Frage von JaminaBenderson, 97

Darf ich Raketen etc. kaufen?

Hallo, Ich wollte mir heute Silvesterböller kaufen, bin auch schon 18 Jahre alt sollte kein Problem sein. Ich hatte bloß kein Geld dabei und wollte mir dann Geld von meinem kleinen Bruder (16 Jahre) leihen. Die Verkäuferin hat das gesehen und wollte mir dann nichts mehr verkaufen hat auch direkt alles storniert. Hat sie sich richtig verhalten oder hätte ich die Produkt trotzdem kaufen dürfen? Danke für eure Hilfe! :)

Antwort
von Aliha, 63

Die Verkäuferin hatte den begründeten Verdacht, dass du das Feuerwerk für einen Minderjährigen kaufen wolltest. Sie hat völlig richtig gehandelt.

Kommentar von TopMoralRecht ,

Unsinn. Sowas kann immer behauptet werden.

Und jeder über 18 jährige kann Feuerwerksartikel kaufen und sie außerhalb des Ladens dann an Minderjährige übergeben. Von daher.

Solche bloßen Verdachtsmomente sind nicht statthaft.

Kommentar von Fraganti ,

Schwachsinn. Niemand muss irgendwem Feuerwerksartikel verkaufen. Es herrscht Vertragsfreiheit. 

Der Verdacht, dass hier das Jugendschutzgesetz umgangen werden soll ist sehr wohl "statthaft" und eine ausreichende Begründung, um einem eventuellen Diskriminierungsvorwurf abzuschmettern.

 

Kommentar von Aliha ,

Wenn hier jemand Unsinn postet, dann du.

Antwort
von TopMoralRecht, 30

Das Verhalten von der Verkäuferin war nicht korrekt. Sobald man 18 Jahre alt ist und dies auf Verlangen mit seinem Personalausweis nachweisen kann, ist man berechtigt Feuerwerksartikel zu kaufen.

Von wem du dein Geld bekommst, und ob der Geldgeber unter 18 Jahre alt ist, spielt keine Rolle. Eventuell hat die Verkäuferin die Moral zu weit hochgedreht und dachte, du würdest die Böllerartikel für den 16 jährigen kaufen.

Dieser Verdacht ist jedoch immer unbegründet. Du bist mindestens 18 Jahre, also muss man dir die Böllerartikel auch verkaufen. Beim nächsten mal verlangst du bitte den ( stellvertretenden ) Filialleiter.

Wenn du Pech hast, ist die Kassenfachkraft die Filialleiterin oder letztere ist auf der Seite der Kassiererin.

Jedoch kam in deinen konkreten Fall schon die kaufmännische beidseitige Willenserklärung aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch zum tragen:  durch dein vorlegen der Artikel hast du den Willen bekundet, die Artikel kaufen zu wollen.

Die Kassiererin hatte ( erst ) nichts dagegen. Nahm also dein Angebot zum kaufen des Artikels an. Somit kam ein rechtlich verbindlicher Kaufvertrag zustande, den die Kassiererin hätte erfüllen müssen. Ob du nun das Geld aus deiner Tasche kramst oder von einem Dritten erhältst, ist rechtlich völlig Banane.

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