Frage von mieter1964, 72

Darf ich meinem neuen Vermieter die Wahrheit sagen?

Nun ist es soweit. Unser Vermieter hat einen Käufer gefunden der sein Haus kauft in dem wir seit 18 Jahren wohnen. Nun sind hier erhebliche Mängel am Haus die der Vermieter dem Käufer bestimmt noch nicht erzählt hat. Am Mittwoch kommt der neue Vermieter zu uns und möchte auch schon mal ein paar Sachen aus messen dem wir zugestimmt haben. Darf ich den neuen Vermietern die Mängel erzählen und zeigen bevor diese den Kaufvertrag unterschreiben?

Antwort
von Interesierter, 72

Natürlich darfst du ihm das sagen. 

Nur stellt sich die Frage, ob das eine gute Idee ist. Kommt aufgrund deiner Aussage der Kaufvertrag nicht zustande, hast du es weiter mit dem alten Vermieter zu tun. Wenn dieser dahinter kommt, dass die Absage aufgrund deiner Aussage zustande kam, wird er darüber nicht begeistert sein. 

Ausserdem wäre ein neuer Vermieter ein neuer Ansprechpartner, bei dem du dann deine Ansprüche auf Mängelbeseitigung vortragen könntest. 

Um ehrlich zu sein, ich würde dem Interessenten nichts sagen, solange du nicht gefragt wirst. 

Antwort
von DerHans, 68

Wenn du wahrheitsgemäß auf Mängel hin weist, kann dir das niemand verbieten. 

Das gilt vor allem, wenn du diese dem jetzigen Eigentümer bereits bemängelt hast.

Du darfst das Haus natürlich nicht wissentlich schlecht reden, nur damit der Käufer abspringt, und ihr wohnen bleiben könnt.

Kommentar von Interesierter ,

Die Frage ist nur, ob das eine gute Idee ist. 

Falls der Vertrag aufgrund der Aussage des Fragestellers die Immobilie nicht kauft, hat es der Fragesteller weiter mit dem alten Vermieter zu tun, der darüber sicherlich nicht sehr glücklich ist. Das Verhältnis würde sich wohl weiter verschlechtern.

Von daher halte ich es für ratsam, sich aus dieser Geschichte so weit wie möglich raus zu halten. 

Expertenantwort
von bwhoch2, Community-Experte für Mietrecht, 49

Wie "Interesierter" schon schrieb: Was hättest Du für einen Nutzen davon?

Es ist allein Aufgabe des Käufers, nach Mängel zu forschen. Wenn er Dich gezielt fragt, dann gib ehrliche Antworten. Wenn er nicht fragt und was nicht entdeckt, dann ist das seine Sache.

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Mietrecht & Vermieter, 54

Du darfst auf Fragen ehrlich Antworten und ich würde das Gespräch so lenken, dass der Käufer die richtigen Fragen stellt.

 Über Mängel bzw. defekte Sachen darf man reden; man sollte nur keinen negativen Sachen über den jetzigen Vermieter sagen!

Antwort
von Michi1010, 61

Ich wäre hier vorsichtig.

Habt ihr die Mängel dem alten Vermieter schon mitgeteilt ? Wenn ja, kann man ja vorsichtig beim neuen nachfragen ob diese Mängel dann beseitigt werden.

Sollte der neue Vermieter nach Mängeln fragen, würde ich diese aber angeben.

Antwort
von priesterlein, 54

Falls er danach fragt, oder falls der Mieter in der Lage ist, so ein heikles Thema gesittet anzusprechen, darf er das sicher.

Antwort
von TrudiMeier, 36

Was versprichst du dir davon? Du weißt doch gar nicht, ob er die Mängel verschwiegen hat. Wenn er das nämlich nicht hat, dann hinterlässt du gleich einen guten Eindruck bei deinem neuen Vermieter.....

Kommentar von DerHans ,

Wenn der neue Eigentümer Eigenbedarf anmeldet, ist da mit dem Verhältnis sowieso nichts mehr zu kitten.

Antwort
von Mignon2, 52

Ob dein alter Vermieter dem neuen Eigentümer die Mängel verschweigt, weißt du erstens gar nicht und zweitens geht es dich auch nichts an. Das ist eine Angelegenheit ganz alleine zwischen den beiden. Wenn du dich einmischt, könnte das Schadenersatzansprüche gegen dich nach sich ziehen, wenn du Pech hast.

Kommentar von DerHans ,

Die Wahrheit kann man nicht verbieten.

Kommentar von bwhoch2 ,

Aber man muss auch nicht alles hinaus posaunen.

Antwort
von lohne, 34

Welchen Sinn hat es aus deiner Sicht, zu petzen?

Antwort
von bikerin99, 45

Wir haben Meinungsfreiheit, also kannst du es. Warum also nicht. Dein bisheriger Vermieter wird keine Freude haben.

Kommentar von Interesierter ,

Meinungsfreiheit ist was ganz anderes. Aber du hast natürlich Recht, er darf es dem Interessenten sagen. 

Ob das eine gute Idee ist, steht auf einem anderen Blatt. Stell dir vor, der Interessent springt ab und der alte Vermieter bekommt heraus, woher die Information kam. 

Kommentar von bikerin99 ,

Was kann er (Vermieter) dann machen? Kündigen ist aus diesem Grund ja nicht möglich.

Kommentar von Interesierter ,

Um einen Mieter zu "ärgern", braucht man ihm keine Kündigung zu schicken. Ab und an eine Abmahnung wegen Ruhestörung, Mängel nicht abstellen, eine Mieterhöhung (im gesetzlichen Rahmen), hier und dort die Nebenkostenabrechnung etwas "optimistisch" gestalten. Manche Vermieter können da sehr erfinderisch werden. 

Ein neuer Vermieter wäre evtl. auch eine neue Chance, dass die Mängel endlich abgestellt werden.

Antwort
von hauseltr, 37

Ich sage es mal so: wer sich ein Haus kauft und keinen Bausachverständigen einschaltet, der spart am falschen Ende.

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