Frage von Donnie66, 88

Darf ich ein Messer benutzen um einen Angriff zu de-eskalieren?

Antwort
von erklaerbaer95, 73

Das kommt ganz auf den Konflikt an. Sollte es zu einem Prozess kommen, wird beurteilt, ob deine Reaktion "angemessen" war oder nicht. In den meisten Fällen dürfte ein Angriff durch einen Einsatz durch ein Messer nicht deeskalierend wirken.

Antwort
von Donnie66, 60

Zur Klärung: Beim Vater-Kind Zelten haben wir haben ein bisschen Feuerwerk geballert. Ja, das war verboten - weis ich.

Es kamen zwei Männer in der Dunkelheit auf mich zu. Ersten hat eine mich laut angeschrien und ich habe zurück geschrien. Ich wurde von ihm ins Gesicht geschlagen. Ich bin zurück getreten, habe einen Messer gezogen und laut gebrüllt dass er sich nicht nähren sollte und das ich bewaffnet bin. 

Ich habe die beiden nicht angenähert oder das Messer in seine Richtung gehalten, sondern bin ich in ein Verteidigungs-Position gegangen und nur laut gebrüllt. Ich wollte nicht Kämpfen - ich wollte nur Campen.

Nichts weiteres ist passiert. Wir sind auseinander gegangen und das warst.

Habe ich falsch gehandelt?   

Kommentar von Schewi ,

Das war Notwehr und ist ok

Kommentar von RicSneaker ,

Finde ich auch angemessen. Wenn die Gegner in der Mehrzahl sind und du nur dein Sohn dabei hattest (weiß ja nicht wie alt er war), dann kann das echt gefährlich werden. Besonders, wenn man "abgeschieden von der Zivilisation" ist :D

Kommentar von Donnie66 ,

Mein Sohn ist 7. Er stand ca. 3 Meter entfernt.

Und wie Sie bestimmt merken, komme ich nicht aus Deutschland. Mit der gegenwärtige Gewalt gegen Ausländer wollte ich kein Risiko eingehen.

Komischer weise hat nachher die Wärter mich gebeten den Platz zu verlassen aber nicht der Angreifer -er hat behauptet dass er nicht geschlagen hat und sein Kumpel hat es bestätigt.

Die ganze Zeit haben alle mit-Campers zu mir gesagt, " du bist in Deutschland, man darf sich nicht so reagieren. Man darf sich verteidigen ,aber nicht mit einem Messer - nur wenn der Gegner auch ein Messer hat darfst du deins benutzen. Wenn die Polizei kommt, geht's du ins Gefängnis".

Jetzt bekomme ich Angst das es wird zu einem Anzeige kommen. Verstehe ich nicht - mein Messer hat weitere Gewalt verhindert. Sicher, es hätte anders ausgehen können aber hat es nicht. Glück im Unglück.

Ist mein Angst berechtigt? 2 Aussagen gegen meine?

Kommentar von RicSneaker ,

Das ist natürlich schlecht, wenn die beiden jetzt gemeinsame Sache machen und beide das Gegenteil behaupten. Aber du könntest als Zeugen auch deinen Sohn benennen. Man hört ja schon mal diesen Satz "Es gibt 2 Arten von Leuten, die nicht lügen. Betrunkene und Kinder" ^^

Das mit dem Argument, dass der Gegner auch ein Messer haben muss, um sich damit zu verteidigen, ist doch völliger Schwachsinn. In einer Notsituation, ist es mir doch völlig egal, was ich einsetze, um mich zu verteidigen. Da geht es um Leib und Leben.

Zur Notwehr darf man übrigens jedes Mittel nehmen, was man gerade zur Hand hat. Ob diese Situation als Notwehrsituation gewertet wird, weiß ich nicht. Theoretisch eigentlich schon, da es um den Schutz deiner Gesundheit ging.

Antwort
von FloTheBrain, 15

Bei Notwehr ist jedes Mittel erlaubt, was geeignet und erforderlich ist. Stehen mehrere Mitttel zur Auswahl, muss das mildeste und noch geeignete Mittel gewählt werden.

Messer sind da prinzipiell erlaubt. Dabei handelt es sich aber schon um ein sehr drastisches Mittel. Verletzungen mit Stichwaffen sind gefährlicher als welche von Schusswaffen. Die Sterberate ist höher.

Dann wird es ohne neutrale Zeugen schwer zu beweisen, wer Opfer und wer Täter war, wenn der / die Täter unbewaffnet auftrat(en).

Und wenn ihr euch beide mit einem Messer gegenübersteht ist ein Messerkampf die sicherste Art schnell zu sterben.

Ein Pfefferspray ist da die deutlich bessere Alternative.

Antwort
von greenhorn7890, 64

Wieso sollte ein Messer einen Angriff deeskalieren. Da erschließt sich mir der Zusammenhang nicht.

Kommentar von VortexDani ,

er meint wohl zur erhöhten Wahrscheinlichkeit einer wirksamen Abschreckung, falls das Gegenüber nicht in hoffnungsloser Überzahl und (wahrscheinlich) unbewaffnet ist

sehe aber auch keinen Sinn oder Erfolgsgarantie

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