Frage von Dav3se, 47

Darf ich diesen satz in meinem arbeitszeugnis anfechten?

Ich habe von meinem Temporärbüro ein Arbeitszeugnis bekommen. Darin steht zum Teil “xy war ein gelernter Fachman, der seine Arbeit gut ausführte. Mit wenigen Ausnahmen erledigte er die arbeiten zuverlässig.“

Mich stört das wenige ausnahmen aber sie weigern sich das zu ändern da sie das anscheinend so von den Einsatzfirmen zugeteilt bekamen. Doch mir sagte man ein zeugnis muss wohlwollend sein. Was soll ich tun damit sie das ändern?

Antwort
von Christian Sehn, 12

Man kann solche aus dem Zusammenhang gerissene Sätze nur schwer beurteilen ! Allerdings bedeutet dieser Satz tatsächlich, dass man dir keine perfekte Arbeit bescheinigt, sondern eine überwiegend anständige Arbeit mit einigen Ausreißern. Such dir einen guten Anwalt im Arbeitsrecht und versuch den Satz auszubügeln. Das sollte möglich sein, wenn es der einzige Mangel des Arbeitszeugnisses ist. Viel Erfolg !

Antwort
von ChristianLE, 16

Die Frage ist aber, was es für einen Sinn macht, gegen dieses "mit wenigen Ausnahmen" vorzugehen.

Selbst wenn dies wohlwollender formuliert wird, bzw. diese Passage entfernt wird, liegt immer noch ein Arbeitszeugnis vor, dass vielleicht schlecht ist, bzw. mit welchem man sich nicht bewerben sollte.

Allein die Aussage, dass Du die Arbeiten zuverlässig erledigt hast, spricht für ein mäßiges bis schlechtes Zeugnis. Hier wird nämlich keine Aussage über die Qualität des Arbeit getroffen.

Unabhängig davon lässt sich ein Arbeitszeugnis natürlich nur dann beurteilen, wenn es vollständig bekannt ist.

Antwort
von Messkreisfehler, 8

Ohne das komplette Zeugnis (in anonymisierter Form) zu kennen kann dir hier keiner einen vernünftigen Ratschlag geben.

Ein Arbeitszeugnis muss wohlwollend formuliert sein, allerdings muss es auch der Wahrheit entsprechen! Wenn ein Mitarbeiter grottig schlecht war dann steht im Zeugnis halt wohlwollend formuliert das er grottig schlecht war. Es wird allerdings dann nicht im Zeugnis stehen, dass er ein absoluter Profi in dem Bereich war.

Ein Mitarbeiter hat erst mal Anspruch auf ein Arbeitszeugnis mit der "Schulnote" 3. Wenn er ein besseres Zeugnis möchte hat der Arbeitnehmer die Beweispflicht, wenn es schlechter als 3 ist, der Arbeitgeber. Wenn der Arbeitgeber beweisen kann, dass die Leistungen unterirdisch waren, dann kann er das auch im Zeugnis so darlegen.

Antwort
von Kuestenflieger, 16

ja , die wahrheit haben juristen leider aus derartigen zeugnissen verbannt .

Antwort
von DerOnkelJ, 13

Dieser Satz bedeutet eigentlich eine glatte 5! Selbst wenn man das "Mit wenigen Ausnahmen" wegnimmt ist es immer noch eine 4 minus...

Antwort
von Everklever, 10

Ist das ein Arbeitszeugnis aus Deutschland?

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