Frage von juristenkind, 68

Darf ein Verteidiger den gegnerischen Anwalt beleidigen?

Also indirekt zB? Oder auch außerhalb von Gericht

Antwort
von Interesierter, 39

Nein, das darf er definitiv nicht. Eine Beleidigung ist eine Straftat. 

Was er allerdings darf, ist die Glaubwürdigkeit eines Anderen in Zweifel ziehen. Er kann Andeutungen machen. Das Spektrum an legalen Methoden, Andere aus der Reserve zu locken, ist sehr groß. 

Ein guter Verteidiger wird auf das Mittel einer Beleidigung auf keinen Fall zurückgreifen. Er wird vielleicht nahe an die Grenze gehen, er wird sie aber nicht überschreiten. 

Antwort
von Stefffan7, 46

Das wird vor dem Gericht als ganz normale Beleidigung gewertet, ist also ein Antragsdelikt. Im Gericht wird der Verteidiger zusätzlich noch n Ordnungsgeld vom Richter aufgebrummt bekommen, ob es da weiter Konsequenzen gibt weiß ich nicht.

Antwort
von MarliesMarina12, 33

Nein nicht wirklich sie müssen schon sachlich bleiben nur bissige Angriffe sind schon erlaubt

Antwort
von LilibethQuak, 22

Beleidigung steht immer unter Strafe. 185 StGB

Da wird kein Unterschied gemacht, um wen es dabei geht. Die Frage ist nur, ob es wirklich eine Beleidigung ist.

Antwort
von Translateme, 31

Glaube mir, kein Kollege "beleidigt" einen anderen, auch wenn das für dich so erscheinen mag. Wir kennen uns alle untereinander u wissen, dass im Gerichtssaal nicht jedes Wort auf die Waaagschale gelegt wird. 

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