Frage von FruchtMutti, 90

Darf eine Bank (comdirect) meinen Beruf / Branche überprüfen für Girokonto?

Hallo Gemeinde,

im Online-Account meiner Bank (Comdirect) und auch bei der Kontoeröffnung meines Girokontos musste man den Beruf angeben und freiwillig die Branche. Schaut euch den Screenshot an, da kann ich es auch ändern.

Nun frage ich mich, faaalls ich hier einen "falschen" Beruf / Branche angebe, ist die Bank berechtigt, das irgendwie zu überprüfen, hat sie die Möglichkeit dazu? Immerhin könnte es ja sein, wenn da Student steht, dass man dann vielleicht keinen Dispo bekommt, weil die ja normal nicht so viel verdienen ;-)

Danek für eure fachkundige Hilfe! Eure Mutti.

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Antwort
von schleudermaxe, 27

... das machen die nur, wenn entsprechende Unterlagen/Angaben noch nicht vorhanden sind. Merke: Die Amis wissen alles und stellen ja auch alles incl. Foto etc. gegen bares zur Verfügung.

Antwort
von wernher88, 59

Wenn deine Einkünfte kommen wird man evtl die Herkunft erkennen. Der Dispo ist sowieso an der Höhe der Einlage und des zu erwartenden monatlichen Einkommen gekoppelt. Die Zinsen sind meistens so hoch, dass es sich lohnt bei anderen um Geld zu fragen.

Kommentar von FruchtMutti ,

dahin kommen meine einkünfte nicht. Also kann sie es dann nicht rausfinden?

Kommentar von wilees ,

Was soll denn dann dahin kommen?

Kommentar von FruchtMutti ,

spielt ja keine Rolle für dei Frage

Kommentar von wernher88 ,

Sollte sich herausstellen, dass du ein Konto eröffnen willst um einen Dispo zu haben, dann sag ich mal : Das funktioniert so glaub ich nicht! Es gibt Leute die selbst bei monatlichen Einnahmen keinen Dispo bekommen.

Antwort
von Rubezahl2000, 54

Darfst du falsche Angaben machen?

§ 263 StGB  Betrug
(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

Übrigens: Die Höhe des Dispo hängt ab von den regelmäßigen Zahlungseingängen auf dem Konto, nicht von dem eingetragenen Beruf.

Kommentar von FruchtMutti ,

es ging mir nicht mal um den Dispo, das war nur ein Beispiel. Einfach generell falls man aus Versehen was falsches eintragen würde bei Beruf.

Kommentar von Rubezahl2000 ,

Da du hier fragst, wird es ja kein Versehen sein, sondern Vorsatz und bewusste Täuschung.
Erwartest du wirklich, dass du DAFÜR hier Unterstützung bekommst?

Antwort
von bcords, 34

Die Frage nach dem Beruf hat meist nichts direkt mit dem Dispo zu tun sondern meist mit den Konditionen die dir für Kontoführung und ggf. Zinsen eingeräumt werden.

So bekommen häufig Angestellte aus der Finanzbranche, des öffentlichen Dienstes und Beamte bessere Konditionen als andere.

Ob du einen Dispo eingeräumt bekommst hängt vielmehr von deiner Bonität ab (monatliches Einkommen, Schufa).

Kommentar von FruchtMutti ,

Angestellte aus der Finanzbranche...

Ausgerechnet die größten Abzocker bekommen bessere Konditionen :D

Antwort
von bronkhorst, 17

Wenn die Bank Dein Girokonto führt, hat sie logischerweise Zugriff auf die Daten Deiner Zahlungseingänge.

Und wenn ein Kunde da als Beruf Gehirnchirurg angibst und dann monatlich ein mühsamer Tausender Nettogehalt vom Mindestlohn eintrudelt, merken die schon, dass der Kunde sie angeschnullert hat.

Wenn man sofort nach Kontowechsel einen Kredit oder einen Disporahmen haben will, werden meist auch aktuelle Gehaltsabrechnungen verlangt.

Wenn irgendwann nach falschen Angaben ein Kredit platzt oder eine Dispo-Linie nicht auf Anforderung wieder zurückgeführt wird, könnte die Bank durchaus den Vorwurf des Kreditbetrugs erheben; so richtig schlau ist das also nicht...

Antwort
von archibaldesel, 13

Die merken auch ohne diese Angabe, wie viel du verdienst. Zumindest wenn dein Gehalt dort eingeht. Und wenn nicht, bekommst du eh keinen Dispo.

Antwort
von donald1967, 29

Relativ einfach : die Daten werden für die Beratung / Werbung benutzt. Z.B. wenn du zur Bank gehst wird die Wertpapierberatung je nach Beruf / Branche anders aussehen (Wirtschaftsingenieur im Vergleich zum Hilfsarbeiter). Die Datensätze der Banken sind in vielen Fällen unvollständig bzw. falsch. Niemand meldet sich bei der Bank wenn er seinen Job (und somit die Branche wechselt). Bei der Kreditvergabe sieht die Bank natürlich ob die Angaben gestimmt haben (Gehaltseingänge oder Vorlage Gehaltsabrechnung).

Antwort
von Nube4618, 62

Wenn du unwahre Angaben machst, und es rauskommt, wird erstens der abgeschlossene Vertrag ungültig (ein allfällig hängiger Dispo wäre sofort zu Rückzahlung fällig), und zweitens könnte eine Anzeige wegen Urkundenfälschung oder Hinterlegung falscher Angaben auf dich zu kommen. 

Kommentar von FruchtMutti ,

oha, doch so krass? :-o Urkundenfälschung nur wegen nicht richtigem Beruf?`Und wenn mans aus Versehen falsch eintragen würde?

Kommentar von Nube4618 ,

Der Kläger (also die Bank) könnte dir unterstellen, dass du absichtlich falsche Angaben gemacht hast, um z. Bsp. an einen Dispo zu kommen. Wenn du das glaubhaft widerlegen könntest, hättest du Glück gehabt. Wenn du das nicht könntest, sähe es schlecht aus. 

Also ich würds nicht probieren....

Kommentar von grubenschmalz ,

A) welche Urkunde wird hier gefälscht?

B) Wo im StGB steht der Straftatbestand zu "Hinterlegung falscher Daten"?

Kommentar von Nube4618 ,

A) Zur Kontoeröffnung muss man üblicherweise ein Dokument unterschreiben, oder in den AGB bestätigen, dass man diese gelesen und verstanden hat. Das wäre dann ein Vertragsdokument. 

B) Angabe falscher Daten: Kommt ein Vertrag zustande, aufgrund unrichtiger Daten, kann dieser Angefochten werden, oder für nichtig erklärt werden. Zumindest in der Schweiz ist das so, aber muss zugeben, ich bin nun kein Rechtsexperte. 

Kommentar von archibaldesel ,

Unfug. Welche Urkunde sollte denn da gefälscht werden? Ein Dispo ist unabhängig davon sowieso jeden Tag fällig, genau wie ein Guthaben auf einem Girokonto.

Aber die Falschangabe ist sinnlos, da die Bank die Höhe des Gehalts sowieso sieht, sobald es auf dem Konto eingeht. Und ohne Gehaltseingang ist die Chance auf einen Dispo so gut wie Null.

Antwort
von feinerle, 63

Drehs mal um und stell Dir vor, Du wärst die Bank. Viele meinen ja, sie wären schlauer und die wollen so viel Zeugs, das sie gar nicht wissen müssten........ Ok. Du bist jetzt eine Bank!

Fantastisch, Panzerschränke voller Geld und Wertpapiere, Goldbarren, Münzen, Scheine die so schön rascheln und man kann herrlich mit spielen und drin schwimmen wie Onkel Dagobert.... was für ein Spaß. Kohle bis zum Horizont und alles gehört nur Dir.

Ok soweit.

Aber da kommt einer, der heißt wie Du und der will, dass Du ihm was leihst.

Zugegeben, Du leihst ihm nix von der Kohle in Deinen Panzerschränken, Du erschaffst den Zaster, den der sich leiht..... glaubst Du nicht? Ist aber so. Banken leihen nix von dem, was sie haben sondern erfinden das Geld, das sie Dir leihen (sonst könnten die CEOs nicht mehr im Geld baden, wär doch schade drum.....

Aber trotzdem, gibst Du dem einfach so was?

Was willst Du von dem wissen?

Genau, kann der Dir die Kohle zurückzahlen und wie sicher kannst Du sein mit dem Knecht? Was treibt der so? Was hat der? Was verdient der noch? Wie sicher ist sein Einkommen? Wie kannst Du den möglichst massiv  abzocken? Wieviel lässt sich an dem verdienen?

Und deshalb fragen die und deshalb werden die prüfen, was die können, wie Du das auch würdest - und deshalb leuchten die dem heim, wenn der flunkert, wie das auch DU machen würdest - sei ehrlich!

Und ja, das kommt raus, wenn Du flunkerst und dann wollen die das ganze Ding zurück, sofort, mit Ablösezinsen etc.

Sollten die also nur einen Anhaltspunkt bekommen, dass Du auch nur ein Komma geflunkert hast, machen die Dir den Garaus, dass DU kaum noch schnaufen kannst. Wenn die mit Dir dann fertig sind, hälst Du eine Atombombe für die Heilsarmee.

Und klar sind die berechtigt, das zu prüfen, über Creditreform, die Schufa, den angegebenen Arbeitgeber als Stichprobe, mit Anfragen an andere Banken und deren eigenen verbindungen Listen untereinander.

Das kann gut gehen, kann aber auch schief laufen. Also ich wäre extremst vorsichtig, was Banken angeht. Dann schon eher die Polizei behumsen als die, denn die Polizei hat weniger Möglichkeiten, da was raus zu finden.

Kommentar von AalFred2 ,

Du hast das mit dem Giralgeld nicht einmal annähernd verstanden.

Kommentar von feinerle ,

Welchen Teil habe ich nicht verstanden?

Dass eine Bank, wenn Sie jemandem einen Kredit gibt, den Buchgeldbetrag gutschreibt, diesen jedoch nirgendwo anders abzieht?

Wenn Du mir Geld überweist, wir Dir Buchgeld abgezogen und mir gutgeschrieben.

Wenn eine Bank einen Krdit gibt, schreibt die den Betrag gut, zieht ihn aber nirgendwo ab.

Im Verlauf der Tilgung jedoch schreibt die Bank sich selbst die Tilgungsraten gut und zieht die beim Schuldner ab. Der Tilgt, indem er Buchgeld von anderen bekommt, welches dort abgezogen wird und dem Schuldner gutgeschrieben wird.

Dadurch entsteht ein Loch, genau so groß wie die Höhe des Kedites.

Die Bank erfindet Buchgeld, das sie dann von anderen "wiederhaben" will, obwohl sie es zuvor gar nicht hatte.

Kommentar von AalFred2 ,
Antwort
von Antwort5, 7

Ich glaube schon. Aber das hängt  von einer Bank. Es gibt Unterschiede in verschiedenen Banken.

Hier kannst du mehr zum Thema Lesen:

http://bankkonten.net/girokonten

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