Darf ich ein Wohnmobil parken?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Inwieweit dein Fahrzeug an seinem Standort eventuellem Vandalismus ausgesetzt sein kann, musst du selbst entscheiden. Wenn du ein schlechtes Bauchgefühl hast, dann solltest du es vielleicht woanders abstellen. In unserer Straße stehen seit Jahren 2 Wohnmobile und sind bis heute nicht beschädigt worden. Das hängt aber auch von der jeweiligen Wohngegend ab.

Für ein Wohnmobil gelten dieselben Regeln zum Parken wie für andere Kraftfahrzeuge auch. Überall wo du dein Fahrzeug nach der Straßenverkehrsordnung parken darfst, kannst du das Fahrzeug im öffentlichen Verkehrsraum so lange abstellen, bis dein Fahrzeug zum TÜV muss. Ein Umsetzen ist nicht erforderlich.

Hier die entsprechende Vorschrift aus der Straßenverkehrsordnung:

§12 Halten und Parken

 (1) Das Halten ist unzulässig

1.an engen und an unübersichtlichen Straßenstellen,

2.im Bereich von scharfen Kurven,

3.auf Einfädelungs- und auf Ausfädelungsstreifen,

4.auf Bahnübergängen,

5.vor und in amtlich gekennzeichneten Feuerwehrzufahrten.

 (2) Wer sein Fahrzeug verlässt oder länger als drei Minuten hält, der parkt.

 (3) Das Parken ist unzulässig

1.vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen bis zu je 5 m von den Schnittpunkten der Fahrbahnkanten,

2.wenn es die Benutzung gekennzeichneter Parkflächen verhindert,

3.vor Grundstücksein- und -ausfahrten, auf schmalen Fahrbahnen auch ihnen gegenüber,

4.über Schachtdeckeln und anderen Verschlüssen, wo durch Zeichen 315 oder eine Parkflächenmarkierung (Anlage 2 Nummer 74) das Parken auf Gehwegen erlaubt ist,

5.vor Bordsteinabsenkungen.

 (3a) Mit Kraftfahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse über 7,5 t sowie mit Kraftfahrzeuganhängern über 2 t zulässiger Gesamtmasse ist innerhalb geschlossener Ortschaften

1.in reinen und allgemeinen Wohngebieten,

2.in Sondergebieten, die der Erholung dienen,

3.in Kurgebieten und

4.in Klinikgebieten

das regelmäßige Parken in der Zeit von 22.00 bis 06.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen unzulässig. Das gilt nicht auf entsprechend gekennzeichneten Parkplätzen sowie für das Parken von Linienomnibussen an Endhaltestellen.

 (3b) Mit Kraftfahrzeuganhängern ohne Zugfahrzeug darf nicht länger als zwei Wochen geparkt werden. Das gilt nicht auf entsprechend gekennzeichneten Parkplätzen.

 (4) Zum Parken ist der rechte Seitenstreifen, dazu gehören auch entlang der Fahrbahn angelegte Parkstreifen, zu benutzen, wenn er dazu ausreichend befestigt ist, sonst ist an den rechten Fahrbahnrand heranzufahren. Das gilt in der Regel auch, wenn man nur halten will; jedenfalls muss man auch dazu auf der rechten Fahrbahnseite rechts bleiben. Taxen dürfen, wenn die Verkehrslage es zulässt, neben anderen Fahrzeugen, die auf dem Seitenstreifen oder am rechten Fahrbahnrand halten oder parken, Fahrgäste ein- oder aussteigen lassen. Soweit auf der rechten Seite Schienen liegen sowie in Einbahnstraßen (Zeichen 220) darf links gehalten und geparkt werden. Im Fahrraum von Schienenfahrzeugen darf nicht gehalten werden.

 (4a) Ist das Parken auf dem Gehweg erlaubt, ist hierzu nur der rechte Gehweg, in Einbahnstraßen der rechte oder linke Gehweg, zu benutzen.

 (5) An einer Parklücke hat Vorrang, wer sie zuerst unmittelbar erreicht; der Vorrang bleibt erhalten, wenn der Berechtigte an der Parklücke vorbeifährt, um rückwärts einzuparken oder wenn sonst zusätzliche Fahrbewegungen ausgeführt werden, um in die Parklücke einzufahren. Satz 1 gilt entsprechend, wenn an einer frei werdenden Parklücke gewartet wird.

 (6) Es ist platzsparend zu parken; das gilt in der Regel auch für das Halten.

Erlaubt ist das schon, von den Anwohnern aber meistens nivht besonders gewünscht. Meistens passiert wohl nichts, allerdings in entsprechenden Gegenden können die Aggressionen in Einzelfällen dazu führen, dass jemand das Fahrzeug beschädigt. Wir freuen uns jedenfalls nicht, wenn unsere Parkplätze vorm Haus monatelang durch Wohnmobile blockiert sind, aber hier wird dennoch kein Fahrzeug beschädigt. Also, überlege Dir einen Verträglichen Weg. Verbieten kann Dir das Parken an der Straße niemand. Gemietete Stellplätze gibt es auch, aber die sind oft weit weg und teuer.

Kommentar von Schnarchix
19.11.2015, 09:55

Wenn es erlaubt ist, dann ist es erst einmal von den Anwohnern hinzunehmen. Wenn ein Anwohner das Wohnmobil eines anderen Anwohners beschädigt, dann ist er wohl neidisch... ;-)

Und wenn der Wohnmobilbesitzer im Recht ist, warum soll dann ausgerechnet er sich einen verträglichen Weg überlegen? Frei nach dem Zitat aus einem Gedicht von Oskar Blumenthal: "... und die Dummen fassten den Mehrheitsbeschluss, dass stets der Klügere nachgeben muss"?

0

Von der Versicherungsseite her kann ich es als Spezialist für Wohnmobilversicherung nicht empfehlen. Es gab ja schon viele andere Menschen vor dir, die diese Idee hatten. Alle haben diese Idee nur mit Geld bezahlen können, weil unkannte die Fahrzeuge beschädigt haben und Unfallflucht begangen haben. Die Kunden durften dann die Selbstbeteiligung selber tragen und die Rückstufung in Kauf nehmen. Umgerechnet wäre ein Stellpaltz dann günstiger gewesen.

Ein Wohnmobil darf nicht mehrere Tage am normalen Straßenrand geparkt werden, such Dir einen Stellplatz.

Kommentar von Schnarchix
18.11.2015, 20:26

Ein Wohnmobil muss als Kfz nicht umgeparkt werden. Auf 14 Tage begrenzt ist lediglich das Parken von Wohnwagen als Anhänger (§ 12 Abs. 3b STVO).

0
Kommentar von Schnarchix
19.11.2015, 09:44

Zweiter Anlauf wg. falschem Posting:

Ein Wohnmobil darf, wie jedes andere Kraftfahrzeug auch, so lange am Straßenrand parken bis der TÜV abläuft. Es gelten die Parkregeln für Kraftfahrzeuge der entsprechenden Gewichtsklassen, also bis 2,8 t, bis 3,5 t, bis 7,5t oder darüber.

Ein Stell- oder Campingplatz wird von Wohnmobilfahrern dann aufgesucht, wenn sie im Wohnmobil übernachten wollen. Aber auch da gibt es in Deutschland eine Ausnahme: Zur Wiedererlangung der Fahrfähigkeit darf der Fahrer eines Wohnmobils dort für eine Nacht übernachten, wo ihm auch sonst das Parken nicht verboten ist.

Du verwechselst Wohnmobile (= Kraftfahrzeuge) mit Wohnwagen (=Anhänger). Nicht an Kraftfahrzeuge angekuppelte Anhänger dürfen in der Tat nur 14 Tage am Straßenrand stehen und müssen dann bewegt werden.

1

normal darfst du das, dafür zahlst du ja die kfz-steuer

Das kommt einzig und alleine auf die Straße an. In München dürftest du das nicht parken. Da muss man Anwohnerausweise haben oder sein Fahrzeug ständig umsetzen. Dort ist Dauerparken nicht erlaubt. In einem Dorf auf dem Land vielleicht wohl. Dann muss die Straße auch noch breit genug sein, dass Fahrzeuge noch gut daran vorbei kommen.

Kommentar von Schnarchix
18.11.2015, 20:25

Bei einer Anwohnerparkzone sind die entsprechenden Regeln einzuhalten.

Ein Wohnmobil muss als Kfz nicht umgeparkt werden. Auf 14 Tage begrenzt ist lediglich das Parken von Wohnwagen als Anhänger (§ 12 Abs. 3b STVO).

1

Gegenfrage: Wie hoch ist die zulässige Gesamtmasse deines Fahrzeuge?

Hi. 

Du darfst, sofern dort keine Schilder stehen, die es verbieten. Aber es ist nicht unbedingt zu empfehlen (ärgerliche Anwohner, Vandalismus usw.).

Gruß, earnest

Was möchtest Du wissen?