Darf ich verlangen, dass im Arbeitszuegnis ein Kündigungsgrund steht?

... komplette Frage anzeigen

9 Antworten

In der probezeit kann man jederzeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden, also muss in dem Sinne auch nichts im Zeugnis stehen.

Am besten wäre eine betriebsbedingte Kündigung als Grund.

Bei mir schrieben Sie: "Das Anstellungsverhältnis von Frau .. endet am. Wir bedanken uns blablabla"

Das war generell nicht toll,  ich hätte auch mit Anwalt was dran ändern können, aber da ich immer laut allen Trainern die beste aus der ganzen Gruppe war, erwischte mich die Kündigung auf so falschem Fuss, dass ich zu platt war.. (übernommen wurden nur die, die schon Verwandtschaft in der Firma hatten, die für jeden geworbenen neuen Mitarbeiter 800€ kassiert hatten.. da weisste schon bescheid)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von SiViHa72
22.04.2016, 09:17

Übrigens: "Die Probezeit dient auch der Überbrückung saison- oder auftragsbedingter Personalspitzen ohne dieses Personal dauerhaft an den Betrieb binden zu müssen".

Das lernt man so bei Managerkollegs, interessant, nicht?

0

Der richtige Grund steht doch schon drin: Betriebsbedingt. Die Gründe für die Kündigung liegen als im Betrieb und eben nicht an deiner Person oder deinem Verhalten. Sonst würde da drin steht: verhaltens/personenbedingt.

Eine Änderung ist nicht nötig, da genau das drinsteht, was du möchtest.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich habe den Kündigungsgrund damals auch nachträglich in mein Zeugnis schreiben lassen. Mein Arbeitgeber hatte kein Problem damit. Wenn deiner sich weigert, kannst du rechtlich gesehen eine Umformulierung erzwingen, aber es kann sein, dass "betriebsdegingte Kündigung" schon eine ausreichende Formulierung ist.

Ich würde erstmal einen diplomatischen Weg gehen, bevor ich rechtliche Schritte einleite. Schlag einen Satz vor und sieh, was man dir dann anbietet.

LG

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von SuperB18
22.04.2016, 09:05

Ach ja, der nächste Schritt wäre, wenn es das bei dir gibt, der Betriebsrat.

0
Kommentar von Messkreisfehler
23.04.2016, 14:55

Rechtlich gesehen kann der Fragant keine genauere Bezeichnung einfordern, bzw einfordern kann er sie aber der Arbeitgeber muss diese nicht ins Zeugnis schreiben. Es gibt keine Rechtsgrundlage dafür. "Betriebsbedingt" reicht vollkommen aus, kein Arbeitsgericht würde einen Arbeitgeber dazu auffordern dies in dem Fall näher auszuführen.

0

Ich weiss nicht ob ein Recht darauf besteht und falls ja, wie willst du es einklagen? Am besten dein Anliegen direkt freundlich und nüchtern vortragen, dann müssten sie das doch für dich machen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von maria79
22.04.2016, 09:07

Ich habe natürlich schon nachgefragt. Sie wollen das Zeugnis aber nicht ändern.

0

Du bist in der Probezeit gekündigt worden. es braucht kein Grund angegeben werden. In dem Kündigungsschreiben steht doch, Betriebsbedingt. Das sollte reichen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du bist in der Probezeit gekündigt worden. In der Probezeit kann ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.

»Betriebsbedingte Kündigung« ist daher völlig ausreichend und sogar noch relativ gut für dich. Lass mich raten: Gastrobranche?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von maria79
22.04.2016, 09:23

Dass im Kündigungsschreiben kein Grund stehen muss, weiß ich aber es geht hier um das Arbeitszeugnis.

"Ist noch relativ gut für dich" So ein Quatsch. Ich habe nichts falsch gemacht. Die haben finanzielle Probleme und haben mir deshalb gekündigt. Also können sie mir nichts vorwefen und demnach auch nichts dementsprechendes ins Zeugnis schreiben.

0

"Betriebsbedingt" bedeutet, dass es nicht an Dir oder Deiner Leistung gelegen hat, dass die Kündigung ausgesprochen wurde.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

In der Probezeit muss bei einer Kündigung nicht mal ein Grund genannt werden. Deshalb würde ich mal davon ausgehen, dass du da kein Recht drauf hast.

Aber "betriebsbedingte Kündigung" ist ja hier auch genau die richtige Formulierung. Sie wird dir i. d. R. nicht schaden.

In einem Vorstellungsgespräch könntest du vllt dazu befragt werden, aber das kannst du dann ja erklären. :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Verlangen kannst du das schon. Steht jedoch in einem Zeugnis: aus betrieblichen, oder persönlichen Gründen oder einvernehmliche Kündigung, kommt das bei keinem neuen Arbeitgeber gut an.

Lass rein schreiben: Er verläst auf eigenen Wunsch unser Unternehmen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von SuperB18
22.04.2016, 09:07

Ach und der Satz kommt besser an? Ich lese darin: "hat schon nach ein paar Wochen keinen Bock mehr gehabt."

0
Kommentar von meini77
22.04.2016, 09:08

Er verläst auf eigenen Wunsch unser Unternehmen.

das wäre falsch - denn in diesem Fall hätte der Azubi selbst gekündigt.

1
Kommentar von Gaskutscher
22.04.2016, 09:09

Geht nicht: »Er verläst auf eigenen Wunsch unser Unternehmen.«

Dann hätte der Fragesteller gekündigt. Das ist aber nicht passiert. Der AG hat dem Fragesteller gekündigt.

0