Frage von Trickster22, 80

Darf ich das Messer nun nicht besitzen (Klingenlänge)?

Also ich weiß zwar das es legal ist ein Messer mit einer Klingenlänge von 12cm zu führen aber wie ist das genau mit anderen? Ich habe mir jetzt schon lange ein Messer rausgesucht (da ich mich für das Thema survival interessiere). Jetzt habe ich endlich ein Messer gefunden, welches meinen vorstellungen entspricht aber (wie hätte es anders sein können) hat es einen Klinge von 13cm. Das Messer ist feststehend. Wie ist das nun? Darf ich es auf meinem Grundstück beispielsweise für Gartenarbeiten usw benutzen oder bezieht sich dieses Verbot tatsächlich auf den gesamten Lebensraum oder nur auf die Öffentlichkeit (zB Innenstadt)? Will nichts illegales veranstalten, deshalb frage ich lieber hier nochmal :) Ich setz den Link vom Messer mal unten rein.

http://www.kotte-zeller.de/Rui-Fahrtenmesser-Serie-Energy-mit-Feuerstarter-Leder...

Antwort
von thundercake, 80

Es gibt einen Unterschied zwischen dem was du machst und dem was du tust. 

Solange du nicht mit einer Machete in der Hand durch die Innenstadt rennst wird dir niemand den Kopf abreißen, wenn du zuhause in deinem Garten mit deiner 13cm Klinge das Unkraut jäten willst. 

Ansonsten kannst du mal z.B hier nachlesen:

http://www.ferner-alsdorf.de/rechtsanwalt/strafrecht/waffengesetz-erlaubte-messe...

Kommentar von ES1956 ,

Die Seite von RA Ferner weist zu viele Fehlinterpretationen auf, danach würde ich lieber nicht gehen.

Kommentar von thundercake ,

Hab' nur schnell gegooglet. 

Die Frage wurde aber insofern beantwortet, niemand wird ihn in seinem Garten, ob er auch auf keinen Fall Messer besitzt die einen Millimeter über der erlaubten Klingen Länge sind.

Niemand wird nachmessen, es geht denke ich allg. auch bei Kontrollen eher darum, ob das Messer ganz eindeutig zu lang ist, oder nicht. 

Kein Polizist wird da mit dem Lineal rangehen und schauen ob die Klinge zu lang ist.  

Kommentar von thundercake ,

Aber danke für die Korrektur! ;)

Antwort
von sheepster, 46

Das WaffG spricht da ja unter anderem vom "allgemein anerkannten Zweck". Wenn du den hast, dann darfst du es führen.

Z.b. beim Angeln, Wandern, Picknicken, Arbeiten, Brauchtumspflege,...

Lassen sollte man es, das Messer "einfach so" dabei zu haben. Insbesondere nicht auf Großveranstaltungen wie Messen, Sportevents etc.

Auf dem Weg vom oder zum "allgemein anerkannten Zweck" muss es in einem VERschlossenen Behältnis transportiert werden.

Kannst du auch alles im "WaffG §42a" nachlesen. Einfach googlen.


Antwort
von xXturner, 41

Auf deinem grundstück darfst du damit machen was du willst aber du darfst es außerhalb deines grundstückst nicht bei dir tragen

Antwort
von Georg63, 66

Besitzen darfst du Messer aller Art. Um ein Messer mit einer Klingenlänger über 12m außerhalb deines Grundstücks griffbereit rumtragen zu dürfen, brauchst du einen guten Grund.

In deinem Garten kannst du machen was du willst.

In der Stadt wird Surviveltraining sicher nicht als Grund akzeptiert ;-)

Zum Picknick darfst du es mitnehmen. Wenn dort aber eine Prügelei ausbricht, solltest du es gut verstecken.

Antwort
von amidis, 28

Die simple Antwort auf die Frage ist:

Messerrecht + Trageverbot

Da viele Messerfreunde (verständlicherweise) unsicher zu sein scheinen, was man in puncto Messer "darf" und was nicht, hier die geltenden Bestimmungen in Kürze.- Bitte beachten Sie, das Sie als Messerfreund gleich von zwei Seiten "in die Zange genommen" werden und zwar von den Bestimmungen des Waffenrechts einerseits und andererseits von dem im Februar 2008 beschlossenen "Trageverbot".

Nehmen Sie sich die 2 Minuten, Beides kurz durchzulesen, dann werden Sie feststellen, das auch hier Nichts "so heiß gegessen wird, wie es gekocht wurde........"

 

Welche Messer sind laut deutschem Waffenrecht verboten?

Vollständig verboten sind:

* Fallmesser

* Faustmesser (Ausnahme: Inhaber einer jagdrechtlichen Erlaubnis)

* Butterflymesser

* Springmesser (Automatik-Messer)  deren Klinge nach vorne herausschnellt, oder deren Klinge über 8,5 cm lang ist, oder deren Klinge zweischneidig geschliffen ist oder deren Klinge eine Rückenschneide besitzt.

Alle anderen Springmesser bleiben erlaubt (Taschenmesserprivileg)!                                                                            

Weiter sind verboten: Hieb- und Stoßwaffen, die ihrer Form nach geeignet sind, einen anderen Gegenstand vorzutäuschen oder die mit Gegenständen des täglichen Gebrauchs verkleidet sind (z.B. Gürtelmesser, Füllfederhalter oder Spazierstöcke, die innen eine Klinge in sich bergen).

Hieb- und Stoßwaffen unterliegen einer Sonderregelung: Sie sind definiert als Gegenstände, die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, unter unmittelbarer Ausnutzung der Muskelkraft durch Hieb, Stoß, Stich, Schlag oder Wurf Verletzungen beizubringen. Also meint man damit z.B. Dolche, Schwerter, Wurfmesser und Säbel.                                                                  

Der Umgang mit Ihnen ist nur Personen gestattet, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Weiterhin ist der Vertrieb und das Überlassen von Hieb- und Stoßwaffen im Reisegewerbe, auf Messen, Märkten, Volksfesten und Sammlertreffen verboten. Ausnahmegenehmigungen kann die zuständige Behörde, d.h. die lokale Polizei erlassen, wenn öffentliche Interessen nicht entgegen stehen. Auch dürfen Hieb- und Stoßwaffen nicht auf öffentlichen Vergnügungen, Volksfesten, Sportveranstaltungen, Messen, Märkten geführt werden.

 

Trageverbot:

Seit April 2008 gilt in Deutschland ein öffentliches Trageverbot für bestimmte Messer (§42 a WaffG).

Betroffene Messertypen sind:

* Klappmesser mit Arretierung und einhändig auszuklappender Klinge

* Feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 Zentimeter

* Alle Messer, die aufgrund ihrer Bauart als Hieb- und Stichwaffe eingestuft sind (das betrifft vor allem Dolche und Springmesser).

Alle genannten Messer darf man prinzipiell nicht zugriffsbereit bei sich tragen, sondern nur in einem "verschlossenen Behältnis" wie einem Rucksack oder einer Aktentasche.

Es gibt aber umfangreiche Ausnahmen vom Verbot, die immer dann greifen, wenn man einen "anerkannten Zweck" geltend machen kann. Dazu gehört zum Beispiel die Nutzung eines Messers im Beruf, bei der Jagd oder im Zusammenhang mit der Brauchtumspflege.

 Das Gesetz wird in den deutschen Bundesländern und in einzelnen Verwaltungsgebieten sehr unterschiedlich ausgelegt. Eine einheitliche Regelung ist leider nicht in Sicht.

Vom Trageverbot sind auf jeden Fall nicht betroffen:

Alle Klappmesser mit Zweihand-Bedienung beim Öffnen;

alle Klappmesser ohne Klingenarretierung;

feststehende Messer mit einer Klingenlänge unter 12 Zentimeter (sofern die betreffenden Messer nicht als Waffe eingestuft sind, siebe oben)Die Begrenzung der Klingenlänge auf zwölf Zentimeter gilt nur für feststehende Messer, nicht für Klappmesser!

Quelle: http://www.outdoormesser.de/Messerrecht-Trageverbot

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