Frage von hoffinator87, 30

Darf ich als Privatperson ein PDF-Ebook schreiben und dieses zum Verkauf anbieten oder brauche ich in jedem Fall eine Gewerbeanmeldung?

Antwort
von Geochelone, 16

Das Schreiben von Büchern und Ebooks ist Schriftstellerei und kein Gewerbe. Das ist als selbständige Tätigkeit nur in der Steuererklärung anzugeben. Das gilt auch, wenn du deine Bücher für den Vertrieb an einen Verlag abgibst.

Wenn du deine Produkte aber selbst vermerkten willst, z.B. Verkauf über die eigene Homepage, dann ist das Gewerbe und beim Gewerbeamt anzuzeigen. 

Antwort
von OnkelSchorsch, 24

Du brauchst keine Gewerbeanmeldung.

Sowas wird ohnehin nur für Gewerbe benötigt.

Kommentar von hoffinator87 ,

Danke für die schnelle Rückmeldung, heißt das ich könnte als Privatperson meinen PDF-Ratgeber verkaufen und müsste die Einkünfte lediglich angeben?

Verkaufe ich zum Bsp. bei ebay einmalig einen Artikel ist es ja nicht notwendig und als Privatperson kein Problem. Eine PDF Datei kann ja aber auch von XXX Personen gekauft werden. Daher die Frage ob das überhaupt als Privatperson möglich ist und auf was geachtet werden müsste.


Kommentar von OnkelSchorsch ,

Gewerbeanmeldung ist für GEWERBE erforderlich. Gewerbepflicht gibt es eben nur für Gewerbe und auch dann nur, wenn du davon lebst oder zumindest einen erheblichen Teil deines Einkommens aus selbstständiger gewerblicher Tätigkeit beziehst.

Diese ständige Herbeireden von "Gewerbenanmeldungen" im Internet geht mir seit vielen Jahren auf den Senkel.

Wenn du für die Omma von nebenan ab und zu mal einkaufen gehst und dafür zehn Euro bekommst, meldest du kein Gewerbe an, ebenso nicht, wenn du ab und zu mal ein Paar alte Socken bei eBay vertickst.

Schreib dein Buch und schau mal, was da überhaupt bei rauskommt. Ich muss immer an einen Freund denken, der für sein vor etlichen Jahren geschriebenes Buch immer noch Tantiemen bekommt. Seine letzte Auszahlung für die vergangenen drei Jahre belief sich auf sagenhafte acht Euro vierundsechzig.

Kommentar von Dirk-D. Hansmann ,

Du willst uns also erklären: Gewerbepflicht gilt für Gewerbe. Gut, soweit kann ich folgen. Aber wo fängt denn ein Gewerbe an?

'wenn du davon lebst oder zumindest einen erheblichen Teil deines Einkommens...' Aha. Macht mal also Verlust, dann wird so eine Anmeldung nicht benötigt?

'selbstständiger gewerblicher Tätigkeit' - Mal abgesehen davon, dass zwar der Duden doppeltes st erlaubt, so ist selbständige Tätigkeit im Einkommensteuergesetz beschrieben.

Gewerbliche Tätigkeit auch. Allerdings in einem anderen Paragraphen.

Kann es sein, dass Du der Cocktail-Mixer unter den Gesetzesgelehrten bist? Könnte es sein, dass Abmahnfuzzies eine echte Freude erleben, wenn man sich an Deinen Vorstellungen orientiert?

Da übrigens ein Gewerbe sich an eine Öffentlichkeit wendet, da ist der Umkehrschluss sogar klar: Die alte Frau ist zwar Teil einer Öffentlichkeit, aber nicht die Öffentlichkeit.

Tatsächlich wird nicht jedes finanzielle Danke bei Nachbarschaftshilfe zur Steuerhinterziehung. Doch wenn es sich um eine handelt, dann ist die Höhe nur für die Schwere des Verstoßes von Interesse. Nicht ob.

Anderen solchen Rat zu geben, dass ist schon richtig heftig.

Kommentar von Bakaroo1976 ,

Lieber Dirk-D. Hansmann - jetzt bist Du aber der Cocktail-Mixer. Gewerbliche Tätigkeit ist nicht im Einkommensteuergesetz beschrieben. Du wirfst Gewerbeordnung und Einkommensteuergesetz in einen Topf. Im Einkommensteuergesetz ist die Rede von Einkünften aus Gewerbebetrieb. Die Einkünfte umfassen aber lange nicht alle Einkünfte, die jemand erzielt, der eine Gewerbe gemäß Gewerbeordnung betreibt (z. B. Imker).

Kommentar von Dirk-D. Hansmann ,

Tut mir Leid: Soweit bei mir was gemixt erscheint liegt dies nicht an mir. Zwar hat die Gewerbeordnung eine eigene Definition, doch wird in der Rechtsprechung schon einige Zeit eine Gleichmacherei betrieben.

Ferner sind es insbesondere Gemeinden, die sich hier lediglich dem Finanzamt anschließen.

Daher ist sogar ratsam sich mit beiden Definitionen zu befassen.

Wobei die Gewerbeordnung sogar nach der Abgrenzung zum freien Beruf verlangt - ohne dieses auszusprechen. Ähnliches mag für Land- und Forstwirtschaft gelten.

Antwort
von RasThavas, 18

Man braucht zum Schreiben von Büchern kein Gewerbe.

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