Frage von gercraluja01, 43

Darf man als Buddhist Taschengeld/Gehalt bekommen?

Hallo! In den Zehn Tugendregeln des Buddhismus steht ja, dass man kein Silber, Gold und Geld annehmen darf. Gilt das auch für Taschengeld und Gehalt?

Antwort
von peterobm, 43

auch als Buddhist kannst du dich ganz normal bewegen und Arbeiten; Geld verdienen, Die Tugendregeln gelten für das Kloster; wie schon bemerkt wurde. 

Essen nur bis Mittag, danach Enthaltsamkeit. z.B. In Thailand durch Mitbürger überreicht.

Kommentar von gercraluja01 ,

das heisst, mönche dürfen nur bis mittags, laien aber immer essen?

Kommentar von peterobm ,

was heist Laien? ganz normale Personen sind davon ausgenommen. Mönche dürfen auch kein persönliches Eigentum haben, manche Sachen sind ausgenommen.

Kommentar von Enzylexikon ,

Das Verbot, nach 12:00 Uhr Mittags nicht mehr zu Essen, gilt nur für buddhistische Mönche/Nonnen und wird vor allem im Theravada-Buddhismus sehr ernst genommen.

Allerdings werden Mittags in den Klöstern teilweise heiße Getränke serviert, um das Hungergefühl zu bekämpfen.

Die Mönche führen Morgens ihren traditionellen Bettelgang durch und erhalten dadurch ihre Mahlzeit. Das Essen der Mönche dient nicht dem Genuss, sondern soll ihn lediglich gesund halten.

Wenn ein Mönch ständig essen dürfte, dann würde er seine Mahlzeit nicht mit der gleichen Achtsamkeit einnehmen. Außerdem erspart er sich durch diese Regel unnötige Gedanken.

Laien können, wenn sie beispielsweise Abends eigentlich meditieren wollen, von Überlegungen abgelenkt werden "Hmm, esse ich noch was? Habe ich was, zum schnell in die Pfanne hauen?".

Für den Mönch stellen sich diese Fragen nicht, da ihm das Essen nach der Mittagszeit ohnehin untersagt ist. Also hat er den Kopf frei für die Meditation.

Wie peterobm schon sagte, gilt diese Regel nicht für buddhistische Laien, also "Normalbürger".


Im Mahayana-Buddhismus wird diese Regel weniger streng genommen und auch von Mönchen nicht immer eingehalten.

Früher wickelten beispielsweise die Zen-Mönche im Feuer erwärmte Steine in ihre Kleidung, so dass ihr Bauch gewärmt wurde. Das sollte gegen das Hungergefühl helfen.

Später wurde statt des Steinwärmers ein leichtes Essen serviert. Diese leichten Mahlzeiten wurden dann als "Kaiseki" ein wichtiger Teil der traditionellen japanischen Küche.

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Buddhismus & Religion, 42

Ich bin Buddhist und gebe dann mal meinen Senf ab.

Die zehnte Tugendregel gilt nur für Novizen (Sramanera) und Mönche (Bhikkhu).

Kommentar von gercraluja01 ,

Ok, danke :)

Kommentar von Enzylexikon ,

Kein Problem.

Solltest du noch Fragen zu den Silas, oder dem Buddhismus haben, helfe ich gerne weiter. :-)

Kommentar von gercraluja01 ,

nur die zehnte oder alle

Kommentar von Enzylexikon ,

Fünf Silas gelten für alle Buddhisten

Acht Silas werden von Laien nur zu besonderen Gelegenheiten eingehalten. Sie sind normalerweise Teil der Mönchsregeln.

Zehn Silas gelten für Mönchsnovizen.

Für Mönche gelten im Theravada-Buddhismus 227 Regeln und für Nonnen insgesamt. 311

Kommentar von gercraluja01 ,

gelten die 5 silas auch nur für mönche?

Kommentar von Enzylexikon ,

Die Fünf Silas (Pancasila) gelten für alle Buddhisten.

Der Rest steht oben, unsere Postings haben sich überschnitten. :-)

Kommentar von gercraluja01 ,

ok danke :)

Kommentar von Enzylexikon ,

Gar kein Problem. Ich helfe gerne. :-)

Kommentar von gercraluja01 ,

wie genau wird die puja im buddhismus durchgeführt?

Kommentar von Enzylexikon ,

Das kommt darauf an, welche Puja und in welcher buddhistischen Tradition. Denn genau wie sich das Christentum in viele verschiedene Formen aufteilt, gibt es auch unterschiedliche Formen des Buddhismus.

Daher kann ich an dieser Stelle nur eine allgemeine Antwort geben.

Eine große Puja wird in der Regel von Mönchen durchgeführt, vor dem privaten Hausaltar kann man kleine Rituale auch alleine, oder mit der Familie durchführen.

Praktisch immer werden dabei buddhistische Texte rezitiert und das meist in der Sprache, die zur Tradition gehört.

So wird im Theravada die Rezitationen in Pali gesprochen, in der japanischen Zen-Tradition auf Japanisch, in der koreanischen Seon-Tradition auf Koreanisch usw.

Auch symbolische Opfergaben sind üblich - traditionell gehören Licht (Kerzen) Wasser, Duft (Räucherwerk), Blumen und Lebensmittel dazu.

Im Fall von Klöstern handelt es sich bei den Lebensmitteln oft um Spenden von Laienanhänger, da die materielle Unterstützung der Mönche positives Karma bringen soll.

Die Lebensmittel einer Puja werden übrigens praktisch nie weggeworfen, da dies Verschwendung wäre, sondern von der Sangha (Gemeinschaft) verzehrt.

Neben der Rezitation und den Opfergaben sind auch Niederwerfungen teilweise üblich.

Diese können symbolisch für die Ablegung des Ego, oder die Berührung der Füße des Buddhas stehen. Die tiefergehende Interretation ist dabei unterschiedlich.

Puja werden entweder täglich, ähnlich wie ein christlicher "Gottesdienst", zu besonderen buddhistischen Feiertagen, oder bei Beerdigungen abgehalten.

In Japan finanzieren sich buddhistische Tempel geradezu aus der "Beerdigungsindustrie", da für die Riten finanzielle Zuwendungen erwartet werden.

Antwort
von josef050153, 13

Die meisten Buddhisten sind keine Mönche, gehen einem noralen Beruf nach und verdienen ihr Geld.

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