AnjaT am 11.12.2008 um 8:26 Uhr
Meine 18 jährige Schwester hat vor einer Woche ihr erstes Kind geboren. Ihr ging es nach der Geburt nicht sehr gut aber das hat sich wieder gelegt. Die Hebame hat gleich am nächsten Tag meine Schwester gefragt ob sie die kleine zu einer Pflegefamilie geben will. Das will natürlich meine Schwester nicht.Das Jugendamt hat sich eingeschalten und stellt sie jetzt vor die Wahl entweder gibt sie die kleine für ein par Wochen zu einer Pflegefamilie bis sie sich an die Situation gewöhnt hat oder sie geht für ein par Wochen in die Nervenklinik wo andere Frauen sind und sie das lernt mit dem umzugehen.Obwohl sie sich um das Kind kümmert sagen alle das sie sich nicht kümmert und setzten sie unter druck.Sie darf nicht mal für ein par Tage zu uns nach Hause das wir sie unterstützen und wenn es nicht geht würde sie freiwillig in die Klinik gehen. Aber von dem will das Jugenamt nichts wissen. Kann man ihr das Kind gegen ihren willen wegnehmen obwohl sie eine eigene Wohung hat und mit dem Vater des Kindes zusammenlebt?
Ich hoffe es kann mir jemand helfen.

leidet sie unter starken depresionen auch schon vor der schwangerschaft, geburt? kann mir nicht vorstellen das mir nichts dir nichts einem das kind weggenommen werden kann ...einfach so, da muss schon anderes dahinter stecken

hier scheint es schon eine sehr intensive Vorgeschichte zu geben, denn ohne weiteres kommt die Jugendhilfe nicht und auch das Thema Psychiatrische Abteilung macht mich stutzig
Da kenne ich ganz andere Fälle - so etwas kannst Du niemals behaupten, ohne die Geschichte genau zu kennen!
Es ist unglaublich, was sich hier in Deutschland die Jugendhilfe leistet!
Deshalb frage immer nach und richte nie nach dem Augenschein!

Ohne Grund wird niemanden das Kind entzogen!
Aber hallo - wo lebst Du eigentlich?

Kann es sein dass sie die Mutter-Kind-Depression hat? Normalerweise geht das nicht so einfach. Aber grundlos wird das Jugendamt nicht eingeschalten. Was ist an den 1. Tagen vorgefallen?
AnjaT am 11. Dezember 2008 08:41 sie hat die totale Unterstützung vom jugendamt bekommen. Sie hatt ne Wohnung gegriegt und die Erstaussattung fürs Baby.Es ist nichts vorgefallen außer das sie nach dem Kaiserschnitt mit Übelkeit zu tun hatte und total angeschlagen war.
monja1995 am 11. Dezember 2008 09:35 Aus diesen Gründen wird einem das Kind nicht weggenommen

Hier liegen bestimmt mehr Fakten vor, die fuer diese Handlungsweise sprechen. Eins kann ich jedoch nicht verstehen, dass das Jugendamt das Kind, waehrend des Klinikaufenthaltes Deiner Schwester, nicht der eigenen Familie gibt. Ich wuerde mal persoenlich beim Jugendamt vorsprechen.

boa des is ja häftig. ich bin gerade auch schwanger zwar schon 28 aber wenn ich mir das vorstelle, einfach nur horror. wenn sie nicht zu euch kommen kann/darf...dann bitte fahrt ihr als familie zu ihr und unterstützt sie....sie kann jetzt jede hilfe bestimmt gebrauchen

so einfach geht das ohne Grund nicht. Ich wußte nicht, das man in der Klapsmühle lernt mit Kindern umzugehen. Warum soll sie da hin?
Nellina am 11. Dezember 2008 08:39 Die Mutter wird wahrscheinlich unter Post-Part Depression leiden. Deshalb in die Klinik, damit sie diese Depression schnell ueberwindet.
AnjaT am 11. Dezember 2008 11:29 Ich weiß auch nicht so ganz genau weshalb sie da hin soll.Dort gibt es angeblich eine eigene Einrichtung für Mütter wo sie rund um die Uhr Betreut werden und auch medizinisch versorgt werden können.
Schade, dass du dich über die Vorgeschichte ausschweigst.

Ich glaub nicht das man das darf, ich würde mich mit Händen und Füssen wehren!!
zj1000 am 11. Dezember 2008 08:32 ...und nachher wenn etwas passiert ist groß schreien: "Hätte man doch früher etwas gemacht"
Floeckli am 11. Dezember 2008 08:33 was soll den passieren??
Sollte man deshalb provisorisch jeder jungen Mutter das Kind wegnehmen???
Ally32 am 11. Dezember 2008 08:37 Wichtig sollte sein was das beste für das Kind ist und nicht was das beste für die Mutter ist.
Und das entscheidet eine Hebamme? Schrecklich der Gedanke, dass man so einer Willkür ausgesetzt ist!!!! Außerdem sollte es Mutter und Kind gleichermaßen gut gehen, vor allem, wenn die Mutter selbst noch ein Kind ist.

Kann es sein das Deine Schwester früher schonmal Probleme hatte? Komt mir komisch vor das einfach so ohne Vorgeschichte verlangt wird in eine Klinik zu gehen. Wichtig sollte in diesem Punkt sein was das beste für das Kind ist. Viel Glück

Ich arbeite als Sozialarbeiter beim Jugendamt. Wenn es eine innerfamiliäre Lösung gibt, die für das Kind akzeptabel ist, dann wird das Jugendamt diese immer bevorzugen. Die Tatsache, dass es seitens des JA anscheinend auch unerwünscht ist, dass das Kind zu den Großeltern geht, gemeinsam mit der Mutter, sprich eher dafür, dass das JA über langjährige einschlägige Erfahrungen mit der Familie verfügt. Diese Erfahrungen scheinen daher eine solche Lösung nicht zuzulassen. Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Kollegen zunächst sämtliche Unterstützung gewähren und dann urplötzlich ohne Argument umschwenken. Warum gibt es überhaupt eine Betreuung durch das Jugendamt? Wenn die Mutter 18 ist, muss sie dies explizit beantragt haben. Eine Fremdunterbringung des Kindes gegen den Willen der Sorgeberechtigten ist möglich. Dafür müssen allerdings trifftige Gründe einer Kindeswohlgefährdung vorliegen. Außerdem muss in diesem Fall die Unterbringung relativ zeitnah durch einen Familienrichter rechtlich abgesichert sein. Der zuständige Sachbearbeiter des Jugendamtes würde diesen Schritt nur dann gehen, wenn er dafür auch wirkliche trifftige Gründe hat die er dem Richter vorweisen kann. Insofern ist hier niemand irgendeiner Willkür ausgesetzt. Die Kindesmutter wird zeitnah nach dem Beschluss durch den Richter angehört. Ich empfehle zunächst einmal, dass die Mutter sich einen Rechtsbeistand nimmt. Im Rahmen der Prozesskostenhilfe wird dieser bezahlt, auch wenn die finanziellen Mittel der Familie nicht zur Verfügung stehen. Diesen sollte sie sich aber erst nehmen, wenn das JA sich ans Familiengericht gewendet hat. Vorher macht das wenig Sinn. Außerdem sollte die Kindesmutter nach Möglichkeit mit dem JA kooperieren. Wenn sie nicht weiß warum das Jugendamt so vorgeht, sollte sie das Gespräch suchen und eine Erklärung fordern. Wo sieht das JA Konkret eine Gefährdung für das Kind, wenn es bei der Mutter verbleibt? Gibt es Alternativen zu einer Fremdunterbringung, z.b. ambulante Hilfen, wie eine sozialpädagogische Familienhilfe? Was ist mit einem Mutter-Kind Haus? Wäre das eine Lösung? In jedem Fall das Gespräch mit dem JA suchen und nicht den Kopf in den Sand stecken.
Da müssen massive Vorfälle in der Vergangenheit vorliegen, dass eine Abnahme nach der Geburt erfolgt. Ist Deine Schwester ein Heimkind (mit/ohne entsprechende fehlende familiäre Bindung) oder - aufgrund einer psychischen Krankheit z.B. - besachwaltet?
AnjaT am 11. Dezember 2008 08:36 Nein sie war kein Heimkind. Sie ist bei Vater und Mutter aufgewachsen und wie sich die Eltern getrennt hben war sie bei der Mutter. DAs Jugendamt hat sie ja noch unterstützt indem sie ihr die gesamt. Erstausstattung für das Baby gezahlt haben.
Ok, verstehe, der Druck kam durch das JA, durch ihre Akte gewissermaßen und das jugendliche Alter, das viele für zu früh fürs Kinderkriegen halten. Der Hintergrund ist die Annahme oder das Vorurteil, dass Leute, die Unterstützung als Kind oder Jugendlicher in Anspruch nahmen, als Eltern versagen. Meist wird ihnen von den Ämtern schon ganz früh explizit gesagt, dass es besser sei, nie selber Kinder zu bekommen. Auch Rachegefühle der Beamten können da mitspielen, die Ängste der Eltern, auch nun auf das Neugeborene schauen zu müssen. In Summe: Die wollen nicht für beide zahlen. Wird das Kind abgenommen, wird die leibliche Mutter keine Unterstützung mehr erhalten, da sie volljährig ist - und das JA ist sie los.

irgendjemand scheint den eindruck zu haben, dass deine schwester der situation nicht gewachsen ist.
das können wir von hier leider nicht beurteilen.
vielleicht sollte sie tatsächlich mit dem kind zusammen in die nervenklinik, dort wird man schnell sehen, ob sie mit der mutterrolle fertig wird oder nicht.
Mir kommt das alles ziemlich komisch vor. Es muss doch eine Vorgeschichte haben, oder???
Was macht der Vater des Kindes eigentlich????
AnjaT am 11. Dezember 2008 08:57 Der Vater ist gelernter Koch
sie soll eine kur machen mit das kind und das bezahlt krankenkasse .
oh je na das liebe ich ja ÜBEREIFRIGE leute und da wos angebracht ist nichts tun!!!! ich hab meine tochter vor fast 16 jahren per kaiserschnitt bekommen ich war allerdings schon 26j.mir ging es 3 tage so schlecht das ich mein kind nicht stillen konnte und wollte (ich hatte 2 infusionen wegen kreislaufstabilisierung!!) was aus den genannten gründen gut war!! schon kam der arzt und meinte ich hätte depressionen!!!so ein schwachsinn!!! ich hätte einfach meine tochter fallen gelassen!!!! das regt mich tierisch auf! hat deine schwester keinen mann?? wenn nicht sollen sich eure eltern drum kümmern!! denn solche leute wie diese hebamme schrecken vor nichts zurück!!!
Sie hatte überhaupt keine Depressionen gehabt.DAs Jugendamt hat sogar für eine Wohnung gesorgt in die sie mit dem Baby und Vater des Kindes ziehen kann. Und jetzt kommt so was.
sorry...ich bin das erstemal mit kapp 21 mutter geworden und danach noch 2 mal aber das ist mir nicht untergekommen....wenn nichts ist nehmen die einem auch nicht das kind weg, die tochter meiner nachbarin ist 17 und hat ein kind, da ist weder jugendamt oder sonst wer auf der matte gestanden und wollte ihr nach der geburt das kind wegnehmen
das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Ohne Grund können die sowas nicht androhen und erstrecht nicht durchsetzen. Das Kinde würde ich unter keinen Umständen an eine Pflegefamilie geben. Wer weiß ob das Jugendamt dann entscheidet es mir wiederzugeben, wenn die jetzt schon so komisch drauf sind. Dann lieber in ein Mutterkind-Heim oder so. Wieso Nervenklinik? Dann muss deine Schwester ja schon ziemlich heftig depressiv sein, wenn soetwas zur Debatte steht. Andererseits hat man für ein Kind auch eine gigantische Verantwortung. Der muss sie sich auch bewußt sein. So hart es auch grade in den ersten Wochen ist.