Frage von MuttiSagt, 94

Darf Eon offene Stromrechnungen von mir verlangen?

Ich habe mehrere Wohnungen, die ich vermiete. Bei Eon bin ich gemeldet, weil ich ja, wenn eine Wohnung mal leersteht, die Grundgebühr zahle. Das sind so 8€ im Monat oder so. Jetzt jedoch bekam ich eine Rechnung von über 1000€ für einen Zeitraum, wo die Wohnung vermietet war. Offensichtlich hat der Mieter nicht gezahlt. Jedoch ich als Vermieter hab mich quasi nie um Strom und das der gezahlt wird, gekümmert, weil ich dachte, das wäre Sache der Mieter. Ich hab noch nicht so viel Erfahrung, hatte die Wohnungen geerbt, aber muss ich das wirklich zahlen? Ich weiß ja noch nicht mal, ob das stimmt oder ob die Mieter bei einen ganz anderen Anbieter Strom bezogen haben.

Antwort
von bwhoch2, 38

Es gibt so schlaue Mieter, die übernehmen eine Wohnung, machen aber keinen Stromvertrag mit dem Versorger. Damit bleibt dann die Wohnung in der Grundversorgung und Vertragspartner bleibt der Vermieter. In diesem Fall bist Du tatsächlich der Schuldner der E-On und musst zusehen, wie Du das Geld vom Ex-Mieter bekommst.

Bestand aber nachweislich ein Vertrag zwischen E-On und dem Ex-Mieter, kannst Du nicht in Haftung genommen werden.

Für Dich ist es also wichtig, heraus zu finden, ob ein Vertrag zwischen einem Versorger und Deinem Mieter bestanden hat. Wenn Du nicht mehr an den Mieter ran kannst, weil Du keine gültige Adresse hast und in den geerbten Unterlagen zum Haus findest Du auch keinen Nachweis irgend einer Ummeldung, wirst Du wohl in den sauren Apfel beissen müssen und von Deinem Erbe 1000 € an die E-On abzweigen. Hast Du noch die Kaution? Dann könntest Du den Betrag wenigstens einbehalten.

Ich hab noch nicht so viel Erfahrung, hatte die Wohnungen geerbt,

Geh zum Verein Haus&Grund in Deiner Nähe. Dort wird man Dir helfen in allen Belangen rund um Deine Vermietung und Dein Hauseigentum. Der Mitgliedsbeitrag lohnt sich gerade für Vermieter-Neulinge auf jeden Fall.

Kommentar von wikinger66 ,

genau so ist es, wichtig ist, sich vom Mieter eine Anmeldung vorlegen zu lassen, oder den Anbieter zu informieren, an wen die Wohnung ab wann vermietet wurde.

Antwort
von GoodFella2306, 53

In dem Fall würde ich definitiv den ehemaligen Mieter anschreiben und ihn unter Fristsetzung zur Zahlung auffordern. Natürlich versucht der Stromversorger erstmal, sich bei dir schadlos zu halten. Das könnte auch nicht schaden, einen entsprechenden Anwalt hinzuzuziehen, denn als Vermieter mit mehreren Wohnungen dürftest du sicherlich einen Rechtsbeistand haben, den du dann und wann zu Rate ziehst.

Kommentar von MuttiSagt ,

Der Mieter meinte, er hätte einen Vertrag mit Yellow

Kommentar von GoodFella2306 ,

dann verstehe ich ehrlich gesagt nicht, wieso Eon dir eine Rechnung schicken kann. Yello Strom ist eine Tochter der EnBW, also ein ganz anderes Unternehmen. für mich stünde jetzt um so klarer fest, einen Anwalt hinzu zu ziehen.

Kommentar von anitari ,

Yello Strom ist eine Tochter der EnBW, also ein ganz anderes Unternehmen

Eigentümer der Leitungen, wie auch der Zähler, ist aber eon. Und dort mußte z. B. Yello beantragen die Leitung für Zähler xyz nutzen zu dürfen. Heißt eon weiß ob ein Kunde bei einem anderen Anbieter ist und bei welchem.

Kommentar von GoodFella2306 ,

jetzt fällt mir gerade noch etwas ein. Könnte es eventuell sein, dass dein ehemaliger Mieter nur behauptet, Kunde bei Yello gewesen zu sein? Wenn er nämlich keinen Vertrag mit irgendeinem Energieversorger abgeschlossen hat, dann bist natürlich du weiterhin als Kunde der E.ON zahlungspflichtig. Es könnte also gut sein, dass er die ganze Zeit auf deine Kosten Strom verbraucht hat. Wenn nämlich kein Vertrag mit Yello bestanden hat, ist die Eon weiter Grundversorger. ich würde den Mieter auffordern, anhand von Belegen nachzuweisen dass er Kunde von Yello war.

Antwort
von schleudermaxe, 20

... ich durfte in meinem Bestand eine zahlungsfähige Rechnung von denen noch nicht erleben.

Weil wir uns so eine Orgie nicht mehr bieten lassen, sind wir komplett zu Mitbewerbern abgewandert und bezahlen dort bei Leerstand nur den Verbrauch, keine Grundgebühren oder nur geringe.

Richtig hört sich an, daß Du als Vertragspartner für den Leerstand Dich nicht abgemeldet hast (Nutzerwechsel), der Mieter sich somit gar nicht anmelden kann (so auch die EON), und nun nur vom Mieter Zahlung verlangen kannst. "Melde" Dich bitte unverzüglich ab. Viel Glück.

Vielleicht hast Du Dich aber ja sogar abgemeldet, und die haben Dein Schreiben nur verschlammt.

Kommentar von MuttiSagt ,

Man ist verpflichtet für die Grundgebühr bei Eon zu bleiben, selbst wenn man Eon nie als Zulieferer nutzt

Kommentar von schleudermaxe ,

... wo steht das? Keiner muß für eine Grundgebühr zu denen, wetten?

Antwort
von anitari, 27

Offensichtlich hat der Mieter nicht gezahlt.

Nicht gezahlt oder nicht angemeldet? Das wären 2 verschiedene Latschen.

Es ist auch Sache des Mieters sich beim Stromversorger anzumelden.

Aber aus Erfahrung weiß ich das das gerne mal (ohne böse Absicht) vergessen wird. Darum habe ich mir angewöhnt den Stromversorger zu informieren wer ab wann und mit welchem Zählstand Nutzer der Wohnung bzw. des Zählers ist.

Sollten die Mieter einen Vertrag mit einem anderen Anbieter gehabt haben wüßte eon das, denn der/die ist Eigentümer der Leitungen.

Ich verstehe das so das die Mieter nicht mehr dort wohnen.

Dann wird es schwierig. Versuch es trotzdem und teile eon Namen und Zählerstände, die hoffentlich bei Ein- und Auszug notiert wurden, mit, sowie die neu Anschrift.

Am besten wäre es persönlich, mit Mietvertrag, Zählnummer und Zählerständen, zu einer Geschäftsstelle zu gehen/fahren.

Kommentar von schleudermaxe ,

Bei EON (und auch bei vielen anderen) kann sich ein Nutzer nicht anmelden, wenn sich der Vertragspartner zuvor nicht abmeldet, so meine Erlebnisse über Jahre.

Antwort
von EONEnergie, Business, 5

Hallo MuttiSagt,

Sie haben bereits die richtigen Antworten erhalten. Wirmöchten Ihnen an dieser Stelle gern unser Interesse zeigen, dass Ihr Anliegengelöst wird. Daher informieren wir Sie hier kurz über die richtigeVorgehensweise bei einem Mieterwechsel. 

Wenn ein Mieter in eine Wohnung einzieht, kann er sichnatürlich einen Energielieferanten seiner Wahl aussuchen und sich dann dortanmelden. Es ist aber auch wichtig, dass der bisherige Vertragspartner seinenVertrag bei uns kündigt. 

Gern helfen wir Ihnen bei der geschilderten Problematik.Bitte schicken Sie uns dazu eine Mail mit dem Vertragskonto an Frag(at)eon(punkt)com.Danach melden wir uns per Mail bei Ihnen zurück. 

Herzliche Grüße Kristin/ E.ON Energie Deutschland GmbH 

Antwort
von icet411, 35

Als Mieter gehst du einen Vertrag mit dem Stromanbieter ein und daher muss der Mieter die Preise für Strom tragen. In einer Leerstehenden Wohnung sie das anders aus, weil du diese Besitzt und damit den Vertrag mit dem Stromanbieter hast. Am Besten einen Anwalt einschalten. 

Kommentar von MuttiSagt ,

Ich bin Vermieter! Bitte richtig lesen!

Kommentar von icet411 ,

Dan les meine Antwort mal richtig! Nochmal in einfacher Ausführung. Als Vermieter trägst du nicht die Kosten für eine vermietete Wohnung. 

Kommentar von schleudermaxe ,

... doch, wir Vermieter tragen, denn wir sind Vertragspartner, so jedenfalls die Frage. Es wurde lediglich vergessen denen einen Nutzerwechsel mitzuteilen und dies ist heute rückwirkend eben nicht mehr möglich.

Antwort
von mbraun, 23

Als Vermieter weißt du selbst, dass Papier geduldig ist. Schreib also EON einfach zurück, dass die dir den Verbrauch nachweisen sollen.

Ich denke, dass dein Mieter den gleichen Zähler bei Yellow Strom verwendet hat, wie du jetzt auch. Und Yellow + EON möchten beide für die gleichen Leistungen abrechnen, weil die voneinander nichts wissen.

Du hast doch die Zählerstände beim Einzug des Mieters und beim Auszug im Übergabeprotokoll stehen. Verweise einfach darauf und gut ist.

Antwort
von DODOsBACK, 19

Wenn der Mieter angibt, bei einem anderen Anbieter gewesen zu sein, kann er dafür sicher Beweise vorlegen. Es ist eigentlich Aufgabe des neuen Anbieters, dem "alten" zu kündigen, auch wenn das ggf. ein paar Wochen dauert.

Also beim neuen Anbieter um entsprechende Nachweise bitten.

Natürlich solltest du erst mal Widerspruch einlegen, und EON höflich fragen, warum sie 1000€ Schulden auflaufen lassen, ohne dich zu informieren. (Oder den Strom abzustellen...)

Ich würde es zuerst mit einem "freundlichen Gespräch" versuchen und die Anbieter bitten, das untereinander zu klären.

Einen Anwalt kannst du hinterher immer noch einschalten.

Kommentar von schleudermaxe ,

... wie bitte? Ein Mieter kann meine Verträge kündigen? Wo steht das?

Kommentar von MuttiSagt ,

Jede Mieter darf seinen eigenen Vertrag mit einen Stromanbieter seiner Wahl machen. Das mache ich schon immer so und ist auch so üblich

Kommentar von schleudermaxe ,

... richtig, nachdem der vorherige Nutzer seinen Vertrag beendet hat und dies hat er eben nicht, so jedenfalls die Frage.

Antwort
von schelm1, 26

Sie können das Geld vom Mieter zurückverlangen!

Antwort
von maxim65, 25

Naja offenbar warst du Vertragspartner oder? Ansonsten teil die neue Adresse mit. Wobei es seltsam ist das nie Abschlagszahlungen verlangt wurden. Vielleicht rufst du einfach mal an und klärst das

Kommentar von MuttiSagt ,

Nein, ich bin NICHT Vertragspartner! Die Mieter machen selber ihre Verträge mit Stromanbietern ihrer Wahl.

Kommentar von maxim65 ,

Naja aber irgendwie sind sie ja auch dich gekommen. Ruf an

Kommentar von schleudermaxe ,

... doch doch, denn Du schreibst doch selbst so etwas in der Frage.

Antwort
von asta311, 27

Da musst du schauen, was in deinem Vertrag mit EON steht und dir z.b bei dejure.org mal Urteile ansehen.

Kommentar von schleudermaxe ,

... da muß m.E. nichts geschaut werden. Bei Leerstand wurde sich angemeldet (warum bei denen ist erst einmal egal), aber dann der Nutzerwechsel nicht mitgeteilt. Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben ist dies heute rückwirkend nur für einen Zeitraum von bis zu 6 Wochen möglich und dies wissen die doch.

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