Frage von IsaSparkle, 191

Darf man das so sagen(Religion)?

Bei mir hat heute wieder die Schule angefangen. Ich hatte heute direkt Religion. Die Unterrichtende ist, nett gesagt, nicht gerade meine LIeblingslehrerin, aber heute hat sie etwas sehr fragwürdiges von sich gegeben. Es war mehr so nebenbei, aber dennoch:

Ich bin gut, da ich ein Christ bin.

Ist das nicht irgendwie diskriminierend anderen Religionen gegenüber? Darf man das eigentlich so sagen?

Ich persönlich finde das schon ziemlich daneben.

Antwort
von Flimmervielfalt, 59

Also ich finde, dass die Aussage sehr bedenklich ist. Das würde ich jedenfalls an die Schuldirektion weitergeben, weil diese Aussage unterstellt, dass alle Andersgläubigen nicht gut sind. Ein Lehrer, selbst der Religion muss seinen Schülern gegenüber Neutralität wahren. Hochgradig unprofessionell von der Person und jedenfalls eine Abmahnung bis Versetzung wert. Oder ZUMINDEST Mund vom Direktor sollte sie kriegen. Und Lack.

Kommentar von IsaSparkle ,

Lack? Verstehe ich gerade nicht. Was genau heißt das in dem Zusammenhang?

Kommentar von Flimmervielfalt ,

Ärger. Und "Mund kriegen" heisst Schimpfe.

Antwort
von derultijack, 71

Wenn deine Lehrerin sagt sie sei "gut" weil sie Christin ist, bedeutet das indirekt, dass Menschen mit anderer Religionsansicht nicht "gut" sind. Solche Äußerungen sollte niemand, erst recht nicht eine Lehrperson von sich geben. Das Unterrichtsfach Religion sollte viel mehr der Orientierungsgebung dienen und auch Einblicke in andere Religionen geben. Es ist nicht sinngemäß andere Religionen im Unterricht herabzusetzen da der Glaube einer jeden Person selbst überlassen ist.

Antwort
von MarkusKapunkt, 60

Die Lehrerin zielt damit auf das Unterrichtsthema "christliche Ethik" ab, dass sich damit auseinandersetzen soll, wie sich ein Christ verhalten soll. Der Aufhänger der Stunde soll polarisieren: Natürlich impliziert die Aussage auch, dass andere Religionen nicht so gut sind wie das Christentum, wenn man es so verstehen WILL. Aber das ist hier gar nicht gemeint und wäre in der Tat höchst fragwürdig! Die Aussage, die aber auch und vor allem darin steckt und dich erreichen soll, ist folgene: Ich bin ein Christ, also habe ich mich so und so und so zu verhalten, dass macht mich zu einem guten Menschen.

Am besten ist es, du sprichst deine Lehrerin in der nächsten Stunde darauf an und sagst ihr, wie du es verstanden hast und dass du ihre Aussage sehr befremdlich findest. Stelle danach die Frage, ob sie es vielleicht auf das Verhalten als Christ bezogen hat, also dass man, wenn man sich wie ein vollkommener Christ verhält, ein guter Mensch sei. Wenn sie das bejaht, hast du gleich zweifach gewonnen: Einerseits weißt du, dass deine Lehrerin keine fundamentalistische Fanatikerin ist, andererseits hast du durch dein Interesse nun sicher einen Pluspunkt bei ihr.

Antwort
von Baoshan, 93

Der übliche religiöse Rassismus. Ich bin gut weil ich Christ bin, ich bin gut weil ich Moslem bin, ich bin gut weil ich weiss bin.

Diese Behauptung impliziert, dass jemand nicht gut sein kann, wenn er (in diesem fall) kein Christ ist.

Das dies völlig absurd ist bedarf keiner weiteren Diskussion, zeigt aber einmal mehr, dass Religionsunterricht in der heutigen form nichts, aber auch rein gar nichts an einer schule zu suchen hat.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Wenn man die Aussage so versteht, gebe ich dir recht. Allerdings war sie wahrscheinlich anders gemeint, nämlich von der Seite "Ich bin gut, weil ich mich an christliche Wertvorstelungen (Nächstenliebe etc.) halte". Ich hätte die Stunde als Lehrer auch anders aufgezogen, eben wegen der Gefahr des Falschverstehens und des Polarisierens.

Kommentar von Baoshan ,

Als lehrer sollte man es besser wissen, und ich glaube, dass die aussage so gemeint war. Diese wäre für religiöse menschen nicht ungewöhnlich.

Übrigens ist Nächstenliebe keine christliche "Erfindung" und hat nicht ansatzweise etwas mit dem Christentum zu tun. Wie übrigens andere werte ebenfalls.

Insoweit ein weiterer beleg, warum ein glaube nicht an schulen unterrichtet werden dürfen, da das ziel einer schule die vermittlung von wissen ist.

Kommentar von Garfield0001 ,

ich bin gut weil ich nicht stehle/morde/Lüge. ist das jetzt diskriminierend gegenüber Dieben, Mördern und Lügnern?

Kommentar von Garfield0001 ,

wenn das Ziel von Schule das Vermittlung von Wissen ist ... wieso wird die Evolution gelehrt? zum einen wird immer wieder der Werdegang des Menschen zb neu geschrieben (seit meiner Schulzeit bereits einige Male); ist also kein 'Wissen'. zum anderen kann der Lehrer diese 'Fakten' auch nicht selbst beweisen. wenn er sie aber selbst nicht beweisen kann GLAUBT er sie nur. und glaube gehört nicht an eine Schule, wie du selbst sagst

Kommentar von Baoshan ,

Der Kommentar ist wohl nicht ernst gemeint. Hoffe ich zumindest.

Antwort
von nowka20, 10

sowas darf sie gar nicht sagen laut schulgesetz

sie soll das fach religion NEUTRAL unterrichten

Antwort
von Andrastor, 48

Sagen darf man das natürlich, aber das bedeutet nicht das es wahr wäre.

Es ist reichlich überheblich von sich selbst zu behaupten "gut" zu sein, nur weil man Christ wäre.

Der Logik folgend wäre Adolf Hitler "gut" gewesen. Er war sein Leben lang römischer Katholik.

Andererseits wäre Albert Einstein nicht "gut" gewesen, denn er war geborener Jude und bekennender Atheist.

Kommentar von derniiggaa ,

isso brudaa

Antwort
von bastianprimus, 81

Vorallem ist es Quatsch. Man kann sich nicht anhand einer Mitgliedschaft irgendeiner Grupierung als gut oder böse definieren.

Kommentar von Garfield0001 ,

doch. kann man. und viele machen es. sieht man oft wenn es um 'die Ungläubigen' geht. egal ob im Christentum oder zb im Islam.

Kommentar von bastianprimus ,

Aber glaubwürdig ist es nicht. Und das wissen die auch. Hitler war auch Christ.. war er ein guter Mensch? Albert Einstein war Jude, war er ein böser? Ich finde Religionen sollten genauso Respektiert werden wie die eigene Meinung. Das gilt auch für den Atheismus.

Antwort
von paulklaus, 9

Da du den näheren Zusammenhang, den Gesamt-Kontext des Gesagten nicht nanntest, ist meines Erachtens die Frage nicht beantwortbar !

pk

Antwort
von lifeispain7, 35

Ja dann nehm dir ne kuschelige decke, trink deinen warmen kakao und gucke weinend aus dem Fenster.. omg so verweichlicht

Kommentar von IsaSparkle ,

*nimm

Und wer hat gesagt, dass ich das jetzt direkt total darmatisch fand? Die Aussage war bloß meiner Meinung nach etwas diskriminierend.

Kommentar von lifeispain7 ,

scheinbar ja schon sonst hättest du ja hier nicht gefragt :D

Kommentar von IsaSparkle ,

Hallo? Ich habe doch gesagt, dass ich mich nur gefragt habe, wie weit sowas erlaubt ist!

Antwort
von DerOnkelJ, 46

Das war auch daneben von dieser Lehrerin!

Jede Religion hat ihre Daseinsberechtigung.

„Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.“

Albert Schweitzer

Man könnte auch sagen"Wer glaubt, ein guter Mensch zu sein weil er ein Christ ist..."

Antwort
von vonGizycki, 30

Grüß Dich IsaSparkle!

Das ist völliger Unsinn. Man ist nur dann ein guter Mensch, wenn man Christ ist?

Da habe ich etwas Erhellendes für Dich. Das müsstest Du Deiner Lehrerin mal vorhalten:

Bitte auf diesen Link klicken

Sind Christen die besseren Menschen?

https://dl.dropboxusercontent.com/u/24643723/Sind%20Christen%20die%20besseren%20...

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Antwort
von DieSchiiten, 23

Nein sorry sowas geht gar nicht. Ich bin gut, weil ich Jude bin. Ich bin gut, weil ich Moslem bin. Verlierer reden, Gewinner lassen die Taten sprechen! 

Antwort
von Karl37, 10

"ich bin gut, da ich ein Christ bin"

Ist eine rhetorische Feststellung, die vermutlich als Einstieg in einen betreffenden Themenkreis gedacht ist.

Keineswegs ist dieser Satz eine Diskriminierung anderer Religionen. Eine solche Folgerung entspringt nur deiner Phantasie.

Ein aufmerksamer und intelligenter Schüler hätte sofort die Frage gestellt, "wie begründen Sie diese Feststellung?"

Kommentar von IsaSparkle ,

Also erstmal kann man bei dieser Lehrerin kaum irgendetwas nachfragen. Sie legt sehr viel Wert auf ihre Autorität als Lehrkraft und lässt an eigenen Aussagen nichts hinterfragen.

Außerdem schrieb ich ja oben, dass das keine Einleitung oder sonst was war, sondern eine Bemerkung am Rande.

Antwort
von henzy71, 30

Diese Aussage hier:

Ich bin gut, da ich ein Christ bin.

Sagt überhaupt nichts aus über Nicht-Christen!! Sie sagt nur, dass sie gut ist, weil sie Christ ist - was auch immer sie mit "gut" meint. Sie sagt überhaupt nichts in Richtung "ich bin besser als Moslems, weil ich Christ bin" oder "Christen sind besser als Moslems" oder "Nur Christen sind gut".

Deswegen diskriminiert sie niemanden, auch wenn du vieles in das Gesagte reininterpretierst, aber das ist nur deine Voreingenommenheit, die vielleicht daran liegt, dass du sie nicht magst.

Gruß

Henzy

Kommentar von TheAssiBasti ,

Endlich eine Person, die keinen unbegründeten Umkehrschluss auf die Aussage der Lehrerin anwendet. Außerdem sind Religionslehrer dazu gehalten, die Grundwerte ihrer Religion den Schülern zu vermitteln. Dazu gehört zum Teil auch das obligatorische "Meine Religion ist die richtige!", sie darf das also durchaus äußern.

Antwort
von fricktorel, 1

Eigenlob "stinkt" ist ein bekannter Spruch.

Mit "Demut", welche die Haltung eines Gott-gefälligen Menschen ist, hat das nicht zu tun (Phil.2,3; Kol.3,12).

Außerdem sagte selbst Jesu, dass kein Mensch "gut" ist (Lk.18,19).

Allerdings lehrt die "Weltkirche" (Offb.12,9) viel über Eitelkeit und lebst selbst in Üppigkeit (Offb.17,1-5) und bringt die auch "Heiligen Gottes" um (Vers 6).

Antwort
von Gestade3, 1

Hallo,

selbst wenn Du an Budda glaubst, ist das nicht Ihre Sache.

Alles Gute

Antwort
von Rosswurscht, 36

Der Pfaffe der die Ministranten gepoppt hat is auch Christ ... Also ein guter Mensch?

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