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Darf man andere kritisieren wenn man nicht besser ist?

Frage von dvd01 dvd01

 es ist doch so: man kritisiert alles und jeden.

beispiel: man sieht einen schlechten schauspieler im fernsehen und urteilt gleich: man ist der scheiße oder so was ähnliches. natürlich vergleicht man ihn beim urteilen mit anderen schauspielern die man kennt. wenn das gedacht bleibt ist das wohl ok.  aber muss man sich nicht fragen: wie kann man sich selbst, der warscheinlich noch schlechter ist erlauben über jemanden zu urteilen der besser in dem kritisierten ist als man selbst? natürlich kann man sagen: ich kann doch über ihn urteilen da ich ja auch kein schauspieler geworden bin da ich weiß dass ich das nicht kann, er ist es aber schon deswegen macht er sich auch zur zielscheibe für kritik. aber ich weiß nicht was dass richtige ist. es gibt doch tausend situationen in denen man über andere leichtfertig urteilt und sie kritisiert obwohl man selbst nicht besser ist. ist das ok oder ist das heuchlerisch?

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Antworten (8)

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    Antwort von nonentity nonentity

    Um Kritik anbringen zu können, braucht man einen Maßstab, von dem aus man urteilen kann.
    Da man den aber nicht immer hat, wird kühn drauflos kritisiert. Deshalb ist Kritik immer subjektiv, d.h. vom eigenen Standpunkt aus.

    Da aber übereinstimmende Standpunkte auch gruppenweise auftreten können, wird eine Gruppenmeinung zum Maßstab genommen und Kritik im Sinne des allgemeinen Gruppenverständnisses angebracht.

    Das betrifft z.B. auch die Politik.
    Wenn die SPD die CDU kritisiert, geschieht das zur Verteidigung des eigenen Standpunktes. Umgekehrt ist es dasgleiche.

    Kritisiert Lieschen Müller das outfit von Chantal Schulze, dann geschieht das entweder aus Neid, wegen des anderen Geschmacks etc. oder, weil man sich eben abheben will.

    Kritik kann nur dann halbwegs ehrlich sein, wenn sie die Meinung einer Mehrzahl von Menschen vertritt und eine Verbesserung dessen bewirkt, was kritisiert wurde.

    Kritik sollte immer konstruktiv sein, d.h. etwas Gutes bewirken  niemals destruktiv, d.h. jemanden zu erniedrigen oder etwas klein zu reden.

    Grundsätzlich ist aber zu sagen, dass man durchaus auch dann kritisieren kann, wenn man selbst nicht besser ist.
    Beispiel: Fußball. Ein Fan darf den Spieler kritisieren, wenn er weiß und überzeugt ist, dass der es besser könnte. Ein Zuschauer im Theater darf den Schauspieler kritisieren, obwohl er selbst kein Schauspieler ist. Seine Erfahrung hat ihn gelehrt, dass man es besser machen kann.

    Alles in allem ist Kritik ein zwieischneidiges Schwert, das verletzen kann, aber auch fördern.

     

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    Antwort von Fantho Fantho

    Hallo dvd01,

    was nonentity weiter unten schrieb, ist ausreichend genug. Ich möchte nur noch folgendes hinzufügen:

    Wie Menschen machen den Fehler, indem wir unsere eigene Persönlichkeit durch äußere Dinge und Maßstäbe (zu) definieren (versuchen). Dementsprechend kritisieren wir den Mensch per se anhand seiner Äußerlichkeiten und Handlungen und vergessen dabei, dass wir selbst 'Schauspieler' in unserer eigenen Welt sind. D.h. wir spielen alle (unsere zugedachten) Rollen. Demzufolge sollten wir nicht den Mensch per se kritisieren, sondern seine in dem Moment spielende Rolle.

    Schwer zu verstehen? Nun denn, vergessen wir nicht: Als Neugeborener haben wir noch keine Rolle (zu spielen). DIese entwickeln sich mit der Zeit, der Umgebung, dem äußeren Einfluss, der Erziehung und vielem mehr.

    MfG Fantho

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    Antwort von Equinoxe Equinoxe

    Lies mal in der Bibel im Matthäus Evangelium Kapitel 7, Verse 1-3 nach. 

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    Antwort von Halodri85 Halodri85

    Zunächst finde ich es richtig, Schauspieler und andere Personen, die sich freiwillig der Öffentlichkeit preisgeben, zu kritisieren oder sich über sie lustig zumachen. Ich denke, dass das zum Menschen dazugehört und dies immer noch beser ist, als die "realen" Menschen in seinem Umfeld zu kritisieren.
     

    Darüber hinaus fallen mir zu Deiner Frage die Sprüche "Kehr erst mal vor Deiner Tür!" und "Person X sieht den Splitter im Auge des Anderen, aber nicht den Balken vor seinem Kopf."

    Ich habe mich damit näher beschäftigt und bin dabei auf (siehe wikipedia-artikel dazu)

    1. Projektion (Psychoanalyse)
    2. Übertragung (Psychoanalyse) und
    3. Spiegelung (Psychologie)

    gestoßen.

    Mit dieser Kenntnis kann man viel über sich selbst erfahren, wenn man ganz bewusst/achtsam und auf sich selbst bezoagen/sich selbst beobachtend Filme schaut ( http://www.findyournose.com/movie-meditation/84-filme-meditativ-ansehen-die-spielfilm-meditation ).

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    Antwort von sonicdragolgo sonicdragolgo

    Da man hier leider keine Nachrichten schicken kann, hier mal die Antwort auf deinen Kommentar bei der gelöschten Frage ("schwachsinn? lass mich raten, die welt ist in ordung und alles ist so wie die da oben es uns sagen, genau. ganz ehrlich ich hasse menschen wie dich die keinen plan von der wahrheit haben aber denken sie stünden über andersdenkenden weil ihre thesen von deinen medien poplär und bekannt gemacht werden.

    wenn du wüsstest wie es in der welt wirklich abläuft, das wär schön")

    Du hast keine Ahnung, auf welcher Seite ich bei den Begriffen "Medien", "die da oben" und "wir" stehe. Und das macht es noch amüsanter für mich. Woher hast DU eigentlich deine Infos?

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    Antwort von finntheking finntheking

    das ist menschlich. Aus diesem denken heraus haben sich die verschiedenen Völker gegründet. A findet doof was B macht und schließt sich deswegen mit gleichgesinnten zusammen. Man kritisiert gerne, weil wir von der natur aus immer gerne besser sind als der andere. Und wenn jemand 30 millionen für einen film bekommt, dann kann ich dafür schon was erwarten. und wenn diese erwartungen nicht erfüllt werden, kann ich auch darüber lästern. heuchlerisch finde ich da eher es NICHT zu sagen sondern nur zu denken.

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    Antwort von Szintilator Szintilator

    Die kannst Du kritisieren, die hören es ja nicht. Das ist beim Fußball schauen vor dem Fernseher genau so!

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    Antwort von Jacoby181 Jacoby181

    Das ist die Meinungsfreiheit...

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