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Darf ich als Mitarbeiter einer Community auf anderen Communitys Daten über Leute nachforschen?

gefragt von skymemicskymemic am 09.01.2009 um 10:28 Uhr

Ich bin ehrenamtlicher Mitarbeiter einer bekannten Internet Community. Das Problem und unsere Aufgabe ist es auch, dafür zu sorgen, dass jeweils eine Person nur ein Profil hat und das die Angaben (Geburtsdatum, Bild, etc.) stimmen.

Nun kam der Vorschlag einen gemeinsamen Account bei Mitbewerbern anzulegen. Das heißt im Klartext, dass wir einen gemeinsamen Zugang haben, der uns den Zugriff auf die Daten von Communitys, wie z.B. MeinVZ, Lokalisten, MySpace, Stayblue usw. ermöglicht, um ggf. gemeldete Profile zu überprüfen ohne Absprache mit den jeweiligen Communitys.

Ich bin damit nicht einverstanden und sehe da datenschutzrechtliche Probleme, sowie einen Eingriff in die Privatsphäre, jedoch stoße ich dort bei meinen Kollegen auf taube Ohren bzw. teilen sie meine Meinung nicht und denken, dass es rechtlich okay ist.

Kennt sich soweit einer mit dem Internetrecht aus?

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Internet x 56.501 Recht x 35.295 Community x 559

anonym
beantwortet von ChrisRheinbach am 9. Januar 2009 10:31
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Wenn in den AGB steht, dass keine Daten an Fremdfirmen oder Dritte weitergegeben werden dürfen, darf keine Firma mit eigenem Eintrag im Register Daten erhalten - ganz einfach. Dazu müsst ihr die AGB ändern und klar darauf aufmerksam machen. Starke Abweichungen müssen hervorgehoben werden. Wer dann zustimmt... ist einverstanden

Kommentar von Simple_avatar2smallskymemic am 9. Januar 2009 10:45

Also, wir geben keine Daten weiter. Wenn in einer Profil-Meldung angegeben wurde "siehe myspace", dann holen wir uns von der anderen Communitys die Profildaten, um sie mit denen des gemeldeten Nutzers zu vergleichen und den Nutzer dann zu löschen/sperren bei falschen Angaben.

Allerdings war meine Meinung dazu auch: woher wissen wir, dass die Angaben im Mitbewerber-Profil stimmen? - Keine vernünftige Antwort, nur dass ich keine Ahnung hätte.


maxist
beantwortet von maxist am 9. Januar 2009 10:31
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Damit seit ihr nicht besser wie die, die ihr aufspüren wollt!

Kommentar von Simple_avatar2smallskymemic am 9. Januar 2009 10:38

Das ist auch Teil meiner Meinung.

Kommentar von Simple_avatar2smallskymemic am 9. Januar 2009 11:01

Meine Meinung, die ich bezüglich des Themas schrieb:

Um das Ganze nochmal aufzuklären: es geht mir schlicht um den Schutz der Daten. Fake hin oder her - schließlich ist es keine Straftat, aber die Methoden zur Aufklärung bewegen sich dort hin. Ich möchte nur darauf Hinweisen, dass hier mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird. Dennoch ist und bleibt es ein Fakt, dass Angaben auf externen Communitys nicht als Beweis dienen können und ich sehe da auch einen Eingriff in die Privatsphäre. Wenn Daten öffentlich preisgegeben werden, wie z.B. auf einer Homepage, dann ist das was anderes, obwohl dort die Angaben auch nicht zwingend stimmen müssen.

Das, was getan wird, sind die Wirkungen zu bekämpfen, ohne was an der Ursache zu ändern: die fehlende Vorsorgemaßnahme. Wenn uns das Thema doch so wichtig ist, sollten wir dort anfangen.


anonym
beantwortet von Mietnormade am 9. Januar 2009 10:39
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Ich weiß nicht arbeitet Ihr für den Schäuble? Wenn nicht dann dürftet ihr schnell hops genommen werden. Selbst der darf das nur mit richterlicher Einwilligung.

Kommentar von 2ab4e0d2e7990e3aadff5b3c7b2111b5smallQuandt am 9. Januar 2009 11:49

Geh mir aus dem Kopf, mein Guter! ;-)


Herzogin
beantwortet von Herzogin am 9. Januar 2009 10:36
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Ich finde schon auch, dass das gegen den Datenschutz verstößt. An Deiner Stelle würde ich mich auch sträuben, denn es ist nicht sehr vertrauenswürdig so zu handeln.


Praline
beantwortet von Praline am 9. Januar 2009 10:32
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Mach dein Ding und schnüffel nicht rum.


anonym
beantwortet von Drachentoeter am 9. Januar 2009 18:22
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Ich würde dringe dazu raten für diese Frage einen Anwalt zu konsulkieren, hier kannst du nur rechtlich unverbindliche Meinungen bekommen.

Ich denke das ganze ist rechtlich nicht unbedenklich, man könnte es als Ausspähung von Daten ansehen. Ihr holt euch durch Vorspielung falscher Tatsachen Informationen über Personen ein, wenn ihr das wirklich macht kann man jeden nur warnen bei eure Community Mitglied zu werden. Ihr legt dann Benutzerprofile im großen Stil an, das werdet ihr euch schon vom Benutzer explizit genehmigen lassen müssen ein allgemeiner Hinweis in den AGBs wird da nicht ausreichen. Das ist wie gesagt meine private Meinung eine rechtlich verbindliche Auskunft gibt es beim Anwalt.

Kommentar von Simple_avatar2smallskymemic am 9. Januar 2009 18:41

Also unsere AGB zu dem Punkt sehen so aus:

"§4 Umgang mit persönlichen Daten Persönliche Daten, die der Nutzer außerhalb [des] (zur Veröffentlichung vorgesehenen) [Profils] bekannt gibt, werden von [uns] nicht an Dritte weitergeleitet. Der Nutzer erklärt sich aber damit einverstanden, dass seine Daten [bei uns] dauerhaft gespeichert werden und für die interne Nutzung und Auswertung verwendet werden können."

(URLs und Rückschlüsse auf die Community entfernt)

Das schließt aber nicht den oben genannten Fall ein, richtig?

Kommentar von Drachentoeter am 16. Januar 2009 22:43

Nein das tut es nicht, ihr versucht an weitere Daten des Nutzer zu kommen ohne das er euch dafür da ok gegeben hat. Die Daten die er euch direkt gibt hat er freiwillig gegeben, d.h, aber nicht das er es euch erlaubt weiter Daten über ihn ohne sein Wissen aus andere Quellen zu ermittel. Ihr spioniert alles euren Usern hinterher, würdest du dir so etwas gefallen lassen, ich denke nein.


Mismid
beantwortet von Mismid am 9. Januar 2009 10:42
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erstens verstoßt ihr damit auf jeden Fall gegen die Richtlinien der anderen Communitys. Dort dürfen sich nämlich nur richtige Personen anmelden und keine Firmen. Diese Datenbeschaffung, die nicht öffentlich zugänglich verstößt schon auf jeden Fall gegen das Gesetz. Wenn euch jemand verklagt könnt ihr euere Firma zumachen. Ich weiß auch nicht was das soll. Es ist doch nicht notwenig mit Hilfe von KGB-Methoden herauszufinden ob die Angaben zu 100% der Wahrheit entsprechen. Habt ihr sonst keine Probleme? Ich kann dir schon mal 100% sagen, daß ihr niemals erfolgreich sein werdet. Hättet ihr mal 1 Million Mitglieder kämt ihr bestimmt nicht auf die Idee bei jedem erst in 10 anderen Profilen rumzuschnüffeln. Wie heißt denn eure Community? Wäre schon mal eine gute Antiwerbung. Wenn ihr korret sein wollt, dann verlangt einen Scan des Personalausweises!!!! Alles andere ist rechtlich nicht vertretbar

Kommentar von Simple_avatar2smallskymemic am 9. Januar 2009 11:50

Namen darf ich von Vertrag her nicht nennen, sonst bin ich dran. Aber wir haben ca. 200.000 User.


Quandt
beantwortet von Quandt am 9. Januar 2009 10:39
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Die Weitergabe und Auskundschaftung verletzt das Persönlichkeitsrecht, und dieses ist geschützt.

In Anlehnung an § 203 StGB gilt: 5) Handelt der Täter gegen Entgelt oder in der Absicht, sich oder einen anderen zu bereichern oder einen anderen zu schädigen, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe. ;-)

Kommentar von Simple_avatar2smallskymemic am 9. Januar 2009 11:05

Vielen dank. Ich hoffe, dass das so stimmt.

Kommentar von 2ab4e0d2e7990e3aadff5b3c7b2111b5smallQuandt am 9. Januar 2009 11:47

Klar stimmt das, denk mal an den Datenverlust bei der Telekom. Ob passiv oder aktiv, Missbruach bleibt Missbrauch, Deine Daten gehören nur Dir! Sehr zum Missfallen von Herrn Schäubele ... ;-)

Kommentar von Simple_avatar2smallskymemic am 9. Januar 2009 18:39

Also unsere AGB zu dem Punkt sehen so aus:

"§4 Umgang mit persönlichen Daten Persönliche Daten, die der Nutzer außerhalb [des] (zur Veröffentlichung vorgesehenen) [Profils] bekannt gibt, werden von [uns] nicht an Dritte weitergeleitet. Der Nutzer erklärt sich aber damit einverstanden, dass seine Daten [bei uns] dauerhaft gespeichert werden und für die interne Nutzung und Auswertung verwendet werden können."

(URLs und Rückschlüsse auf die Community entfernt)

Das schließt aber nicht den oben genannten Fall ein, richtig?


Aristella
beantwortet von Aristella am 9. Januar 2009 10:37
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Ihr habt sicher einen Firmenanwalt, fragt den, für sowas ist der da. Aber ich find das auch schwer verwerflich

Kommentar von Simple_avatar5smallMismid am 9. Januar 2009 10:44

glaub ich nicht, daß die das haben, wenn sie hier schon solche Fragen stellen müssen. Scheint eine Minifirma zu sein, die von rein gar nichts Ahnung haben. Wenn sie so auch im Netz auftreten sind die eh bald Pleite

Kommentar von Simple_avatar2smallskymemic am 9. Januar 2009 12:02

Ja, wir haben eine Rechtsvertretung, aber an die komm ich ja nicht ran, da der Geschäftsführer der Meinung ist, dass es okay ist.


andreas48
beantwortet von andreas48 am 9. Januar 2009 10:36
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Big Brother ist überall---mein Gott haben die Leute Probleme und solange ein User nicht gegen die Spielregeln verstößt, dann lasst ihn doch in Ruhe..der Überwachungs- und Überprüfungswahn nimmt kein Ende..


manu1979
beantwortet von manu1979 am 9. Januar 2009 10:33
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Naja ich mein, wenn sie dort angemeldet sind, sind ja die Daten für jedes Mitglied dort auch einzusehen. Aber warum könnt ihr euren Usern nicht einfach vertrauen?

Kommentar von Simple_avatar2smallskymemic am 9. Januar 2009 10:51

Foto und Flirt-Community. Viele unter 14 Jahre, die sich gerne älter machen bei den Mädchen und Männer, die sich jünger machen. Es gibt keine validierung des Alters und auch sonst keine Schutzmechanismen, die die Richtigkeit der Angaben sichern (habe ich auch schon kritisiert).

Kommentar von Simple_avatar2smallskymemic am 9. Januar 2009 10:58

Ach ja: man darf sich bei uns erst mit 14 Jahren anmelden. Deswegen auch.


Katzentatze
beantwortet von Katzentatze am 9. Januar 2009 10:32
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Ich kenne mich damit zwar nicht so dolle aus, aber ich weiß, dass sie es dann ja auch denen, die sich anmelden wollen, mitteilen müssen, dass sie überprüft werden. Und ich persönlich würde mich da nicht anmelden. Vielleicht hilft das Argument ja, deine Kollegen zu überzeugen.


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