Darf eine Zeitarbeitsfirma bei nichtbeschäftigung mir die Minusstunden bei kündigung vom Lohn Abziehen?

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1 Antwort

Ja und Nein. In den Zeitarbeits-Tarifverträgen steht, dass bis zu 35 Minusstunden verrechnet werden dürfen, wenn der Mitarbeiter selbst kündigt.

Allerdings ist es Zeitarbeitsunternehmen verboten, das unternehemrische Risko auf den Mitarbeiter zu verlagern. Das ist beim einseitigen Verrechnen von Minusstunden zwar irgendwie auch der Fall, Arbeitsgerichte entscheiden aber meistens zugusnten des Zeitarbeitsunternehmens, wenn der Mitarbeiter trotzdem immer seine vertraglich vereinbarte Zeit bezahlt bekommt. Zur Anrechnung der Minusstunden gibt es hier ein paar ausführlichere Infos:

http://www.cmshs-bloggt.de/arbeitsrecht/positive-signale-aus-hessen-lag-nickt-anrechnung-von-minusstunden-auf-arbeitszeitkonto-des-zeitarbeitnehmers-ab/

Problematisch sehen aber einige Gerichte die Verrechnung dieser Minusstunden beim Austritt aus dem Unternehmen. Etwas ausführlicher mit Querverweisen auf entsprechende Urteile etc. wird das hier erklärt: http://www.rechtslupe.de/arbeitsrecht/negativer-saldos-auf-dem-arbeitszeitkonto-und-seine-verrechnung-beim-ausscheiden-3107407?pk\_campaign=feed&pk\_kwd=negativer-saldos-auf-dem-arbeitszeitkonto-und-seine-verrechnung-beim-ausscheiden

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