Frage von alexander3489, 62

Darf ich als Student Wohngeld beantragen für meine spezielle Situation?

Hallo ich habe hier schon einige F&A zum Thema Student+Wohngeld gelesen. aber noch nichts konkretes für meine Situation gefunden: Ich bin Vollzeitstudent mit einem 400€ Minijob, habe davor eine Berufsausbildung gemacht, kriege kein Bafög mehr weiter, wohne noch bei meinen Eltern die HartzIV beziehen (können mich also nicht unterstützen und muss eigene Miete zahlen) und bin Ü25. kriege also kein Kindergeld und muss zusätzlich studentische Krankenversicherung zahlen von ca. 83€ mtl.

Darf ich dann Wohngeld beantragen? Gibt es offizielle/zuständige Stellen/Ämter/Behörden zum Thema Wohngeld ggf. damit man meine Situation & Optionen besprechen kann?

Vielen Dank für jeden Hinweis/Tipp/Info :) Alex

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von isomatte, Community-Experte für Hartz IV, 37

Wenn du nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung / Studium dem Grunde nach keinen Anspruch mehr auf Bafög - oder - BAB - hättest,dann käme zwar dem Grunde nach ein Anspruch auf Wohngeld in Betracht,dafür müssen dann aber weitere Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sein!

Du musst schon Mieter / Eigentümer von selber bewohntem Wohnraum sein und ein Mindesteinkommen brauchst du auch noch,also kannst du Wohngeld in diesem Fall vergessen.

Kommentar von TreudoofeTomate ,

Mahlzeit!  :)

Der Fragesteller wohnt mit seinen Eltern zusammen. Somit ist er weder vom WoGG ausgeschlossen, noch hat er Probleme mit dem Mindesteinkommen. In solch einem Fall beantragt der (wegen dem Transferleistungsbezug) ausgeschlossene Mieter Wohngeld für sein nicht ausgeschlossenes Haushaltsmitglied. Die zu berücksichtigende Miete wird dann selbstverständlich gedrittelt.

Immer unterstellt, dass das studierende Haushaltsmitglied keine Leistungen nach dem SGB II bekommt.

Kommentar von isomatte ,

Die Frage war ob er Wohngeld beantragen kann und das kann er nicht !

Der Elternteil der Mieter der Wohnung ist kann Wohngeld für ihn beantragen.

Ich dachte aber auch hier muss dann das Kind das benötigte Mindesteinkommen erreichen ?

Denn mal angenommen die KDU - würde hier 600 € betragen,dann läge sein Kopfanteil der KDU - bei 200 € und mit seinem vollen Regelsatz für Ü 25 Kinder von derzeit 404 € käme er dann auf einen Bedarf von ca. 600 € pro Monat.

Wenn er aber nur 400 € Brutto wie Netto verdient und davon dann noch mal ca. 80 € für den KK - Beitrag abgehen,dann hätte er nur ein Einkommen von ca. 320 € und er würde das Mindesteinkommen von 80 % ( ca. 480 € ) nicht erreichen.

Aber wie gesagt,du kennst dich da noch besser aus als ich.

Kommentar von TreudoofeTomate ,

Naja, ich sage mal so. Der Einfachheit halber lassen wir hier bei den Erläuterungen zum Mindesteinkommen immer eine Position weg, die des fiktiven Wohngeldanspruchs. Dieser fließt nämlich auch in die Berechnung ein und natürlich wird dies bei der Prüfung eines Antrages auch korrekt berücksichtigt. Das kann man hier nur niemandem erklären.  ;-)

Aber zu deinem Rechenbeispiel, ja stimmt. Das geht eigentlich nicht auf. Aber er wohnt ja noch bei seinen Eltern, insofern sind da nicht so enge Kriterien anzulegen. Innerhalb des Familienverbunds klappt das schon irgendwie, beispielsweise muss er sich bestimmt nicht selbst bekochen, isst und trinkt vermutlich aus dem gemeinsamen Kühlschrank, hat keine Stromkosten, keine wohnungsbezogenen Versicherungen u. ä..

Kommentar von isomatte ,

Im Prinzip stimmt das schon,aber wenn die Eltern selber nur ALG - 2 beziehen und kein Nebeneinkommen haben,dann wird es wohl schwer werden den Jungen noch mit durchzufüttern und seinen Anteil an Stromkosten zu tragen,denn der muss ja auch aus dem Regelsatz gezahlt werden !

Wenn er aber noch nicht einmal das Mindesteinkommen erreichen würde,dann käme die Frage erst gar nicht auf,wie er seinen Lebensunterhalt sichert,wenn er selber kein Vermögen hat das er dafür einsetzen könnte,denn von den Eltern kann man das sicher nicht erwarten.

Das zumindest hatte ich mal auf einer dieser Seiten gelesen,dass die Behörde für Wohngeld erst die Frage nach der sonstigen Deckung des Lebensunterhalts stellt,wenn zumindest dieses besagte Mindesteinkommen von 80 % erreicht wird,sonst würde es eine Ablehnung geben.

Aber du weißt ja selber wie das ist,geschrieben ist schnell etwas und muss auch nicht immer stimmen.

Kommentar von isomatte ,

Danke dir für deinen Stern !

Antwort
von schleudermaxe, 39

Ich fürchte, es gibt keinen eigenen Mietvertrag und somit werden die Eltern komplett Kosten und Lasten vom Jobcenter schon bekommen. Viel Glück.

Antwort
von Ralkana, 19

Der Mieter der Wohnung, sprich ein Elternteil kann Wohngeld für dich beantragen.

Antwort
von TreudoofeTomate, 34

Nein, aber der Mieter der Wohnung für alle nicht ausgeschlossenen Haushaltsmitglieder. In diesem Fall also für dich.

Ja, es gibt offizielle Stellen. Das wäre dann die örtlich zuständige Wohngeldbehörde.

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