Frage von la7joconde, 33

Darf ich einen Artikel für den Preis kaufen, auch wenn er falsch beschildert war?

Hi, ich war heute einkaufen und ich kaufte einen Artike mit einer Preisbeschilderung von 1,99 €. An der Kasse zeigte der Computer 7,99 €. Wie verhält sich die Sache rechtlich: hätte ich darauf bestehen können die Ware für 1,99 € zu bekommen, oder war es in Ordnung, dass der Kassierer den Artikel nicht für den Preis geben wollte. Danke für eure Hilfe. joconde

Antwort
von juergenkrosta, 8

Hallo,

die Preisauszeichnung ist juristisch gesehen kein konkretes Angebot an dich, sondern eine Aufforderung zur Abgabe einer Willenserklärung: "..ja, das will ich gerne kaufen..."

An der Kasse kommt der eigentliche und verbindliche Vertrag zustande, indem der Verkäufer auch sagt: ".. ja, ich will das an dich verkaufen..."

Bemerkt er seinen Irrtum bei der Preisauszeichnung, kann er jederzeit sagen, dass er das Angebot in der Form nicht aufrecht erhält.

Ein Vertrag kommt immer nur durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen zustande.

LG Jürgen

Antwort
von grisu2101, 29

Er hätte es Dir meiner Meinung nach für 1,99 geben müssen.

Das ist schonmal irgendwo vorgekommen, und wenn ich mich recht erinnere ging es wohl um eine wertvollere Sache, und der Händler unterlag vor Gericht, so habe ich es im Hinterkopf....

Kommentar von grisu2101 ,

- Muss der Händler nicht, Lösung steht hier:

https://www.wbs-law.de/rechtsfall-des-tages/falsche-preisauszeichnung-27801/

Bin mir aber sicher daß da mal etwas anders entschieden wurde.... egal.

Antwort
von Michia12, 24

Nein du kannst nicht darauf bestehen.

Antwort
von bartman76, 12

Der Kaufvertrag kommt erst an der Kasse zustande. Dort wird der Preis "gemacht" der gilt. Theoretisch könntest du dort auch handeln.

Antwort
von schmiddihb, 22

Der Kaufvertrag bzw die Willenserklärung kommt an der Kasse zustande. Der Preis in der Kasse ist gültig. Alles andere geschieht aus Kulanz.

Antwort
von Cimdera, 15

Leider: nein!

Antwort
von millohi, 32

Stand der Preis direkt am Artikel oder am podukt.

Ich würde sagen, du dafür darauf bestehen, dass sie ihn wieder "ausscannt" aber auf den niedrigeren Preis darfst du nicht bestehen.

Es hätte sich auch irgend ein fremder einen Spaß machen können und den Preis daran kleben können...

Kommentar von millohi ,

du darfst nicht: du dafür

Antwort
von henzy71, 19

Wenn der Preis auf das Produkt selber etikettiert war - also jedes Exemplar einzel mit Preisetikett versehen und alle andere Exemplare hatten den Preis 7.99, dann liegt es nahe, dass jemand von ausserhalb (vielleicht sogar du) den Preis 1x geändert hat. Das ist natürlich nicht rechtens. Wenn aber nicht jedes Exemplar ein Preisetikett hat und der Preis nur 1x ausgeschildert ist, wie heute allgemein üblich, dann müssen sie dir den Artikel zum ausgeschilderten Preis verkaufen - auch wenn dieser Fehlerhaft ist.

Gruß

Henzy

Kommentar von franneck1989 ,

Unsinn. Der Vertrag kommt erst an der Kasse zustande, der Händler kann das Angebot des Käufers problemlos ablehnen.

Kommentar von henzy71 ,

Habe ich inzwischen wohl auch schon gelesen. Das ist wohl die juristische Situation in Deutschland. Hier in Belgien ist es etwas anderes. Und ich dachte wir hätten ein vereintes Europa und das wäre das Gleiche..... Die Lage in Belgien kann man hier nachlesen:

http://www.standaard.be/cnt/dst25022003_090

Da ist auf Niederländisch und das beherrscht hier logischerweise nicht jeder, also hier mal kurz eine Zusammenfassung des dort erwähnten auf Deutsch.

Ein Werbeprospekt wo ein falscher Preis genannt wird, da kann der Händler sich auf den Fehler berufen und muss die Ware nicht unbedingt zu diesem Preis anbieten. Fehler im Laden jedoch sind etwas anderes. Wenn beispielsweise ein Anzug, der normalerweise 500€ kosten sollte, als Preis jedoch nur 50€ ausgeschildert sind, dann ist sonnenklar, dass es ein Irrtum ist und der Händler braucht den Anzug nicht für 50€ zu verkaufen. Falls er jedoch für 300€ angeboten wird, weißt der Kunde zwar, dass ein Schnäppchen ist, aber von einem Fehler kann er nicht ausgehen. Wenn er dann darauf besteht, muss der Händler den Anzug für 300€ verkaufen. Wenn er sich weigert kann der Kunde auf zivilrechtlichem Weg den Preis von 300€ einfordern und dieser Prozess wird der Händler verlieren, vorausgesetzt der Kunde kann die Sachlage beweisen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten