Hallo, ich habe folgendes Anliegen bzw. Vorhaben. Vorab meine Ausbildungen...
Ich habe Fachabitur im bereich Wirtschaft, Steuern, BWL und VWL absolviert. Nach dem Fachabitur habe ich eine 3 jährige Ausbildung bei einer Bank absolviert. Nun möchte ich gerne ein Kleingewerbe eröffnen. Wie dies alles funktioniert ist nicht das Problem. Lediglich mein Vorhaben könnte mich vor ein Problem stellen.
Und zwar möchte ich für andere Kleingewerbetreibende und für Privatpersonen die jährlichen Steuererklärungen anfertigen und somit als "Steuerberater" auf privater Schiene agieren. Damit ich meine Leistungen auch berechnen kann, würde ich entsprechend ein Kleingewerbe gründen.
Meine Frage richtet sich nun an Personen, die mir meine Frage aus eigener Erfahrung oder anhand entsprechender Gesetzestexte belegen können.
Ich weiß nicht, ob ich das rechtlich machen darf, oder ob es in Sachen Haftung und Beratung ein Problem gibt.
Zur weiteren Info. Die Steruerklärung als kleingewerbetreibender und als Privatperson darf man ja selber asl Pivatperson erstellen. Das ich als ungelernter keine Steruerklärung/beratung für Großunternehmen betreiben kann ist mir klar, aber ich möchte mich halt ausschließlich auf die Kleingewerbetreibenden und Privatpersonen beschränken.
Bzw, wo kann ich mich entsprechend informieren ???
Um hilfreiche Antworten wäre ich äußerts Dankbar !!!
Sorry, aber das kann ich mir nicht verkneifen... Die Antworten bis jetzt waren ja wirklich sehr hilfreich. Aber Deine Antwort hättest Du Dir auch sparen können. Sorry. Deiner Meinung nach gibt es keine Kleingewerbetreibende ??? --> http://de.wikipedia.org/wiki/Kleingewerbe Und Steuern und Gewerbe denke ich, kann ich schon ganz gut auseinander halten. Ist ja wie gesagt nicht so, dass man in einer Bankausbildung und in einer Schulischen Ausbildung davon nicht mitbekommt. Mit nem 1,2er Abschluss denke ich, weiß ich wovon ich rede. Aber danke für Deine Antwort. Hier fällt mir nur ein: "Wer im Glaushaus sitzt......" tüdelü
Ja, den Eintrag bei Tante Wiki fand ich schon immer lustig, besonders die Diskussionsseite dazu.
.
Aber gehen wir es langsam an.
.
Selbstverständlich steht es dir frei, einen Gewerbetreibenden, der unter § 1 (2) 2. HS HGB fällt, Kleingewerbetreibender zu nennen oder Rosengewerbetreibender oder Maharadschigewerbetreibender oder sonstwie.
.
Wenn es also einen Kleingewerbetreibenden gibt, muss es also auch ein Kleingewerbe geben. Das kann ich natürlich nicht im HGB suchen, denn dort (also hier im § 1 (2)) wird ja nur die Begrifflichkeit und in den weiteren Paragraphen auch die Folge erläutert, die eintritt, wenn man unter Absatz 2 fällt.
.
So wie beispielsweise in § 13 (3) GmbHG steht, dass eine GmbH stets eine Handelsgesellschaft im Sinne des Handelsgesetzes ist, benötigen wir auch für eine natürlich Person die Brücke ins HGB.
.
Und hier kommt der Witz: Es gibt eine solche Brücke nicht. Selbst die GewO führt nur aus, dass jeder ein Gewerbe ausüben darf, erläutert aber nicht, was ein Gewerbe ist.
.
Im täglichen Gebrauch hat sich daher die einkommensteuerrechtliche Definition durchgesetzt. Danach ist ein Gewerbe grundsätzlich jede wirtschaftliche Tätigkeit, die auf eigene Rechnung, eigene Verantwortung und auf Dauer mit der Absicht zur Gewinnerzielung betrieben wird. Das schließt also auch den Gewerbetreibenden nach § 1 (2) 2. HS HGB ein, nicht wahr?
.
Von einem "Klein"gewerbe weit und breit keine Spur. Anders hingegen der Kleinunternehmer, § 19 UStG. Siehe hierzu auch meinen Tip, dessen Link ich wegen der Spam-Begrenzung unten anfüge.
.
Dann der "Klein"gewerbetreibende im Kontext deiner Frage: "Nun möchte ich gerne ein Kleingewerbe eröffnen"
.
Hier ist zu erkennen, dass du dir keinerlei Gedanken gemacht hast, ob es sich wirklich um eine gewerbliche oder um eine selbständige Tätigkeit handelt. Zugegebenermaßen sind hier die Grenzen fließend - aber wie willst du denn anderen Personen die Steuererklärung anfertigen, wenn du eine solche Position nicht beziehen kannst? Ist nicht böse gemeint, und wie gesagt, du kannst diese Rechtsstellung auch nennen wie du magst. Allerdings ist es sinnvoll, dann auch dazuzusagen, was der Inhalt des Begriffes sein soll.
.
Ist nicht böse gemeint, und wie gesagt, du kannst diese Rechtsstellung auch nennen wie du magst. Allerdings ist es sinnvoll, dann auch dazuzusagen, was der Inhalt des Begriffes sein soll.
.
Meine Bankausbildung hab ich 1993 übrigens mit 98 von 100 Punkten bestanden.
.
http://www.gutefrage.net/tipp/kleinunternehmer