Frage von angelah, 95

Darf ein Vermieter die Gebäudehaftpflicht in die Jahresnebenkosten Abrechnung auf jeden einzelnen Mieter zu gleichen Teilen verteiten L.G.angelah danke?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von albatros, Community-Experte für Mietrecht, 52

Die HV darf umgelegt werden nach anteilger Wohnfläche und vor allem nur dann, wenn das im Mietvertrag vereinbart wurde. Es reicht allerdings der Verweis auf die Betriebskostenverordnung. In dieser sind sämtliche 16 Arten von BK zuzüglich Sonstige aufgelistet. Kannst du googlen.

Antwort
von schleudermaxe, 37

... aber in der heutigen Zeit und den diesbezüglichen Urteilen wird doch kein Vermieter so einen Schlüssel vereinbaren. Schaue vorsorglich also in die Urkunde und rüge ggf. die Abrechnung. Der Vermieter möge belegen, wie er die Personen ermittelt haben will.

Antwort
von Parhalia, 71

Dazu müsstest Du den Hintergrund Deiner Anfrage ein wenig genauer erläutern. Wenn alle Wohnungen die gleiche Grösse hätten, so wäre es der einfachste Fall für ein "Ja" als Antwort.

Kommentar von angelah ,

3 Wohnungen haben 65 qudrat cm und 3 Wohnungen 78

Kommentar von Parhalia ,

Da stosse ich als Laie auch an meine beratenden Grenzen. Aber prinzipiell ist eine nicht verbrauchsabhängige Umlegung anteiliger Nebenkostenanteile auch vertragsrechtlich pro Wohneinheit zulässig. Dieses darf aber auch nur in einem derartigen Rahmen nicht nachteiliger Beeinträchtigung unter den realen Mietparteien geschehen.

Hier ein informativer Link diesbezüglich :

http://www.mietrecht-neu.de/nebenkosten-betriebskosten/wohnflaeche.html

Wohngebäudeversicherungen zählen meiner Auffassung zufolge nicht zu den "verbrauchsabhängigen" Nebenkostenanteilen.

Und falls Dir das helfen sollte : mein Vermieter rechnet die Versicherungen zwar nach Wohnungsgrösse anteilig an, berücksichtigt dafür aber auch nicht die ihm bekannten Personen pro Wohneinheit.

In meiner persönlichen Ansicht sehe ich darin aber auch kein Problem. Allen kann man es aber auch nicht rechtmachen. Die Anteilsabweichung rein von der Wohnungsgrösse her liegt ja auch bei Dir zwar grob bei 15%, aber wie verhält es sich dabei durchschnittlich mit dem ( Vermieterbekannten ) Personenschlüssel pro Wohneinheit ?

Und jetzt mal im Blick auf die Kostenaufstellung in meiner detaillieren Jahresendabrechnung sind die Versicherungen des Gebäudes eher im Mittelfeld unseres Verteilungsschlüssels der umgelegten NK-Einzelposten. Umgerechnet auf ein Jahr würde sich in diesem Posten dafür für mich eine Differenz von etwa 10 Euro im Jahresbeitrag ergeben. ( Wenn ich jetzt mal unsere Versicherungsanteile von Wohnfläche mit 15 % auf Dein Abrechnungsmodell mit reinen Wohneinheiten umrechnen würde )

Antwort
von DrMaHinz, 38

Ja, das darf er. Sämtliche Haft- und Sachpflichtversicherungen sind umlegbar: Beispielsweise Gebäude-, Grundbesitzerhaftpflicht-, Öltank- und Glasbruchversicherung. Nicht zu zahlende Versicherungen sind Rechtsschutzversicherung, Hausratversicherung und Mietausfallversicherung.

www.immobilien-einblick.de/betriebskosten

Grundsätzlich müssen die einzelnen Posten aber im Mietvertrag klar vereinbart sein. Einfach ein Verweis auf die Betriebskostenverordnung oder eine Klauseln wie „Der Mieter trägt die Nebenkosten“ genügt nicht. Ansonsten sind nämlich überhaupt keine Nebenkosten zu zahlen. Es wird dann davonausgegangen, dass die Nebenkosten schon in der Miete enthalten sind.

Expertenantwort
von anitari, Community-Experte für Mietrecht, 38

Wenn das vertraglich so vereinbart ist, ja.

Wenn nicht muß er es nach der jeweiligen Wohnfläche umlegen.

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