Frage von Kollektivgeist, 375

Darf ich im Ernstfall einen Einberufungsbefehl verweigern, wenn dadurch nur Interessen von Verbündeten aus Drittstaaten befriedigt werden?

Würde mich nur zum Schutz der eigenen Zivilbevölkerung einberufen lassen, für alles andere bin ich mir ehrlich gesagt zu schade. Bin kein niederer Sklave irgendwelcher Kriegstreiber und Medienhetzer, die ich nicht mal beim Namen kenne. Wünsch mir Solidarität zwischen Europa und Russland. Meine Frage steht oben. Lg aus Österreich

Antwort
von fernandoHuart, 199

Das "Nur" in deine Frage ist ein echte Knüller.

Wenn dein Land Dich einzieht, geht es primär um die Interesse deinen Land. Auch wenn es nicht so nobel aussieht wie im Fernsehen, kein Land der Welt unterstützt ein andere ohne sich dabei Vorteile zu versprechen.

Da heut´zu Tage Niemand mehr erschossen wird der nicht will, ist es deine Sache ob Du mit oder gegen macht.

Mit Strafe musst Du rechnen. Nicht kostet weniger als gegen.

Zivilschutz ist auch sehr OK. Und unterstützt indirekt auch die Interessen eine verbündete Drittstaat, der sich so nicht darum kümmern musst die Zivilisten ein befreundete Staat zu schützen.

Kann machen was Du willst. In moderne Zeiten kommt Krieg zu Dir, Du musst nicht mehr hin.

Kommentar von Weinberg ,

ja, mein Grossvater musste seinerzeit auch die Interessen seines Landes verteidigen. In Stalingrad....

Und heute werden die deutschen Interessen in Afghanistan verteidigt...

Kommentar von fernandoHuart ,

Jeder weißt jetzt dass der Angriff auf Russland und der Tragödie von Stalingrad, schreiben wir nichts über andere Städte, nicht die Interesse von Deutschland dienten. Die Leute die während der 1ste und 2te WK starben waren zumeist arme Teufeln die keinen Wahl hatten zwischen 2 totalitäre Regimen.

Afghanistan ist echt ein Ausnahmefall. Da gibt es reichlich von NIchts zu holen. Sobald die Fremden wegziehen geht die Stammkrieg weiter. Außer die sparliche Hilfe die dort gewährleistet wird, besteht der Rest nur aus Erfahrungsammlung für die Soldaten.

Ein extrem fraglich Einsatz die nur ein korrupte Puppenregierung unterstützt, meiner Meinung nach.

Trotzdem. Wenn dadurch Menschen einigermassen leben können wie sie es möchten, sparrt es Deutschland andere Probleme wie man es genauer weißt. 

Antwort
von D4r10, 35

In Deutschland kann man an sich nur im Verteidigungsfall eingezogen werden und dann geht die Kommandogewalt an den Kanzler bzw an die Kanzlerin. Wie die Gesetze dann geändert werden können etc. steht alles im Grundgesetz ab Artikel 115 beginnend. Ansonsten steht weiter vorne im Grundgesetz das niemand zum Dienst an der Waffe gezwungen werden kann wenn Ethische und Moralische Gründe dagegen sprechen etc. 

Das gilt für Deutschland. Könnte für den ein oder anderen ja was völlig neues sein....

Antwort
von josef050153, 59

Selbst wenn du einen Einberufungsbefehl ohne Ernstfall verweigerst,  bist du ganz schön in der Bredoullie.

Antwort
von 1988Ritter, 71

Für Deutschland kann ich Dir sagen, dass wir hier sogenannte Notstandsgesetze haben. Die Notstandsgesetze können jegliche Form von Recht und demokratischen Ansprüchen außer Kraft setzen.

Für Österreich wird das ähnlich sein.

Notstandsgesetze sind eigentlich in allen Ländern mit demokratischen Grundzügen gegeben. Die Notstandsgesetze sollen gewährleisten, dass man im Fall eines Notstandes direkt reagiert, und nicht wie gewohnt demokratisch diskutiert.

Für den von Dir angesprochenen Fall hast Du einer Einberufung Folge zu leisten. Tust Du dies nicht, hast Du den Status eines Fahnenflüchtigen, und kannst nach Militärrecht sofort standrechtlich erschossen werden.

Erkundige Dich also nach den Notstandgesetzen Deines Landes.

Antwort
von Christi88, 237

Wenn das was in deiner Fragestellung steht auch deine Begründung seien würde, nein. Gutes Beispiel dafür war Muhammad Ali. ^^

Antwort
von Apfelkind1986, 137

Können ja, dürfen nein.

Du musst dann halt die Konsequenzen tragen. In Deutschland steht darauf bis zu 5 Jahre Gefängnis. In Österreich wird es nicht viel anders sein.

Kommentar von LemyDanger57 ,

In Deutschland steht darauf bis zu 5 Jahre Gefängnis.

Echt? Wir haben doch gar keine Wehrpflicht (mehr) in Deutschland.

Kommentar von Ontario ,

Wenn Notstandsgesetze umgesetzt werden müssen, dann spielt das keine Rolle, ob wir eine Wehrpflicht haben oder nicht. Da werden zunächst diejenigen einberufen, die mal bei der BW gewesen sind ,neben den aktiven Soldaten die sofort zur Verfügung stünden. Reicht das nicht aus, werden "verwendungsfähige" Personen verpflichtet, zugewiesene Aufgaben zu erledigen.

Antwort
von dimawowaputjew, 196

Du kannst doch den Dienst an der Waffe verweigern! Ein Drittel deiner Landsmänner, welche eingezogen werden sollen, machen das auch...

Kommentar von Kollektivgeist ,

Den Präsenzdienst hab ich schon abgeleistet, ich spreche hier von der Einberufung in einem möglichen Ernstfall. Hoffe natürlich nicht, dass es soweit kommen wird, eine Garantie gibt es jedoch nicht dafür. 

Kommentar von dimawowaputjew ,

Naja, wenn du noch keine 50 bist... aber selbst in der Truppe könntest du immernoch verweigern. Ansonsten halt bis zu 1 Jahr Haftstrafe in Kauf nehmen und einfach nicht erscheinen.

Kommentar von Kollektivgeist ,

Würde die anderen Soldaten vermutlich dazu aufstacheln, dass selbe zu tun. Alle können sie nicht in den Knast stecken, dann müssten sie ihren bescheuerten Krieg alleine austragen :D 

Kommentar von dimawowaputjew ,

Dann gibts aber mindestens 6 Monate bis zu 5 Jahre))))

Kommentar von pn551 ,

Glaube mir, die haben ihre Mittel und Wege.

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