oder nicht wilkommen heisst.

Du darfst aber keine heime anzünden, du darfst auch nicht rechtsgesinnte schlagen nur eeil du anderer meinung bist und du darfst generell nicht gegen das gesetz verstossen.  Sagen und meinen darfst du quasi alles. Ausser "heil hitler".

Aber du kommst mit jetzt nicht wie ein radikaler (links oder rechts) vor.

Kommentar von xenoxis ,

Ein besorgter Bürger vielleicht?

Kommentar von Pestilenz2 ,

Wie ?

Antwort
von Machtnix53, 36

Wir haben Meinungsfreiheit. Du darfst deine kritische Meinung äußern. Wenn jemand aufgrund deiner Meinung die Meinung äußert, dass er dich für einen Nazi hält, darf er das auch. Was du bist, ist nochmal was anderes.

Den Artikel von Monika Maron finde ich ziemlich hohl. Von Mut und Verstand ist da nicht viel zu merken, nur ihre Phantasie geht durch in Richtung Paranoia.

"Sie erklären ihre Handlungsohnmacht mit Gesetzen, an die sich außer
Deutschland niemand hält, weil keines der Gesetze, auf die sie sich
berufen, ein Volk zum kollektiven Selbstmord verpflichtet.
"

Wer angesichts der Unbequemheiten des Flüchtlingsproblems von kollektivem Selbstmord phantasiert, ist nicht weit weg vom Gedankengut der Nazis. Da hilft es auch nichts, wenn sie von ihren ausländischen Freunden erzählt und sich angeblich darum sorgt, dass Merkels Politik einen Rechtsruck hervorruft. Mit solchen Mythen schiebt sie selbst kräftig mit in Richtung rechts.

Antwort
von Jogi57L, 87

Ich stehe der Flüchtlingspolitik auch kritisch gegenüber, und ich bedauere, dass führende Politiker nicht einfach offen sagen :

"Wir haben ( derzeit ) keine Lösung"

Man ist doch deswegen kein Nazi, wenn man nicht die ganze Welt mit offenen Armen empfängt, und allen dieselben Rechte auf Anhieb zugesteht....

( Sonst wären fast alle Menschen in fast allen Ländern "Nazis"...)

Antwort
von Sonja66, 148

Gerade Kritik birgt so viele Chancen, ist man ihrer fähig - so oder so, also auf welcher Seite auch immer stehend ;-)

Also meinen Segen hast du! :-)

Aber!

... mal Hand aufs Herz:
mangelt uns nicht allen irgendwann bzw. irgendwo es mal an Phantasie, Mut und/oder Verstand?
Wer also ohne Fehl, werfe den ersten Stein ;-)

Kommentar von AlejandroDMed ,

Ich mache definitiv Fehler, mir fehlt es nicht wirklich an Verstand/Phantasie, dafür umso mehr fehlt mir der Mut.

Allerdings habe ich keine Verantwortung für 80+ Millionen Menschen ;-)

Kommentar von Sonja66 ,

Ok.

Die Regierung bzw. Regierende auch nicht.

Vielleicht sollten wir lernen, auch wenn wir als Nazi beschimpft, uns trotzdem Wehrhaftigkeit/Kritik zu erlauben.

Kommentar von Pestilenz2 ,

Naja doch. Die regierung ist verantworlich. Dafür wurden sie gewählt und wollten gewählt werden.

Kommentar von kayo1548 ,

sehe ich genauso;

das das mitunter kein einfacher Job ist, ist klar und ich würde diesen Job auch nicht haben wollen.

Aber wenn man ihn eben haben will muss man sich auch der Verantwortung die er bringt bewusst sein.

Kommentar von Sonja66 ,

Ich hab's nich so mit der Sündenbockpolitik. Bringt nix, zeigt auch die Geschichte.
Irgendwann kann man ja mal daraus lernen.

Kommentar von kayo1548 ,

Ich hab's nich so mit der Sündenbockpolitik.

nein, das ist auch kaum vorteilhaft.

Man muss Probleme und SItuationen sachlich und kritisch analysieren und daraus die notwendigen Schlussfolgerungen ziehen.

Das wir im EInzelfall dazu tendieren jemanden als Sündenbock zu betrachten geht sicher jedem mal so.

Aber diejenigen die da sachlich, reflektierend und selbstkritisch darangehen hinterfragen und überlegen Dinge immer wieder und minimieren so die Auswirkungen die das hat.

Kommentar von Machtnix53 ,

Es gibt auch Menschen, die ihre Verantwortung nicht auf 80+ Millionen Menschen beschränken. Weil sie eben keine Nationalisten sind.

Antwort
von PoisonArrow, 171

Zwischen "kritisch" und "rechtsextrem" sind deutliche Unterschiede.

Kritik zu äußern, ist generell ok, sofern sie angebracht und berechtigt ist. Mach Dir deshalb keine Gedanken, Du bist nicht der einzige, der dieser Situation kritisch gegenüber steht.

Grüße, ----->

Antwort
von LydiaDaniM, 34

Du darfst Deine Meinung sagen/ schreiben, auch wenn sie kritisch ist.

Aber Du musst wissen, dass dann Standpauken von den Linken kommen werden.

Sie wollen Dich mundtot machen.

Das schaffen sie aber nicht.

Antwort
von BestOnce, 16

Klar kannst du dem kritisch gegenüber stehen. Deswegen bist du noch lange nicht rechts orientiert.

Antwort
von Schuhsohle, 162

Ich habe selbst in arabischen Ländern gelebt; ich kenne die dort gelebten "Traditionen", das rein patriarchalisch geprägte Leben, die Ansichten (der Männer), alles unter dem Deckmantel der "Religion" natürlich. Ich kenne deren Frauenbild nur zu gut.

Diese tausenden von jungen Männern wollen irgend wann einmal auch eine Familie gründen. Würde sich eine deutsche/europäische Frau mit einem Mann einlassen, ihn heiraten, eine Familie gründen, der die oben genannten Ansichten noch immer vertritt? Wohl kaum. Und die viel besungene "Integration" wird an dem Verhalten dieser Männer nichts ändern werden können. Dazu gibt es viele, viele Beispiele aus der Vergangenheit und leider auch noch Gegenwart: Deutsche Frauen, die mir ihren Kindern verschleppt wurden z.B.  Türkische Mädchen, die nach den Ferien in der Türkei nicht mehr in meiner Klasse auftauchen. Auch in der dritten Generation Mitbürger mit Migrationshintergrund sich ihre "Importfrauen" holen.

Werden das nicht unsere Neubürger aus dem arabischen Raum auch so handhaben? Die Vorkommnisse in Köln und anderen Städten lassen das befürchten.

Weitere "Importfrauen"? Womöglich verschleiert, in Burkas? In Deutschland?

Ich stehe weder der NPD noch der AFD noch anderem braunen Gesocks nahe, im Gegenteil. Ich schäme mich, dass so etwas in D (wieder) möglich ist. Mit Populismus kommen wir nicht weiter.

Aber ich mache mir hier doch schon so meine Gedanken. Situationen, an die die Politik und die am Bahnhof winkenden und klatschenden Menschen offensichtlich noch nicht dachten/denken: Wie geht es weiter? Eben auch mit diesen vornehmlich jungen Männern?

Insofern bin ich der Meinung, dass man - mittlerweile - durchaus ein paar "Aber" formulieren und Kritik üben darf. Deswegen kann man nicht in die braune Ecke gestellt oder gar als Nazi beurteilt werden.

Insgesamt: Kritik zu üben, eine eigene Meinung zu vertreten, ist ein demokratisches Grundrecht. Und so lange sie sachlich vorgebracht wird, nicht verunglimpft, beleidigt, beschimpft, ist das alles legitim.

Zu dem Artikel allerdings hätte ich ein paar kritische Anmerkungen, aber das würde jetzt wohl den zur Verfügung stehenden Platz sprengen.


Antwort
von kenibora, 94

Dann wären über die Hälfte der Bevölkerung "Nazis"!

Kommentar von fansens ,

Sind sie das nicht? Mal ernsthaft, Deutschland ist in einem Jahr so weit nach rechts gerückt wie wir seit über 70 Jahren vermeiden haben können. Wir lernen in der Schule am meisten über die NS-Zeit, und trotzdem geht alles schon wieder in diese Richtung! Man muss jetzt mehr tun als 'nur' kritisieren um diese Stimmung zu beruhigen. Merkel hält das ganze wenigstens noch oben.

Kommentar von railan ,

Merkel hält das ganze wenigstens noch oben.

Ist nicht A.Merkel ursächlich dafür verantwortlich zu machen?

Kommentar von Schuhsohle ,

Absolut.

Kommentar von AlejandroDMed ,

Erstens ist Rechts eine Ideologie, genau so wie Links. So lange man nicht Radikal/Extrem wird, ist eigentlich alles in Ordnung. Zweitens waren Nazis Sozialisten und somit Links von der CDU.

Und heißt es, dass jede andere Haltung als die Ihren Rechtsextrem und Nazi ist?

Kommentar von Schuhsohle ,

Nazis waren Sozialisten?

Kommentar von anonyme14 ,

Du darfst gerne auswandern wenn du denkst das 50% der Deutschen Nazis sind.

Kommentar von xenoxis ,

Nationalistisch sozialistisch stolz auf das Land.

Antwort
von Gambler2000, 75

Ich stehe der Flüchtlingspolitik zwar positiv gegenüber sage aber trotzdem, du bist kein Nazi.

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