Darf ich von meiner Mieterin,die gekündigt hat, Geld verlangen, um lebenslanges Wohnrecht aufrechtzuerhalten?

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11 Antworten

Da hat der Anwalt recht: Die Berechtigte ist grundsätzlich nicht verpflichtet, als Bewohnerin einer Pflegeeinrichtung ihr Wohnungsrecht aufzugeben. Ein gesetzlicher Anspruch auf Aufgabe des Wohnrechts steht dem Eigentümer deswegen weder aus § 313 BGB noch aus § 242 BGB zu.

Schon deshalb, weil sich ihr Gesundheitszustand gebessert haben kann, sie sich zum Lebensende hin in ihrer Wohnung pflegen lassen will oder die Räume für eine Dauerpflegkraft als Unterkunft benötigen könnte :-(.

Da bliebe dir garnichts anderes übrig, als die geforderte Abstandszahlung zu zahlen, um eine lebzeitig zwingend notwendige einvernehmliche Löschung des dinglichen Rechts im Grundbuch vornehmen zu können :-O

Und hierbei bist du mit den geforderte 10 Monatsmieten doch bestens bedient, der tatsächliche Anspruch wäre dazu potentiert, richtet sich nämlich nach Höhe des Jahresmietwerts fiktiver Miete mal Jahren ihrer stat. Lebenserwartung :-O

Könnte man sich hier nicht einigen, darf man die Räume nicht verändern und allenfalls diejenigen Nebenkosten in Rechnung stellen, die tatsächlich anfielen.

Da es sich hierbei nur um nutzungbedingte Kosten handeln darf, sähe ich da allenfalls Strom für den Tiefkühler oder Heizung im Frostschutzmodus; also peanuts.
Hingegen trügst du die laufenden Aufwendungen des bebauten Grundstücks wie Versicherung, Grundsteuer, Schornsteinfeger und komm. Abgaben solange weiter, wie die Wohnungsberechtigte verstürbe und ihr Recht damit erlischt, um mit dem Abriss beginnen zu können :-O

Da würde ich gleich Montag einen Notar meines Vertrauens mit Abfassung eines entsprechend dotierten Löschungsauftrages betrauen :-)

G imager761

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Wenn sie dieses Wohnrecht gar nicht mehr wahrnehmen kann, ist es ja praktisch "untergegangen". Zahlen würde ich da natürlich gar nichts. 

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Kommentar von anitari
11.11.2016, 19:33

Achtung! Es kommt darauf an was genau zum Wohnrecht im Grundbuch steht.

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Sie hat lebenslanges Wohnrecht und bezahlt mit ca 180€ sozusagen nur die Nebenkosten. Auf dem Kontoauszug war das Wort "Miete" zu lesen. Dieser Betrag ist seit 1976 und ich durfte auch nix erhöhen. Die Zahlung wurde im September eingestellt da sie zum 31.08.2016 gekündigt hat. Laut Anwalt besteht aber noch die Möglichkeit, dass sie jederzeit zurückkommen kann, weil ihr das Wohnrecht im Grundbuch zusteht. Sie muss den Eintrag löschen lassen. Erst dann kann ich das Haus abreißen. Mit dem Erhalt des Wohnrechts laufen die Nebenkosten aber weiter. Somit müsste sie diese doch weiterzahlen??

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Habe jetzt eine Abfindung in Höhe von 1500,00€ gezahlt und kurz darauf hatten wir einen Termin beim Notar. Hat ganze 5 Minuten gedauert und das Wohnrecht ist nun gelöscht. 

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Wohnrecht bedeutet ja nicht Wohnpflicht.

Was genau steht im Grundbuch?

Wohnrecht und Miete passen irgendwie nicht zusammen.

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Kommentar von DerHans
11.11.2016, 19:06

Wohnrecht heißt ja nicht, dass man dort KOSTENLOS wohnt.

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Meiner Meinung nach ist das Wohnrecht (hier vermutlich NießbrauchsR) bei Auszug nicht verwirkt, da es ja im Grundbuch steht. Steht in diesem nichts von Nebenkosten, sind auch diese im ortsüblichen Rahmen inklusive. 

Des Weiteren darf die Sache u.U. untervermietet werden.

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Da kollidieren Begriffe!

Ein Wohnfrecht ist kein Mietverhältnis, auch wenn die Berechtigte sich an den Hauskosten zu beteiligen hatte.

Sie können mit dem Haus nichts anfagen, wenn die Berechtigte von Ihnen nicht den geforderten Gegenwert für die Erteilung einer Löschungsbewilligung erhält.

Irtümlich entrichtete Mietzahlungen könnt die Berechtigte zudem zurückfordern!


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Kommentar von albatros
11.11.2016, 19:28

Wohnrecht bedeutet nicht mietfrei.

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Kommentar von anitari
11.11.2016, 19:35

Da kollidieren Begriffe! Ein Wohnfrecht ist kein Mietverhältnis,

So ist es. Ein Mietverhältnis kann man mal ebenso kündigen, aber nicht ein Wohnrecht.

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Sie verzichtet durch ihre Kündigung auf ihr Wohnrecht und will nun Kapital draus schlagen. Meine Meinung ist, dass nun das Wohnrecht verwirkt ist, sobald sie freiwillig ausgezogen ist. Es ist quasi gegenstandslos. Lass dich vorsorglich rechtsanwaltlich bzw. notariell beraten um sicher zu gehen.

Wenn du ihr kündigtest sähe es anders aus. Da könnte sie Forderungen stellen.

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Kommentar von anitari
11.11.2016, 19:38

Sie verzichtet durch ihre Kündigung auf ihr Wohnrecht 

Entschuldigung, aber nach meinem Wissen ist ein Wohnrecht nicht kündbar.

Bestenfalls kann der Berechtigte darauf Verzichten. Was dann aber notariell beglaubigt werden muß.

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Kommentar von johnnymcmuff
11.11.2016, 22:49

Dann schau mal in meinen Link, und sage uns ob Du immer noch der Meinung bist.

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Ich verstehe nicht so ganz. Aber auf die Schnelle habe ich nachgegoogelt, dass das Wohnrecht entfällt, wenn die Mieter - die dieses Wohnrecht haben - freiwillig ausziehen. mich hat es jetzt eben auch interessiert. Soweit ich dich verstanden habe, will sie von dir als Ablöse 10 Monatsmieten? Du kannst es jetzt drehen und wenden, wie du willst. Eine Forderung an sie wirst du fast nicht stellen können, da sie - so scheint es - nicht über großes Eigenkapital verfügt, um das Pflegeheim zu zahlen. Daher vielleicht auch der Versuch einer Forderung.

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Ich verstehe die Frage nicht genau. Wenn sie ein Wohnrecht hat, wozu soll sie dann Miete bezahlen? Ein Wohnrecht, das im Grundbuch eingetragen ist, bedeutet, dass man keine Miete zahlen muss.

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Kommentar von Elizabeth2
11.11.2016, 18:58

Nun, das heißt anders dann: Nutzungsentgelt z.Bsp. und natürlich gibt es auch kostenloses Wohnrecht, und Wohnrecht - beides bedeutet, das die Wohnung nicht gekündigt werden darf seiten des Vermieters, bzw. (unentgeltliches Wohnrecht) seiten des Eigentümers

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