Darf ich ab September Mietminderung machen?

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4 Antworten

Sobald der V. von der Bescherung Kenntnis hat, darfst du die Miete angemessen mindern. Da die Miete am Monatsanfang fällig ist, darfst du selbstverständlich den Minderungsbetrag im Folgemonat geltend machen, sprich von der Miete abziehen. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind (was evtl. noch bis in den Oktober sich hinziehen kann) den Minderungsbetrag für die gesamte Zeit der Beeinträchtigung ausrechnen, den Vermieter darüber schriftlich per Einwurfeinschreiben informieren und die Minderung vornehmen. Eine Minderungsquote in Höhe von mindestens 30 bis 50% halte ich für angemessen. Wenn mehrere Räume betroffen sind eher die 50%.

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Du kannst gegenüber der Versicherung den Schaden auf Mietminderung geltend machen. Die übernehmen das. Der Raum muss ja auch neu tapeziert werden. 

Wir haben damals gutes Geld dafür bekommen. 

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Wo wohnst du denn jetzt? Die Zusatzmiete muss die Versicherung bezahlen. So wie du das schilderst, kannst du in deinem Zimmer ja nicht mehr wohnen.

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Die beabsichtigte Mietminderung unter den geschilderten Umständen ist zumindest sehr fragwürdig.

- Für Gründe von Mietminderungen wäre der Vermieter unmittelbar verantwortlich, z.B. durch von ihm veranlasste Fassadenrenovierungsarbeiten und damit verbundenen Lärm, Schmutzbelastung usw.

Auch Installationsarbeiten an Elektro-Wasser und anderen Hausinstallationen im gesamten Gebäude mit entspr. Lärm- Schmutz-und ähnlichen Belästigungen bzw. Beeinträchtigungen wären somit in seinem Verantwortungsbereich begründen ggfs. eine Mietminderung.

- Im konkreten Fall ist der Schadensverursacher jedoch der obere Mietnachbar. Für sein Verhalten trägt primär gesehen kein Vermieter eine unmittelbare Verantwortung und rechtfertigt deshalb auch keine Mietminderungen.

Es sei evtl. denn: ein Mietnachbar verursacht desöfteren Wasser-und andere Schäden zulasten seiner Nachbarn und dem Vermieter ist dieser Umstand nachweislich bekannt.

- Vielmehr wäre klärungsbedürftig: den Schadensverursacher persönlich in Regress zu nehmen.

Die jetzt notwendigen Renovierungsarbeiten zur Schadensbeseitigung sind umfangreich und entspr. teuer.

Deshalb z.B. den Schadensverursacher nach einer evtl. Schadenshaftpflichtversicherung befragen. Hat der Verursacher diese nicht, dann sich m.E. rechtlichen Rat zur Schadensersatz-Beitreibung bzw. Kostenerstattung für die nötigen Renovierungsarbeiten und beschädigten bzw. zerstörten Einrichtungsgegenstände einholen.

Im übrigen - wenn vorhanden - die eigene Hausratversicherung entspr. informieren, was sich genau abspielte (vollständige Sachverhaltsschilderung).

Eine evtl. vorhandene Versicherung bitte UMGEHEND nach Eintritt entspr. Schadensereignisse verständigen. Sonst verweigern sie evtl. jegliche Schadensersatzleistungen welche dem Versicherungsnehmer eigentlich zustünden.

Begründet wird das meistens sinngem. mit "zeitlich verzögerter vom Versicherungsnehmer zu verantwortende Zurkenntnisgabe".

Das Vorstehende hilft hoffentlich konstruktiv weiter.

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Kommentar von albatros
10.09.2016, 15:01

Das Vorstehende hilft hoffentlich konstruktiv weiter

Das bezweifle ich. Für Schäden an der Mietsache haftet nicht der betroffene Mieter oder seine Versicherung. Es geht hier um erhebliche Gebrauchswertminderung der Wohnung. Dementsprechend ist die Miete kraft Gesetz automatisch gemindert (kannst du so im BGB nachlesen). Der Vermieter könnte dann den Verursacher in Regress nehmen bzw. macht das seine Versicherung. Letzten Endes könnte es passieren, dass eine Schadenersatzforderung des Vermieters gegenüber seinem verursachenden Mieter grundsätzlich von der Gebäudeversicherung zu übernehmen ist, da der Verursacher anteilig nach seiner Wohnfläche Versicherungsbeiträge im Rahmen seiner Betriebskosten entrichtet hat. Er ist also auch versichert und hat Anspruch auf die Versicherungsleistung.

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