Darf ich meine Miete mindern, wenn die Fenster undicht sind und meine Heizkosten deswegen steigen?

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9 Antworten

Bevor du die Miete mindern kannst, solltest du deine Vermieterin schriftlich (per ES) über den Mangel informieren und darum bitten das dieser Mangel bis zum ...    abgestellt wird (kann ja vllt. auch eine Reparatur sein).

Für den Fall das der genannte Termin fruchtlos verstreicht kündigst du ab ... eine Mietminderung von ... % an.

Ja, ich habe gelesen, dass deine Vermieterin weiss das die Fenster undicht sind. Aber für den Fall der Fälle, musst du schriftlich mit ihr kommunizieren.

Ich hatte bei meiner defekten Therme eine Frist von 14 Tagen und eine Minderung von 15% angesetzt. Nun gut, innerhalb von 14 Tagen hat es nicht geklappt. Aber nach 4 Wochen kamen dann die Handwerker ; ))

Ich wünsch dir was..

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Kommentar von PeterBlumenkohl
22.09.2016, 14:25

Ich werde es mal genau so versuchen. Danke für den Tipp!

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... aber ein Vermieter kann doch gar keine "dichten" Fenster liefern, was bitte soll dies denn auch sein?

Zudem fürchte ich, daß so etwas mietvertraglich gar nicht abverlangt wurde von Dir.

Somit: Viel Glück.

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Schon mal mit einer einfachen Schaumgummiabdichtung mit Klebestreifen  für € 4,50 aus dem Baumarkt für Abhilfe gesorgt?

Nicht jeder kleine Mangel muß gleich einen Neubau des gesamten Gebäudes erfordern!?!

Ist diese einfache Lösung dem Handwerkerkumpel nicht geläufig?


Die Vermieterin hat in einem Gespräch am Anfang des Jahres auch
beiläufig erwähnt, dass die Fenster saniert werden im Laufe des Jahres.


Das Jahr ist noch jung und die Vermieterin hat vielleicht auch die kleinere Lösung parat!?!


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Man hast Du ein Glück!

Nach dem Fenstertausch hast Du vielleicht Schimmel in der Bude und trotzdem hohe Heizkosten.

Ich denke mal, die Glasscheiben fehlen nicht und Durchzug gab es auch nicht ständig, deshalb erkannte erst Dein Kumpel, dass die Fenster "undicht" sind.

Die normaldichten Fensterfugen sorgen für eine permanente Feuchteabfuhr aus den Wohnräumen durch einen ständigen leichten Luftaustausch und wirken damit der Schimmelbilding entgegen.

Durch diese Feuchteabfuhr bleibt die Wohnung in gewissem Maße trocken. Dadurch sind auch die Wände halbwegs trocken. Trockene Wände besitzen einen hohen Dämmwert, was für geringe Heizkosten sorgt.

Durch den Einbau neuer, luftdichter Fenster steigt die durchschnittliche Raumluftfeuchte definitiv an. Die Wände werden dadurch aber auch feuchter, der Dämmwert sinkt und die Heizkosten steigen.

Wenn es durch die Fensterritze zieht, hilft Fensterdichtband, ansonsten würde ich froh über solche Fenster sein, die noch einen gewissen Luftaustausch zulassen.

Hohe Heizkosten entstehen durch ein falsches Heizverhalten. Wenn man die Heizung mit jedem Verlassen der Wohnung runter dreht und nachts auch fleißig die Temperatur absenkt, bekommt man feuchte Wände und dadurch hohe Heizkosten.

Der Grund für das Auffeuchten der Wände ist einfach: Die Wände sind thermisch sehr träge. Beim Wiederanheizen der Räume wird zuerst die Raumluft erwärmt, danach erst erwärmt sich die thermisch träge Wand.

In dieser Zeit ist die Differenz zwischen der Raumlufttemperatur und der Wandoberflächentemperatur sehr hoch. Diese Temperaturdifferenz führt aber zu einem übermäßig starken Ansteigen der Luftfeuchte im Wandoberflächenkontakt, was die Wand auffeuchtet und den Dämmwert sinken lässt.

Ein gleichmäßiges Durchheizen - ggf. auf geringem Niveau - sorgt für eine geringe Temperaturdifferenz zwischen der Wandoberfläche und der Raumluft. Dadurch steigt die rel. Luftfeuchte im Wandoberflächenkontakt durch Luftauskühlung nicht so stark an. Die Wand belibt relativ trocken und dämmfähig.

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Grundsätzlich würde ich bei einem Mieterschutzverein nachfragen. Es gibt aber definitiv die Möglichkeit mit der Vermieterin noch mal ein Wort zu wechseln bezüglich des schnellen Austausch der Fenster. Sollte sie den ganzen nicht nachkommen, wärest du auch dann im Recht die Miete zu kürzen. Allerdings bevor man die Miete kürzt, immer erst mal einen anderen Weg suchen.

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Kommentar von TrudiMeier
22.09.2016, 12:56

Wenn ein Fenster undicht ist, muss man es nicht zwangläufig gleich austauschen. Oft ist es völlig ausreichend, die Fenster neu abzudichten oder nur neu einzustellen. Offensichtlich regnets ja nicht rein.

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Dazu läßt Du dich am besten fachlich beraten.

Fachanwalt für Mietrecht oder Mieterbund.

Als Laie kann man da viel falsch machen und hat im Handumdrehen Mietschulden.

Allerdings wenn Du 3 Jahre nicht mal gemerkt hast das die Fenster etwas undicht sind, sehe ich schwarz für eine Mietminderung.

Was verstehst unter viel heizen?

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Darf ich meine Miete mindern, wenn die Fenster undicht sind und meine Heizkosten deswegen steigen?

Die Heizperiode beginnt erst Oktober.

Wie kann ich am besten vorgehen? Darf ich ein schreiben aufsetzen in den ich so argumentiere? Wer setzt fest um welche Summe ich die Miete mindern darf?

Das lässt man am Besten einen Fachmann (Anwalt für Mietrecht) machen.

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Du musste zunächst den VM schriftlich auf den Mangel hinweisen und eine angemessene Frist zur Behebung setzen.

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Nein, erst muß du deinen Vermieter nachweisbar schriftlich auffordern den zugesagten Austausch der Fenster vor nehmen zu lassen, ihm eine Frist setzen. Bevor du die Miete minderst solltes du dich beim Mieterverein/Anwalt erkundigen ob das überhaupt möglich/zulässig ist. Die Kosten für die neuen Fenster wird dein Vermieter auf deine Miete aufschlagen. Mit dichten Fenstern muß du mehr lüften um Feuchteschäden/Schimmel zu vermeiden.

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Kommentar von johnnymcmuff
22.09.2016, 20:23

Die Kosten für die neuen Fenster wird dein Vermieter auf deine Miete aufschlagen.

Das sehe ich als Vermieter  :-) anders.

Es ist eine Reparatur und somit Vermietersache.

Das ist keine Modernisierung!

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