Darf man als Gläubiger Christ an der Bibel oder an dem Glauben zeifeln?

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13 Antworten

Ich fknde, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich bin eine gläubige Katholikin, aber ich bin der Meineung, dass man in der Bibel eher zwischen den Zeilen lesen muss, um die wahre Aussage zu verstehen und nicht allse wortwörtlich nehmen darf.

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Ja, man darf. 

Gregory Boyd, Pastor in St. Paul, Minnesota, sagt sogar, daß der Zwang zur Zweifellosigkeit eine Form von Götzendienst ist. Glauben wird darauf reduziert, wie perfekt man es schafft, Zweifel abzuwehren. Ein Buch von ihm hierüber heißt "Benefit of the Doubt".
 
Hier ein Ausschnitt aus seiner Predigt vom 13. Juli 2014, in der er über dieses Thema spricht:

Die ganze Predigt ist als MP3 und Video zu finden bei whchurch.org unter:

Sermons > 2014 Sermons > Twisted Scripture: James 1, 07/13/14

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Martin Luther und viele andere sagten zu Recht: Es gibt keinen Glauben ohne Zweifel.

Glaube gilt im Protestantismus als ein Geschenk, dass man nicht durch eigene Leistung erkaufen kann. Warum manche dieses Geschenk so nicht haben, weiß ich nicht. Aber ich kann es niemandem vorwerfen, wenn er oder sie nicht einfach glauben kann.

Allerdings kann ich der Kirche vorwerfen, wenn sie Glauben so vermittelt, dass er in Krisenfällen in den zweifel führen muss. Wer kleinen Kindern durchgehend vermittelt: Die liebe Gott passt auf Dich auf, und Dir kann nichts passieren, weil er doch allmächtig ist - und dann passiert doch was, dann hat man mit dem Glauben ein riesengroßes Problem.

Vielen Menschen hat man diesen "Kinderglauben" beigebracht. Und wenn sie größer und vernünftig werden und die Realität kennen lernen, kommt der Knacks.

Warum sagt man den Kindern nicht von Anfang an die Wahrheit?
Mama und Papa werden immer versuchen, für Dich da zu sein. Und wenn ise es mal nicht können, werden es andere Menschen versuchen.
Auch Gott ist immer für Dich da. Es kann trotzdem etwas passieren, aber mit ihm ist man nie ganz allein.

Das fände ich ehrlich.

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Hey bin selber Christ und frage meine Freunde und meinen Pastor oft Fragen die sachen an der Bibel anzweifeln (also meine fragen zweifeln an... ;) ) wenn du zweifelst beschäftigst du dich ja mit deinem Glauben und sprech am besten über die sachen die du anzweifelst mit anderen Christen...
Hoffe ich konnte helfen. ..
LG

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JA, man darf. Und jeder gläubige Christ wird mehr oder weniger oft zweifeln.

In diesen Fällen wie auch in allen anderen Fragen darf man sich jederzeit vertrauensvoll an Jesus wenden (beten=reden mit Jesus). Und man darf wissen, dass man ernst genommen und geliebt wird und eben nicht verurteilt wird.

Das sollte auch für den Austausch mit anderen gläubigen Christen gelten. Da sollte es auch um Glauben und Zweifel gehen, um Tipps und Hilfe, jedenfalls nicht um Vorwürfe und Verurteilungen.

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Du kannst doch ein guter Christ sein, auch wenn du du einigen Sachen (begründet) anzweifelst.

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Darf man zweifeln? Ja!

Die Bibel selbst berichtet von (ver)zweifelten Menschen. Man kann auch mal mutlos sein.

In Bezug auf die Bibel: man sollte durchaus die Richtigkeit der eigenen Bibelübersetzung auch mal kritisch hinterfragen. Auch die Praktiken des Christseins.

Aber im Zweifel steckt auch das Scheitern. Wenn man alles anzweifelt, kann das auch zu viel werden. Ein gesundes Maß ist eben auch hier wichtig.

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Wer
ein Glaubensbuch wortwörtlich nimmt, hat immer Menschen um sich ,die
alles kurz und klein Reden.Nimmst du Glaubensbücher aber um ihren
Sinn daraus zu erfahren um zu erkennen, was Gott will, so kommst du
ein großes Stück weiter.Beides zusammen geht nicht.Wie du hier
lesen kannst ,zerreißen sich die Menschen Wortwörtlich in der Luft
! Übersetzungsfehler die sich eingeschlichen haben tragen einiges
dazu bei, das ganze noch konfuser zu machen. Da wird aus einer Jungen
Frau eine Jungfrau,nur um einen Menschen zu etwas besonderem
zumachen,was er nie sein wollte(Betet nicht mich an,Betet meinem
Vater im Himmel an ) Da wird aus der Seite Adams eine Rippe, aus der
Hilfe Adams eine Gehhilfe (Krückstock) usw.Die abenteuerlichsten
Märchen werden herbeigesucht um aus der Jungen Frau nach der Geburt
Jesu,eine Jungfrau zu machen.Gott will gar keine
Abenteuergeschichten,Er will das wir Uns lieben und unseren Nächsten
und das Wir Gott als alleinigen Herrscher anerkennen und lieben Mehr
braucht es nicht zum Glauben. Wenn in der Einen Religion,Heidnische
Bräuche aus anderen Religionen einfließen, so wird sie
unglaubwürdig ! Verkommt zur Pseudoreligion und wirkt Kindisch.Wir
haben nur einen Gott,und das ganze drumherum von Heiligen,vor denen
wir knien, Zeichen ,vor denen wir knien und denen wir nachahmen,
lässt alles lächerlich erscheinen,wie es die Vielgötterei damals
suggerierte. Als wenn Gott nicht ohne diesen Firlefanz existieren
könnte!

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Ich denke schon, dass man als Christ an der Bibel und am Glauben zweifeln darf. Wichtig ist nach meiner Meinung, dass diese Zweifel nicht dazu führen sollten, sich vom Glauben zu entfernen, sondern ganz im Gegenteil wieder mehr die Bibel zu studieren, mehr zu beten und sich mehr mit dem Glauben zu beschäftigen. Auf diese Weise werden solche Zweifel häufig ausgeräumt und durch neue Erkenntnisse und einen gestärkten Glauben ersetzt. Auf diese Weise können die Zweifel und Fragen dienlich sein und helfen, den Glauben zu hinterfragen, Antworten zu finden und gestärkt und gefestigt aus der Situation herauszugehen.

Der Jünger Thomas zweifelte auch. Jesus tadelte ihn nicht, sondern ließ seine Zweifel zu. Allerdings antwortet Jesus ihm: "Jesus spricht zu ihm: Thomas, du glaubst, weil du mich gesehen hast; glückselig sind, die nicht sehen und doch glauben!" (Johannes 20,29).

Gideon zweifelte und forderte Gott sogar mehrfach heraus, indem er ein Zeichen haben wollte, ob es wirklich Gott ist, der zu ihm redet.

Die Bibel ruft an mehreren Stellen dazu auf, sie intensiv zu studieren bzw. sich "Tag und Nacht" mit ihr zu beschäftigen, in ihr zu forschen und über ihren Inhalt nachzusinnen (Josua 1,8;  Ps 1,2; Apg 17,11 usw.). Wenn man dies wirklich tut, ist es durchaus normal, dass sich Fragen und Zweifel ergeben. Wichtig finde ich, der Bibel zu vertrauen und Spannungen zuzulassen. Meist kann man durch weiteres nachforschen Zweifel ausräumen, Fragen beantworten und dadurch im Glauben wachsen.

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Der Zweifel, wenn er kommt, wird nicht fragen, ob er darf, oder ob Du ihn "einlassen" darfst, er kommt einfach.

Die interessantere Frage ist daher die, wie ein gläubiger Christ damit umgehen soll, wenn ihm der Zeifel kommt.

Da gibt es natürlich etliche Möglichkeiten:

- vom krampfhaften Wegschieben aller Zweifel und dem Bekämpfen der Zweifel bei den Mitmenschen

- über die kritische bzw. ehrlich interessierte Auseinandersetzung mit
biblischen Texten und diversen Auslegungen und theologischen
Erklärungsversuchen

- bis hin zum erbosten Weglegen des "Märchenbuches Bibel".

Es liegt auf der Hand, dass eine Variante, die hier der mittleren
Möglichkeit nahe kommt, am ehesten dazu beitragen wird, dass der Mensch
sich innerlich weiterentwickelt und "geistlich wachsen" kann, wie
Christen das auch gerne nennen.

Ein Christ, der von sich behaupten würde, er hätte noch niemals gezweifelt, ist entweder ein Mensch, der nicht nachdenkt und nicht reflektiert, was ihm erzählt wird, oder er ist ein ziemlich hochmütiger Mensch, der glaubt, er könne sich etwas auf sein Nicht-Zweifeln einbilden. Beides halte ich nicht für vorbildlich oder erstrebenswert.

Schließlich fällt mir da noch die berühmte Geschichte vom "ungläubigen Thomas" ein, demjenigen Jünger, der nach Jesu Auferstehung gerade in der Stadt unterwegs war, als Jesus den übrigen Jüngern erschien, und der ihnen, als er heimkam, nicht glauben konnte, was sie erzählten. Daraufhin erschien Jesus den Jüngern extra noch einmal und bot Thomas an, seine Finger in seine Wunden zu legen, um sich davon zu überzeugen, dass Jesus wirklich wieder lebe. Ich weiß von keiner Zurechtweisung, von keinem Tadel Jesu, an Thomas gerichtet, weil Thomas zweifelte. Vielmehr lud Jesus Thomas ein, sich selbst zu überzeugen. Der abschließend überlieferte Satz: "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!", ist dazu kein Widerspruch, sondern betont lediglich, dass die, die nicht zweifeln, eben "selig" sind - wir würden heute vielleicht sagen, "glücklich" oder "von Zweifeln unbelastet" oder "von Grübeleien befreit" oder etwas in der Art.

Thomas durfte also zweifeln - und bekam Gelegenheit, seine Zweifel zu überprüfen und zu beseitigen.

Ich denke, dann dürfen heutige Christen das auch!

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Wer nicht zweifelt, ist kein Christ. Gott hat uns Verstand gegeben, damit wir ihn gebrauchen. Wer bei der Vielzahl der Möglichkeiten, die er uns gibt, nicht die Dinge in Frage stellt, wird über ein naives "Kindergläubchen" nicht hinauskommen. Jesus selbst hat das Leben und die Gesellschaft seiner Zeit in Frage gestellt. Es gibt keinen Grund, es ihm nicht nachzumachen. Ein Christ geht schließlich durch den Zweifel hindurch und kommt zu einer reifen und erfahrenen Sicht auf das, was er glaubt. Gruß, q.

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Ja, natürlich, man darf sie nur nicht verspotten.

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In der Bibel steht nirgendwo, dass du beim Lesen der Bibel keine Zweifel bekommen darfst, schließlich bekam Jesus ja auch angeblich Zweifel: Mein Gott, warum hast du mich verlassen!

Woran man besonders zweifeln sollte ist, was die Kirchen aus diesem Glauben gemacht haben und immer noch machen! Jesus predigte Armut, die Kirchen sind mit die größten Kapitalisten auf der Welt.

Allein in Deutschland wurde das Kapital der RK im Jahre 2013 auf bis zu 200 Milliarden Euro geschätzt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Verm%C3%B6gen_der_r%C3%B6misch-katholischen_Kirche

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