Frage von xgunnixy, 124

Darf eine Lehrkraft private Dinge über andere Schüler ausplaudern?

Vor kurzem erzählte eine Lehrerin vor der gesamten Klasse einige Dinge über einen Mitschüler aus unserer Klasse, dieser Mitschüler hat illegale Substanzen konsumiert und einen Mitschüler erpresst, heißt es, sie hat das der gesamten Klasse ganz klar erzählt und jeden dazu aufgerufen, einen Zettel über diesen Schüler zu schreiben, falls jemandem einige Dinge über besagten Schüler aufgefallen sind.

Darf eine Lehrerin das? Ausplaudern dass ein Schüler u.U. bald fliegt, Details zum Fall bekannt geben, Details die vorher nicht bekannt waren, und dann noch jeden einzelnen Schüler dazu aufrufen, einen Zettel zu verfassen auf dem die auffallenden negativen Aktivitäten des Schülers gelistet sind? Oder ist das ein klarer Verstoß gegen den Datenschutz und könnte diese Lehrkraft nun ihren Job verlieren, falls das jemand meldet?

Antwort
von Paguangare, 57

Kriminalistische Zeugenbefragungen werden eigentlich direkt von der Polizei, und zwar in diskreter und professioneller Weise vorgenommen.

Um Zeugen nicht zu beeinflussen, werden ihnen vorher keine Details des Falles verraten, um ihnen nicht falsche Erinnerungen einzuimpfen.

Ich bin zwar hierfür kein Experte, würde aber vermuten, dass ein profeessionelles Vorgehen so wäre, dass die Lehrkraft/die Schule der Polizei nur die Namen und Adressen der möglichen Zeugen (ggf. der ganzen Schulklasse) , ggf. Informationen, welche Schüler besonders engen Kontakt mit dem Beschuldigten pflegen, gibt. Die Polizei lädt dann die Zeugen einzeln zu Befragungen ein.

Ob der Lehrerin disziplinarische Konsequenzen drohen, weiß ich nicht.

Antwort
von Schwoaze, 44

Anscheinend hat sie Euch zum Nachdenken gebracht. Eine gewisse abschreckende Wirkung wird die Aktion wohl auch haben, somit Ziel erreicht.

Das Wohl vieler steht vor dem Wohl eines Einzelnen - meine Meinung!

Kommentar von xgunnixy ,

Niemand hat wirklich nachgedacht, im Gegenteil, seitdem hat ne neue Schülerin das Drogengeschäft übernommen und es kiffen noch mehr Leute, nur das die niemanden mehr bedroht, von Abschreckung kann da nicht die Rede sein, durch die Rede die die Lehrerin hielt kamen einige erstmal auf die Idee zu kiffen, leider.

Man sollte Kinder mmn. aus sowas raushalten, die Schule wollte einfach den Typen loswerden und nicht die Schüler schützen, so sieht das für mich aus, außer das hat alles niemand durchdacht.

Kommentar von Schwoaze ,

Die Möglichkeiten der Schule sind jedoch... begrenzt. Irgendwie... wie soll ich sagen: Ihr müsst doch zumindest 16 oder 17 sein nach Deinem Text. Da ist doch schon genug Hirnmasse da, genug Synapsen aktiv um selber auf die Idee zu kommen, dass kiffen sch...   ist.

Hast Du eine Idee, wie die Schule Euch, die Schüler vor solchen Kleinkriminellen schützen könnte?

Antwort
von Schnoofy, 58

Ich würde das Verhalten der Lehrerin ähnlich einordnen wie Zeitungsberichte über irgendwelche Straftaten und den ermittelten Tatverdächtigen.

In der Presse wird das Leben des mutmaßlichen Täters mit allen möglichen Details bis zurück in die Kindheit öffentlich ausgebreitet.

Im Falle eines Schüler könnte vielleicht noch der Versuch der Schule dahinterstehen, durch das öffentlich Machen einen Abschreckungseffekt bei anderen Schülern zu erzielen.

Antwort
von FloTheBrain, 10

Wenn das wirklich Fakten sind, dann hat sie das gemacht um ihre Schüler vor diesem Typ zu beschützen. Kann ja sein, dass er noch andere erpresst oder bedroht. Und die Antworten der Schüler waren dann ja nicht öffentlich.

Antwort
von Winkler123, 42

Ich finde es sehr gut das die Lehrerin das gemacht hat !!! Diesem Typen muß dringend das Handwerk gelegt werden.

 

Kommentar von Paguangare ,

Das ist deine Meinung. In der Justiz gibt es jedoch bis zur rechtmäßigen Verurteilung eines Verdächtigen/Beschuldigten/Angeklagten eine Unschuldsvermutung. Ein Verdächtiger hat ein Recht darauf, dass mit seinen sensiblen Daten vorsichtig umgegangen wird, und dass die Öffentlichkeit nur in dem Maße informiert wird, wie es für die Aufklärung des Falles erforderlich und förderlich ist.

Nicht förderlich ist es, eine Gerüchteküche anzuheizen.

Antwort
von TheAllisons, 59

Das ist eben nicht so, das ist ein Sammeln von Beweisen, die dann der Polizei vorgelegt werden könne, man nennt das auch Zeugenbefragung. Das ist erlaubt.

Kommentar von xgunnixy ,

Ok wollte nur mal nachfragen, kam mir alles etwas spanisch vor, aber wenn das alles in Ordnung ist werd ich mich nicht weiter damit befassen.

Kommentar von Paguangare ,

Hallo, TheAllisons,

welche Expertise hast du für deine Aussage? Bist du Schülerin? Hast du derartige Vorgänge schon einmal erlebt? Wie ist es da verlaufen? Oder antwortest du "aus dem hohlen Bauch", was du so meinst?

Kommentar von Paguangare ,

Ich war immerhin vor einigen Wochen schon in einen Fall einer Straftat an einer Schule soweit involviert, dass ich bei einer polizeilichen Zeugenbefragung anwesend war.

Ich habe zugegeben, kein Experte zu sein und meine Vermutung als Vermutung deklariert.

Du jedoch schleuderst mit Behauptungen um dich und verbreitest eine vorgebliche Sicherheit, die eben nicht unbedingt von der Wirklichkeit gedeckt ist.

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