Frage von SvetlanaLeo, 82

Darf Hausverwaltung verlangen das ein welpe zurückgegeben wird, obwohl Erlaubnis vom Eigentümer vorliegt ?

Hallo zusammen,

meine Freundin hat von ihren Ehemann einen Welpen geschenkt bekommen. Sie wollte schon seit längerem ein Hund haben, kann sich auch rund um die Uhr um ihn kümmern, da Rentnerin. Ehemann hat den Eigentümer, wie im Mietvertrag vermerkt, um Erlaubnis gefragt und dies wurde ihm genehmigt. Gestern hat er ein Schreiben von der Hauswervaltung im Briefkasten vorgefunden indem er "aus gegebenen Anlass darauf aufmerksam gemacht wird, dass die Hundehaltung in der Liegenschaft nicht gestattet sei und er den bei ihm untergebrachten Hund wieder abgeben soll" Darf die Hausverwaltung das verlangen, obwohl eine Genehmigung von Wohnungseigentümer/Vermieter vorliegt?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo SvetlanaLeo,

Schau mal bitte hier:
Hund Mietrecht

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hamburger02, 53

Zwei Punkte dazu:

Ein generelles Verbot ohne Einzelfallprüfung ist soweiso unwirksam, siehe hier:
http://www.immonet.de/umzug/wissenswertes-rechtliches-mietvertrag-wohnung-hund.h...

Entscheidend ist nun, was im Mietvertrag steht: muss die Verwaltung oder muss der Eigentümer um Erlaubnis gefragt werden? Ist es der Eigentümer/Vermieter, würde ich das der Hausverwaltung so schreiben, dass die Erlaubnis vorliegt. Und dann mal gucken, was die antworten.

Einfach den Welpen abgeben würde ich nicht.

Kommentar von schelm1 ,

Die Hausverwaltung wird auf die Beschlußlage der Gemeinschaft hinweisen.

Ein Mehrheitsbeschluß der Gemeinschaft reicht als Begründung völlig aus.

Der Verwalter wird den Vermieter darauf hinweisen, dass er
beschlußgemäß gehalten ist, die einmal irrtümlich erteilte Genehmigung zu widerrufen.

Dieser Widerruf ist dann bindend.

Antwort
von Nemisis2010, 43

Wenn die Wohnungseigentümer in einer WEG-Versammlung durch einen wirksamen Beschluß ein Hunde- oder Katzenhaltungsverbot beschlossen haben, kann die Hunde- oder Katzenhaltung von der Hausverwaltung verboten werden.

https://www.haufe.de/recht/weitere-rechtsgebiete/miet-immobilienrecht/tierfreund...

/www.haufe.de/recht/deutsches-anwalt-office-premium/tierhaltung-weg_idesk_PI17574...

Antwort
von schelm1, 33

Zumindesten weist die Hausverwaltung - vermutlich WEG-Verwalter - wohl aufgrund eines  bestgehenden Beschlusses der Eigentümergemeinschaft, zu wohl der scheinbar etwas zerstreute Wohnungseigentümer/Vermieter gehört, darauf hin, dass die Hundehaltung verboten ist.

Dem hat sich auch der Vermieter zu beugen, soweit ihm nicht alle Wohnungen vollständig oder mehrheitlich (neuer Beschluß!) gehören und der in solchem Falle "Mietverwalter" seiner Weisung unterliegt.

Der Vermieter wiederum kann Ihnen aufgrud eines Hinweises der Verwaltung an ihn, die Hundehaltung aus wichtigem Grund - hier gemeinschaftlicher Beschluß der Mehrheit der Wohnungseigentümer -, die einmal irrtümlich erteilte Genehmigung widerrufen.

Antwort
von monara1988, 32

Hi,

offensichtlich kommunizieren Hausverwaltungung und Eigentümer nicht miteinander... -.-

Liegt die Genehmigung des Eigentümers schriftlich vor?
Wenn ja, einfach eine Kopie davon der Hausverwaltung schicken und die sache hat sich erledigt!
Wenn nein, dann erneut den Eigentümer kontaktieren und sich das schriftlich geben lassen, und der Hausverwaltungung zusenden.

Mal davon abgesehen liegt keine Begründung vor warum der Hund nicht
gehalten werden darf, und das Verbot ist somit hinfällig. Ein Verbot
muss begründed werden.

Im Endeffekt hat (soweit ich weiß, und wäre ja auch logisch^^) der Eigentümer zu entscheiden, nicht die Hausverwaltung! Warum sollte der Besitzer nicht entscheiden dürfen was in seinem Eigentum gilt, aber jemand den er nur zur Verwaltung beschäftigt schon? Eben...

Gruß

Kommentar von schelm1 ,


Ein Verbot muss begründed werden.


Ein Mehrheitsbeschluß der Gemeinschaft reicht als Begründung völlig aus.

Der Verwalter wird den Vermieter darauf hinweisen, dass er beschlußgemäß gehalten ist, die einmal irrtümlich erteilte Genehmigung zu widerrufen.

Dieser Widerruf ist dann bindend.

Antwort
von dogmama, 33

Darf die Hausverwaltung das verlangen

warum informiert Ihr nicht einfach die Hausverwaltung über die erteilte Erlaubnis des Eigentümers? 

bleibt zu hoffen, dass Ihr diese Erlaubnis auch schriftlich bekommen habt und belegen könnt!

Antwort
von stefan1531, 5

sende der Hausverwaltung einfach die schriftliche Erlaubnis des Eigentümers zu. Alles Andere müssen die beiden miteinander klären.

Expertenantwort
von anitari, Community-Experte für Mietrecht, 22

Die HV ist nicht Euer Vertragspartner.

Expertenantwort
von jww28, Community-Experte für Hund, 13

Hi,

Bittet den Eigentümer das zu klären, es bezahlt ja die für die Verwaltung des Hauses und kann denen sagen was erlaubt ist und was nicht :)

Antwort
von Weichloeter, 33

Hat die Hausverwaltung Kenntnis, dass eine Genehmigung vom Wohnungseigentümer/Vermieter vorliegt?

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