Frage von Husti78, 65

Darf ich 230 V anschließen und in Betrieb nehmen?

Hallo zusammen,

ich bräuchte mal wieder eure Hilfe.

ich bin derzeit Student an einer Hochschule und arbeite im Rahmen meiner Facharbeit an einem Versuchsstand. Dieser soll auch einen ohmischen Verbraucher umfassen, der mit 230 V AC betrieben wird. Über ein entsprechendes Steuergerät wird die Leistung des Bauteils geregelt.

Nun stelle ich mir jedoch die Frage, ob besondere Vorraussetzung an die Person erfüllt sein müssen, die den Versuchsaufbau schließt bzw. in Betrieb nimmt. Oder darf grundsätzlich jeder die Verkabelung usw. durchführen?

Gibt es möglicherweise eine Richtlinie, die definiert, welche Arbeiten ich in diesem Bereich ohne eine entsprechende Ausbildung durchführen darf? Gibt es da Sonderregelungen für die Forschung?

Besten Dank im Vorraus!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von realistir, Community-Experte für Elektronik, 44

Du stellst als Student eigenartige Fragen ;-)

Ich hinterfrage mal, darfst du einfach so studieren, bzw jede xbeliebeige Person? Kennst du alles was du studieren wirst, bereits vorher, und ist vorher Wissen Bedingung für die Studienzulassung?

Etwas sehr wichtiges lernst du als Student ebenso wie alle anderen Lernalternativen. Alles ist in diesem und anderen Ländern organisiert! Sogar Wissen und Wissen dürfen!
Vor allem lernen wir alle eines. Man darf einiges, wenn man sich bemüht, sich passend zu informieren! Und informieren ist sinngemäß jedes Studium ohnehin!

Du dürftest also einiges, wenn du entsprechend gut informiert bist!
Ausbildung produziert nicht etwa nebenher die entsprechenden Informationen, sondern wird gebildet per Lehrplan! Sollte ein Student ohne nähere Erläuterungen begreifen können.

Ferner gelten in vielen Bereichen gewisse Regeln nur für Leute dieses Berufszweiges, für Privatleute gelten diese Regeln nicht. Eine Firma muss also Fachleute für Elektro und andere Bereiche beschäftigen, oder beauftragen!
Privatleute "sollten" das auch tun, müssen es aber nicht!

Ob dein Arbeitgeber dir also gewisse Dinge erlaubt, müsstest du betriebsintern erfragen. Sonst müsste dein sinngemäßer Arbeitgeber entsprechende Arbeiten an Fachbetriebe oder Fachleute delegieren.

Wenn du dich sinngemäß informierst, was Stand der Technischen Anwendungen ist, bzw was erlaubt, und sinngemäß nicht erlaubt ist bei solcherlei Erfordernissen, kannst du nichts falsch machen.

Einen Schukostecker in eine Steckdose stecken darf sinngemäß jeder Laie.
Eine elektrische Anlage zur Bedienung von sinngemäßen Laien aufbauen und in Betrieb nehmen, setzt gewisses Wissen und Fähigkeiten voraus.

Dieses Wissen ist erlernbar und die nötigen Fähigkeiten ebenso. Elektrolehrlinge tun nichts anderes, dürfen dies und das auch nach Ansage, und nicht immer muss eine Aufsicht daneben stehen. Nur unter Strom setzen dürfen Lehrlinge nur unter Fachaufsicht, bzw erst nach Facharbeiterabschluss.

Da hier niemand beurteilen kann, um was es genau bei deiner Frage geht, kann kaum jemand vernünftige Antworten geben. Ich versuchte dich vorerst nur mal auf gewisse Zusammenhänge aufmerksam zu machen und dir eine Anleitung an die Hand zu geben. Du solltest jetzt in der Lage sein, deine Wünsche und Vorhaben entsprechend selbst koordinieren zu können. ;-)


Kommentar von Husti78 ,

Danke für Deine Antwort aber was genau ist an dieser Frage eigenartig?

Ich stecke nicht in einem Selbstfindungsprozess sondern möchte lediglich wissen, welche Arbeiten ich selbst übernehmen darf und wofür ggf. Fachpersonal einbestellt werden muss. Ist doch eigentlich ganz logisch oder?

Da kann ich noch so viel Wissen haben, die nötigen Fähigkeiten mitbringen und mich auf den Kopf stellen. Wenn dazu keine Befugnis vorliegt, könnte es in einem Schadenfall unangenehm werden, nicht?

Versetzt dich das Wissen über die Straßenverkehrsordnung in die Lage, ein Kraftfahrzeug zu führen? Soweit ich weiß wird dafür immer noch ein Führerschein benötigt. Ob dich alleine diese Karte zu jedoch einem guten Autofahrer macht, wage ich zu bezweifeln. Spätestens wenn es zu einem Unfall kommt, ist es aber hilfreich, wenn man diese Erlaubnis zum Führen eines Kraftfahrzeugs vorweisen kann.

Wir haben am Institut zahlreiche Maschinen, die lediglich mit einer entsprechenden Ausbildung bedient werden dürfen. Dies ist in der Laborordnung dokumentiert. Nun ist das oben genannte Szenario eher untypisch für unseren Bereich und daher auch nicht in der Laborordnung dokumentiert.

Vielleicht formuliere ich die Kernfragen noch mal etwas konkreter:

Darf ein (fachfremder) Student im Rahmen eines Forschungsprojektes an einer Hochschule Elektroinstallationsarbeiten an einer elektrischen Anlage im Niederspannungsbereich (230 V) durchführen?

Dazu gehören die Leitungsverlegung sowie die Montage von Verteilern, Leistungsregel- und Messgeräten und dem eigentlichen Elektrogerät. Ganz sicher sind das keine komplexen Anwendungen. Allerdings reicht es leider nicht, einen Stecker in eine Steckdose einzuführen.

Falls diese Arbeiten nicht von einem Student durchgeführt werden dürfen, wer darf die genannten Arbeiten durchführen?

Und wenn ich jetzt noch in Erfahrung bringen könnte, wo dies dokumentiert ist (VDE vielleicht?), dann bin ich glücklich.

Du siehst, es geht mir hier nicht um vorhandenes oder nicht vorhandenes Wissen. Aber ich muss mir die Frage stellen, was passiert, wenn es zu einem Unfall kommt und es stellt sich heraus, dass die entsprechende Person die Arbeiten gar nicht hätte verrichten dürfen.

Gruß

Kommentar von realistir ,

deine Frage ist genau genommen völlig falsch gestellt ;-)
Zäumst du gerne ein Pferd von hinten auf?

Deine Frage darf garnicht lauten: Zitat:

Darf ein (fachfremder) Student im Rahmen eines Forschungsprojektes an
einer Hochschule Elektroinstallationsarbeiten an einer elektrischen
Anlage im Niederspannungsbereich (230 V) durchführen?

Sie müsste konkreter lauten, darf das Institut einen fachfremden Studenten mit solcherlei fachfremden Arbeiten beauftragen!

Eindeutige Antwort, Nein, darf das Institut nicht! Es muss solcherlei Arbeiten an Fachleute delegieren, die klar wissen was wie zu erledigen ist, damit alle Regeln der Technik eingehalten werden.
Es muss dann auch ein Abschlussprotokol geben dass die Arbeiten entsprechend garantiert.

VDE musst du nicht kennen. VDE müssen nur Fachbetriebe kennen.
Lehne diese Arbeiten ab, verweise auf entsprechende Anforderungen eines Auftraggebers.

Kommentar von Husti78 ,

Danke, das beantwortet meine Frage.

Antwort
von kuku27, 15

Ichz sehe nicht genau welchen Teil du nun meinst.

230V anschließen und in betrieb nehmen. Meinst du nun eine Schalttafel aufbauen und sie mit 230V zu versorgen oder an eine fertige Schalttafel einen Verbraucher für 230 anschließen. 

Bei der Schalttafel musst du wissen wie stark die Sicherung davor ist und die Kabel müssen dann dafür ausgelegt sein. Deien Installation muss dann sicher sein und darf niemanden gefährden.

Möchtest an eine vorhanden Installation etwas anschließen dann musst du darauf vertrauen dass sie richtig aufgebaut wurde.

Antwort
von diroda,

Wurdes du über die Gefahren informiert? Dir die nötigen Kenntnisse vermittelt? Dann darfst du als unterwiesene Person den Versuchsaufbau anschließen.

Antwort
von jackahilla, 46

wen willst du denn eigentlich vergaukeln? angeblich studierst du, und du fragst ernsthaft, ob du einen einen stecker in eine steckdose stecken darfst? denn einen anderen sinn hat deine frage nicht. das jeder verbraucher eine gewisse ohm zahl hat ist wohl auch klar. schleich dich!

Kommentar von Husti78 ,

Danke für deinen kompetente Antwort.

Voll am thema vorbei.

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