Frage von Roentgen101, 88

Darf ich Videos als Beweis zur Verletzung meiner Arbeitnehmerrechte dem Arbeitsgericht oder auch z.B. auf Youtube veröffentlichen?

Grundsätzlich geht es darum dass ich innerhalb der Probezeit gekündigt wurde und nun in der Kündigungsklage selbst beweisen muss, dass der AG diese Rechte verletzt hat. Da der AG mir einen Zeugen bei Besprechungen verwehrte und zu zweit auftrat, bei der Güteverhandlung bereits gelogen hat, möchte ich wissen in wie weit ich Videos und Soundaufnahmen, in denen die Verletzung meiner Rechte deutlich wird, veröffentlicht werden dürfen ohne eine Kündigung zu riskieren.

LG Roentgen01

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von nurbilligwillig, 52

Oh je, wenn Du Ton- oder Videoaufnahmen von Menschen ohne deren Einwilligung machst, machst Du Dich selbst strafbar. Bei Gericht sind solche Aufnahmen in der Regel dann als Beweismittel auch nicht zugelassen. Am besten besprichst Du das mit Deinem Anwalt! Viel Erfolg!

Antwort
von Panazee, 22

Du hättest diese Aufnahmen gar nicht ohne das Wissen der beteiligten Personen machen dürfen.

Ich kann mich irren, aber meines Wissens nach muss der Arbeitgeber während der Probezeit gar keinen Grund für die Kündigung angeben. Er muss sich nur an eine 2-wöchige Kündigungsfrist halten.

Antwort
von atzef, 24

Hä?

Probezeit!

Da kann dir der AG auch ohne Begründung einfach kündigen. Dadurch verletzt er kein einziges deiner Rechte. da greift auch kein Kündigungsschutz.


Kommentar von Roentgen101 ,

Der AG war aber so blöd einen Grund zu nennen!

Kommentar von atzef ,

Das steht ihm frei und beeinträchtigt nicht zwangsläufig sein Kündigungsrecht in der Probezeit.

Bist du denn ordentlich oder außerordetlich gekündigt worden? Und was nennt er denn als Grund? Hast du einen Anwalt oder hast du alleine Kündigungsschutzklage eingereicht?

Kommentar von Roentgen101 ,

Alleine Kündigungsschutzklage eingereicht. Habe nach AGG §14 zuvor vom Leistungsverweigerungsrecht Gebrauch gemacht. Kündigungsgrund lt. AG ist weil ich ZJ bin und deshalb mich nicht "ins Team integriere" (Mit Team sind von den 20 Leuten, die drei gemeint, die was gegen meinen Glauben haben).

Kommentar von atzef ,

Mich wundert, dass die Klage überhaupt zugelassen wurde... Wie auch andere scho mitgeteilt haben, bracht man in der Probezeit für eine ordentliche Kündigung keinen Grund.

Antwort
von aloisff, 20

...eine Veröffentlichung auf Youtube vergiss mal ganz schnell, damit machst Du dich im Endeffekt selbst strafbar und hast nicht nur die Kündigung sondern unter Umständen auch eine ordentliche Schadensersatzklage am Hals.
...direkt zum Richter, das wird auch kompliziert, geheim aufgenommene Videos/Tonaufnahmen sind im Grunde immer illegal...warum übergibtst Du sie nicht Deinem Anwalt, der weiss schon, was er damit Tun und lassen kann...

Antwort
von Novos, 19

Wenn Du in der Probezeit gekündigt wirst, bedarf es keinem Grund.

Antwort
von ObscuraNebula, 23
 in wie weit ich Videos und Soundaufnahmen, in denen die Verletzung meiner Rechte deutlich wird, veröffentlicht werden dürfen ohne eine Kündigung zu riskieren.

du darfst die videos garnicht veröffendlichen ohne einverständniss der auf diesem video zu sehenden personen.

zu dem darf der AG ohne rund in der probezeit immer kündigen 

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