Frage von MiakaChan, 129

Darf ich schon in die Psychiatrie?

Hallo erstmal! Ja, die Frage klingt schon komisch, da die meisten sich eher weigern in die Psychiatrie zu gehen. Naja, ich denke, dass es mir sehr helfen würde, dort ein paar Wochen in Therapie zu sein. Ich bin zwar noch nie in Therapie gewesen, aber ich glaube einfach, dass mir das auch nicht viel helfen würde. Einfach, weil man nach dieser einen Therapiestunde wieder zurück in den Alltag geschleudert wird. Auch, wenn ich was mit Freunden mache geht es mir währenddessen (meistens) gut und hinterher sofort wieder so naja bis schlecht.

Weshalb ich in die Psychiatrie möchte, ist dass es mir einfach nicht gut geht. Kann ich nicht beschreiben. Da sind auch noch ein paar andere Probleme, aber die tun hier nichts zur Sache. Jedenfalls ritze ich mich. Das ganze geht erst so 3 Monate und sehr schlimm ist das Ritzen auch noch nicht. Auch wollte ich mich schon so 2, 3mal umbringen und denke oft daran, wie ich es machen könnte etc... Allerdings verschlechtert sich das meistens immer so von einen Tag auf den anderen, dann verletze ich mich so 2-4 Tage nicht, dann wird es wieder schlimmer. Aber so schlimm sehen meiner Arme/ Beine auch nicht aus.

Kann ich mich (w/ 13 J.) trotzdem von meiner Mutter in die Klinik fahren lassen und dann dort in Therapie gehen?

Sorry für den langen Text und danke im Voraus für alle ernstgemeinten Antworten!

LG MiakaChan

Antwort
von einfachichseinn, 22

Also einfach so kannst du nicht in die Klinik fahren. Du benötigst eine Einweisung.

Am besten geht ihr zu deinem Hausarzt/Kinderarzt, der kann das einschätzen und dann unter Umständen eine Einweisung ausstellen.

Je nach Kapazität und Einweisungsgrund, kommst du auf die Warteliste oder wirst direkt aufgenommen.

Ich kam als Akutfall direkt in die Klinik auf die offene Station. Es kann auch sein, dass du in die Klinik kommst und dann 1-2 Wochen auf der geschlossenen Station verbringen musst.

Antwort
von Heldinnen, 57

Also. Du kannst nicht einfach dahin fahren und denen sagen, dass du gerne eingewiesen werden möchtest. Du wirst von einer Ärztin befragt, die dort arbeitet, die deinen Zustand einschätzt,  dh sie fragt dich aus und redet mit dir über deine Situation. Wenn sie findet, dass du ein akuter Notfall bist,  heisst es Sachen packen u d sann wirst du eingewiesen.  Wenn du kein akuter Notfall bist wird dor geraten dich erst einmal an einen Therapeuten zu wenden und du wirst gegebenenfalls auf die Warteliste gesetzt. 

Ich kann hier nur aus eigener Erfahrung sprechen. Ich finde,  dass du sehr mutig bist, ich War nicht stark genug mein Problem selbst einzusehen 

viel Glück 🍀

Kommentar von MiakaChan ,

Vielen Dank, ich hoffe, dir geht es jetzt wieder besser! :)

Antwort
von wilees, 26

Wenn es Dir nicht gut geht, wende Dich an Deine Eltern, damit diese sich dafür einsetzen, dass Du einen Terminn bei einem Psychiater bekommst.

Und nach Deiner Schilderung befindest Du Dich nicht annähernd in einer Krisensituation.

Antwort
von summersweden, 16

Leider geht das nicht ganz so einfach. Es ist zwar wirklich gut, dass du dir Hilfe holen willst, aber so klappt das leider nicht. Ich kann dir auch erklären warum: es gibt viel zu wenig Plätze in dem Psychiatrien. Also muss man sortieren und zuerst die schwersten Fälle nehmen. Und dann bleibt oft kein Platz für die leichteren. Das heißt jetzt nicht, dass du keine Hilfe bekommst, aber so einfach, wie du dir das wünscht, ist es leider nicht.

Ich erklär dir einmal den "normalen" Weg: Zuerst gehst du am besten zum Hausarzt. Der wird dich dann an einen Psychiater (also ein psychischer Arzt) weiter schicken. Und der entscheidet dann weiter, ob es sinnvoll wäre dich einzuweisen oder ob eine ambulante Therapie nicht besser wäre. Das ganze ist zwar eine ziemliche Rennerei, aber dafür bekommst du Hilfe.

Anders wäre es, wenn du ein akuter Notfall bist, also dir ganz akut etwas antun willst. Dann fällt der ganze oben beschriebene Weg weg und du wirst sofort aufgenommen. Dann ist es aber nicht mehr ganz freiwillig, weil eine akute Gefährdung da ist, und du kannst nicht einfach, wenn du nicht mehr willst, gehen.

Ich weiß, man denkt oft, dass ambulante Therapie nicht hilft. Aber eigentlich dauert sie bloß etwas länger, weil sie nicht so intensiv ist wie in der Klinik. Ich war auch freiwillig in der Klinik, und man macht dort teils schnelle Fortschritte. Aber es ist einfach schwierig danach wieder ins Leben zurückzufinden. Es hat sich Zuhause teils einfach nichts verändert. Ich persönlich fand das schwerer als mit der ambulanten Therapie.

Sollte jetzt aber bei dir, wie gesagt, ganz akut etwas sein, kannst du gleich in die Klinik fahren. Am besten in eine mit Ambulanz. Wie lange sie dich dann behalten, hast du zwar nicht in der Hand, aber sie sorgen dafür, dass du auf jeden Fall die passende Therapie bekommst. Ich finde es super, dass du dir Hilfe suchst.

Antwort
von Reanne, 32

Du kannst nicht einfach zu einer Klinik fahren um dort ein paar Wochen zu bleiben. D brauchst eine Einweisung von einem entspr. Facharzt und es muß dann eine Klinik für Kinder- und Jugendpsychatrie sein, die es nicht überall gibt. Stell Dir das nicht so einfach vor, es gibt ein geregeltes Programm, das Disziplin erfordert, sonst bist Du schnell wieder draußen.

Antwort
von meterano7, 47

Lass dich erstmal von einem Psychologen untersuchen. Ich glaub nicht dass man sich sozusagen selbst einfach einweisen kann. Aber du bist sehr mutig, dass du diesen Schritt machst! Das trauen sich viele auch im hohen Alter nicht. Respekt und viel Erfolg, wird schon wieder :)

Kommentar von MiakaChan ,

Vielen Dank :)

Kommentar von meterano7 ,

Gerne. Was immer es bei dir ist, mach dir bewusst dass du NIE alleine bist.

Antwort
von Revic, 29

Bei akuter Selbst- und/oder Fremdgefährdung kannst du sofort auf der Akutstation in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie aufgenommen werden. Allerdings dauert die Krisenintervetion meist nicht länger als 14 Tage.

Wenn du dich darüber hinaus weiter stationär therapieren lassen willst und dein zuständiger Therapeut dort das als sinnvoll erachtest, wirst du auf eine Warteliste gesetzt. Die Wartezeiten können durchaus auch mal ein paar Monate dauern, dafür geht die anschließende Therapie aber auch wesentlich länger als die Krisenintervention.

Kommentar von MiakaChan ,

Das mit der Krisenintervention meinte ich, vielen Dank!:)

Antwort
von Sisalka, 41

Klingt echt anstrengend, tut mir leid, dass es dir da grad nicht gut geht. Auch wenn du findest, dass dir Therapie gar nichts bringt, solltest du es auf jeden Fall ausprobieren. Mit Freunden was zu machen lässt sich damit überhaupt nicht vergleichen, denn die sind nicht für sowas ausgebildet.

Ein Therapeut oder Therapeutin kann dir dann auch dabei helfen, wenn du wirklich für eine Zeit lang stationäre Betreuung brauchst. Wäre es nicht toll, wenn das gar nicht nötig wäre und du mit entsprechender Unterstützung wieder zu dir findest?

Red auf jeden Fall zuerst mit deiner Mutter, mit der scheinst du dich ja zu verstehen. Besprecht gemeinsam, zu welchem Arzt/Ärztin du am besten gehst. Hausärzte können da auch sehr hilfreich sein und dich beraten.

Toll finde ich, dass du selber so klar weißt, dass du dir Hilfe holen willst. Das ist schon mal die beste Vorraussetzung und sehr mutig!

Kommentar von MiakaChan ,

Danke :)

Kommentar von Sisalka ,

Den wichtigsten Schritt hast du schon gemacht, weil du weißt, dass du Hilfe willst. Ich drück dir die Daumen und viel Glück :)

Antwort
von keineahnung182, 25

Wenn du dich selbst verletzt bist du selbstmordgefährdet und deine Mutter kann in der Klinik anrufen und dich einweisen lassen da sie das sorgerecht hat!!!! Und gut dass du in eine Klinik gehst,ich finde das stark von dir und super !!!!

Kommentar von MiakaChan ,

Danke :)

Kommentar von Heldinnen ,

Was ist das denn für ein Sinn? Nur weil man sich selbst verletzt ist man dich nicht automatisch Suizidgedanken gefährdet?

Kommentar von keineahnung182 ,

Ja und was ist dein Sinn?? Wenn man sich selber verletzt kann man sich so verletzen dass man stirbt.Also ist man Selbstmordgefährdet.denk mal nach

Kommentar von Heldinnen ,

Was heisst denn hier denk mal nach? Ich verletzte mich selbst und bin nicht Selbstmord gefährdet?! Wenn du dich selbst verletzt weist du wo du dich schneiden kannst, ohne dass du stirbst und wo du dich ritzt wenn du sterben willst. Wenn alle Suizid gefährdet wären, die sich ritzt en,  wären 40% aller Jugendlicher Suizid gefährdet. Denk du mal besser nach. 

Kommentar von summersweden ,

Nur weil man sich selbst verletzt, ist man noch nicht suizidgefährdet. Dafür braucht es doch etwas mehr. Aber es kann natürlich einmal schiefgehen.

Kommentar von keineahnung182 ,

Ich denke es aber so.Wenn man sich selbst verletzt hat das schon einen Hintergrund und man schaut meistens wie weit man gehen kann deswegen sehe ich da eine Selbstmordgefahr.Lg

Kommentar von einfachichseinn ,

@keineahnung dein Name sagt schon alles.

Antwort
von gerryholster, 41

Kinder und Jugendpsychatrie sofern der verantwortliche Psychater der Meinung ist das eine stationäre Aufnahme Sinn ergibt, dann kannst du auch schon in die Psychartie.

Kommentar von MiakaChan ,

Aber ich bin ja nixh nicht mal in Therapie, d.h. ich hatte auch noch keinen Kontakt mit einem Psychiater...

Kommentar von Reanne ,

Dann mu0t Du zuerst mal zu einem Psychiater.

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