Frage von Natronlauge21, 27

Darf eine Bank weiterhin einer anderen Bank oder einem Staat viel Geld leihen?

Man redet von Bankrettung der Deutschen und dass 2/3 der Deutschen dagegen sind. Weiß jemand, ob die Bankregulierung verschärft wurde seit der Finanzkrise? Das Hauptproblem war ja die Kettenreaktion, Lehman geht pleite, schuldet Geld anderen Banken, diese kommen ebenfalls in Zahlungsschwierigkeiten und gehen Konkurs, usw. Dann das selbe Spiel wieder mit Griechenland, das Land geht pleite, die Banken, die viel Geld geliehen haben, gehen ebenfalls pleite. Gibt es eine Verordnung, die z.B. besagt, dass eine Bank einer anderen Bank, einem Staat, einem Unternehmen, etc. max. 1% oder vielleicht 5% seines Eigenkapitals leihen darf? Wenn dann nämlich das eine oder andere Land/die eine oder andere Bank pleite geht, dann bleibt die Kettenreaktion aus.

Dann braucht man auch nicht Angst haben, wenn eine Deutsche Pleite ginge...

Antwort
von wfwbinder, 9

Die Vorschriften über die Höchstkredite an einen Kunden gab es auch schon vorher. Das ist nicht der Punkt.

Natürlich leihen sich Banken untereinander Geld, anders ist das Bankgeschäft nicht zu machen.

Auch an Staaten werden Kredite vergeben, zumindest als der Konsortialführer bei einer Anleihenemission.

Antwort
von FrageSchlumpf, 4

Es gibt Großkreditgrenzen. Die helfen aber nur, wenn ein "Großer" Pleite geht. Wenn ich statt 1 Mrd an VW 100 Mal 10 Mio an Mittelständler oder 10000 Mal 100.000 an Immobilienkäufer verleihe nützt es mir nichts, wenn wie in der Krise 2008 alle Immoblilienkäufer nicht zurückzahlen können. Der Verlust ist immer der Gleiche.

Risiko ist systemimmanent. Man kann es nicht wirklich minimieren. Wichtig wäre es, dass man den Leuten endlich sagt, dass sie "ihr" Geld nur haben können, wenn es dieses Risiko gibt, und dass sie im Fall der Fälle eben nicht mehr alles zurückbekommen können.

So viel Wahrheit traut sich aber keiner zu sagen.

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