Frage von RobRockstar, 107

Darf ich gegen meinen Fahrschullehrer klagen wenn ich mich betrogen fühle?

Hallo com! Meine Freundin ist derzeit dabei, ihren Führerschein zu machen. Allerdings fühlt sie sich mehr oder weniger von ihrem Fahrschullehrer betrogen... Sie hat nun mittlerweile 32 Fahrstunden auf dem Konto und durfte noch nicht mal auf der Autobahn fahren. Sie langweilt sich regelrecht während der Fahrt weil sie nichts neues lernt bzw. in Ihren Augen alles Beherrscht. Ich hingegen, ohne anzugeben, war nach 22 Fahrstunden mit den Fahrstundenprogramm Fertig(andere Fahrschule). Deswegen hat mich das selbst sehr skeptisch gemacht. Nun kam mir der dumme Gedanke in den Kopf, möglicherweise gegen die Fahrschule zu klagen. Ich meine sind wir mal ehrlich, jede Fahrstunde kostet Geld und je mehr es werden desto teuer wird es für meine Freundin. Könnt ihr mir sagen ob sowas legitim wäre, die Fahrschule wegen "abzocke" zu verklagen? Danke im voraus!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Vollstreckerin, 31

Hallo,

man darf alles, solange man kein Gesetz übertritt, aber ums "Dürfen" geht es nach meiner Meinung bei Deiner Frage nicht.

Das Problem habe ich verstanden, es dürfte aber wohl eher nicht justitiabel sein. Mit Deiner Formulierung, den Fahrlehrer zu verklagen, meinst Du vermutlich, in zivilrechtlichem Wege auf Schadensersatz in Anspruch zu nehmen. Du müßtest ihm vor Gericht beweisen, dass er die Fahrstunden eigennützig ausgedehnt hat, anstatt die Fahrschülerin zielstrebig auf die Prüfung vorzubereiten. Das kann man nicht beweisen, zumal beim Fahrlehrer auch sibjektive Eindrücke eine Rolle spielen, wie er persönlich die Fahrschülerin einschätzt, also nicht nur nach ihren objektiven Fahrleistungen, sondern auch nach ihren individuellen Persönlichkeitseigenschaften und das ist alles absolut nicht justitiabel.

Den Begriff der "Abzockerei" gibt es im deutschen Recht nicht.

Mit all´ dem kommst Du bei keinem Gericht durch! Im Strafrecht gleich gar nicht, wenn man jetzt versuchen würde, irgendwelche Strafvorwürfe zu konstruieren ...

Das hat alles keinen Sinn!
Deine Freundin sollte viel besser, unter Zeugen möglichst, den Fahrlehrer zur Rede stellen und auf die sich ergebene Propblematik direkt ansprechen und von ihm einen konkreten "Fahrplan" verlangen, wie sie jetzt schnellstmöglich zur Prüfung kommt. Mit "Fahrplan" ist gemeint, dass er ihr konkret sagen soll, wieviele Stunden nach seiner Meinung nötig sind, damit sie dem Prüfer vorgestellt werden kann. Sie kann durchaus versuchen, leicht Druck zu machen, indem sie ihren Eindruck der Abzockerei darlegt.

Wenn ihr die Antwort des Fahrlehrers nicht gefällt, sollte sie mal ernst mit dem Chef von der Fahrschule reden und ihm darlegen, dass es sich da um einen groben der Abzockerei hanbdelt und dass der Fahrlehrer wohl eher ungeeignet ist, da er auf Umsatz arbeitet, nicht auf zielstrebige Vorstellung zur Prüfung. Das macht einen sehr schlechten Ruf!

Es gibt übrigens auch einen der Verband der Fqwhrehrer und / oder Fahrschulen. Da könnte sie auch versuchen, Druck zu machen und den Verein da mal richtig ansch****.

Je nachdem wie ihr das liegt, kann sie im Gespräch natürlich auch durchzusetzen versuchen, dass sie ein paar Fahrstunden mal unentgeltlich bekommt oder zum halben Preis meinetwegen. Es geht hier eben darum, einerseits im Gespräch entsprechend auftreten zu können, dass Druck entsteht und andererseits eben auch handeln zu können, also zu versuchen, mal paar Euro günstiger bei wegzukommen. Das kann man jetzt hier nicht so pauschal schreiben, ergibt sich eben im Gespräch und auch abhängig davon, wie gut es die Gegenseite kann und wie sie reagiert.

Wenn Deine Freundin das nicht kann oder nicht zu können glaubt, dann muß sie sich jemand als Verstärkung suchen, der mal richtig anständig poltern kann.

Ist wie inb der Tierwelt: aufbäumen, aufplustern, lautes Geschrei veranstalten, große, starke Freunde mitbringen ...

Viele Grüße Vollstreckerin

Antwort
von sacredrain, 60

Hat deine Freundin den Fahrschullehrer denn mal gefragt, warum er sie weiter fahren lässt? Ansonsten kann sie natürlich auch die Fahrschule wechseln.

Antwort
von Rockuser, 42

Ob man das nun als Betrug sehen kann bezweifle ich.

Ob Du das überhaupt beurteilen kannst, ebenfalls.

Ob deine Bekannte zu dusselig zum Auto fahren ist, kann ich so nicht beurteilen.

Fakt ist aber, das Du nichts machen kannst. Die Klage muss deine Bekannte schon selber. machen.

Antwort
von Mattea9983, 56

die können sie ja nicht dazu zwingen

warum macht sie das mit?

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