Frage von Tillex, 262

Darf ein verkaufender Züchter die Weiterzucht durch den Käufer verbieten?

Ich will einen Hund kaufen und habe endlich einen nahezu perfekten Züchter gefunden, jedoch steht im Kaufvertrag, dass er die Weiterzucht verbietet und Zuwiderhandlung mit 2000€ Strafe geahndet wird. Darf er das überhaupt? Denn ich möchte eines Tages schon sehr gern ein paar eigene Würfe züchten. Danke im Voraus!

Expertenantwort
von dsupper, Community-Experte für Hund, 117

Hallo,

man kann natürlich alles in Kaufverträge hineinschreiben - rechtens wird es dadurch nicht.

Wenn so ein Passus im Kaufvertrag auftaucht, dann stellen sich drei Fragen:

- hat der Hund schon jetzt einen ersichtlichen Fehler, der eine spätere Zuchtverwendung unmöglich macht und wurde der Kaufpreis gemindert?

dann ist der Passus rechtmäßig

- hat der Hund keinen ersichtlichen Fehler und wurde der Kaufpreis aufgrund dieses Zuchtverbotes deutlich gemindert?

dann ist der Passus rechtmäßig

- hat der Hund keinen ersichtlichen Fehler und wurde der Kaufpreis nicht gemindert, dir also kein Vorteil verschafft

dann ist der Passus NICHT rechtmäßig.

Ein Kaufvertrag beinhaltet im Grunde zwei Faktoren:

- der Verkäufer verschafft dir das Eigentum!! an der Ware und zwar OHNE Wenn und Aber

- der Käufer zahlt den Kaufpreis - auch ohne Wenn und Aber.

Die Einschränkung deines Eigentumsrechts kann nur erfolgen, wenn du dadurch erhebliche Vorteile erlangst (z.B. ein deutlich reduzierter Kaufpreis).

Ansonsten kommt der Züchter mit so einem Verbot nicht weit.

Andererseits finde ich auch dein Vorhaben, später selbst zu "vermehren", sehr verantwortungslos. Willst du tatsächlich züchten, dann solltest du das auch mit allen Konsequenzen machen: im VDH, mit sämlichen Schulungen und Fortbildungen, mit für zuchtfähig befundenen, sprich angekörten Hunden (die entsprechend auch gesundheitlich gecheckt sind), mit einer kontrollierten und überwachten Zuchtstätte.

Wahrscheinlich versucht dein Züchter "seine" Hunde durch so einen Passus davor zu schützen, als Vermehrerhunde missbraucht zu werden - das ist sehr löblich von ihm.

Gutes Gelingen

Daniela

Kommentar von Tillex ,

"vermehren" war sicher von mir etwas ungünstig formuliert, ich habe vor einen richtigen Zwinger zu eröffnen wie ich auch in meiner Antwort zum Abschluss deutlich gemacht habe, habe außerdem einen Züchter gefunden bei dem alles passt. Danke für die Antwort!

Kommentar von friesennarr ,

Woher willst du wissen, das dein Welpe später mal Zuchtmaterial wird?

Kommentar von Tillex ,

weiß ich doch nicht aber falls er es ist würde ich gerne das recht haben ihn zur zucht zu verwenden was is daran so schwer zu verstehen er ist nicht mein einziger hund 

Kommentar von dsupper ,

lol - es ist ein wenig sehr "blauäugig", den ersten Hund dieser Rasse zu kaufen - und gleich zu beschließen, damit ein seriöser VDH-Züchter zu werden. Dazu bedarf es überaus guter Kenntnisse der Rasse - und die erwirbt man erst, wenn man sich sehr lange und intensiv mit eben dieser Rasse - auch praktisch mit mehreren Hunden - auseinandersetzt. Und ob dieser Hund überhaupt für die Zucht geeignet ist, wird sich erst in 1 - 2 Jahren herausstellen.

Kommentar von Tillex ,

ich habe schon seit jahren hunde dieser rasse und kenne mich sehr gut mit ihnen aus. außerdem möchte nicht von heute auf morgen professieneller züchter werden sondern eines tages wenn es sich ergibt. und der welpe den ich kaufe soll nicht grundstein einer dynastie werden, ich will mir nur das recht vorbehalten ihn zur zucht zu verwenden wenn alles passt, er ist doch nicht mein einziger hund. ihr urteilt alle ohne nachzudenken oder mich zu kennen

Kommentar von dsupper ,

Wenn du aber doch schon seit Jahren Hunde dieser Rasse hast - dann verwundert es mich doch sehr, dass dir die passenden Züchter nicht lange bekannt sind?

Und "eines Tages" Züchter werden - aber den Welpen jetzt mit Zuchtabsichten zu kaufen - das schließt sich aus.

Den ersten Wurf sollte eine Hündin, wenn man an ihrem Wohl interessiert ist, mit ca. 2 -2,5 Jahren haben.

Um seriöser Züchter im VDH zu werden, müsstest du bereits JETZT mit allen notwendigen Vorbereitungen beginnen, sonst ist das nicht zu schaffen.

Die notwendigen Seminare brauchen Zeit und Termine gibt es nicht "von jetzt auf gleich", oft ist alles auch weit im Voraus ausgebucht. Ein Zwingerschutz bei der FCI braucht seine Zeit, deine Zuchtstätte muss entsprechend hergerichtet werden und dann kontrolliert und abgeommen werden .... der Papierkrieg mit allen Genehmigungen etc. dauert ewig ....

Mir scheint, du gehst da ziemlich blauäugig dran, als wäre das "mal eben so im Vorbeigehen" zu erledigen. So ist es aber nicht ...

Kommentar von qugart ,

Ich denke, dass das Zuchtverbot auch dann gilt, wenn da kein Fehler und/oder keine Kaufpreisminderung vorliegt. Es geht ja nicht darum, dass der Käufer einen Vorteil erhält, sondern dass er keinen unverhältnismäßigen Nachteil hat. Siehe § 307 BGB.

Den Nachteil hätte der Käufer ja nur dann, wenn das Tier mit dem Zweck der Zucht gekauft wird.

Im Grunde ist es ein normaler Kaufvertrag. Verträge können gestaltet werden wie man lustig ist, solange der Inhalt nicht gegen bestehende Gesetze verstößt oder sittenwidrig ist. Einen Verstoß sehe ich da bei dieser Klausel nicht.

Kommentar von dsupper ,

Aber die Käuferin plant ja, mit dem Welpen zu züchten. Kann sie das nicht, durch besagtes Zuchtverbot, dann hat sie schon einen erheblichen Nachteil. Und je nachdem, wie verantwortungsvoll und aufwändig - oder eben nicht - man diese Zucht betreibt, kann dies sogar einen sehr großen finanziellen Nachteil darstellen.

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Hund, 100

Wenn man sich einen Hund kauft, mit dem man später mal züchten will, dann geht man ganz explizit auf die Suche nach einer Zuchthündin, und kauft nicht irgend einen weiblichen Welpen.

Es gibt Züchter die Familienhunde züchten und es gibt Züchter, die auch Zuchthündinnen nachziehen und dann auch an andere Züchter verkaufen.

Wenn man in einem Zuchtverband eingeschrieben ist (gute Vorraussetzungen um überhaupt zu züchten) dann weis man wer gute Hündinnen züchtet, die auch das potenzial haben wieder als Zuchthündin gekört zu werden.

Wenn du den Hund kören lassen willst, dann sag das dem Züchter und stell sie bei Zuchtverbänden in den Ausstellungen vor, sollte sie dann gekört werden, kannst du dir immer noch die Genehmigung vom Züchter einholen, normalerweise haben die dann nichts mehr dagegen.

Was dieser Züchter macht, ist der Versuch zu verhindern das jeder einfach wahllos Welpen nachzieht.

Ein zukünftiger Züchter sollte das alles wissen.

Kommentar von dsupper ,

Jeder Welpe, der innerhalb einer kontrollierten und überwachten VDH-Zucht das Licht der Welt erblickt, hat theoretisch das Potential, ein Zuchthund zu werden. Denn alle diese Welpen entstammen angekörten Elterntieren, mit den besten Anlagen und dem Rassestandard entsprechend.

Natürlich "pfuscht" die Natur dem Züchter auch ins Handwerk und es entstehen Fehler, die die Zuchtverwendung eines Hundes unmöglich machen.

Aber das überaus Schwierige für einen Züchter ist es ja grade, bei den Welpen im Alter von 8 oder 10 oder 12 Wochen auszuwählen, welchen Hund er u.U. für eine mögliche Weiterzucht selbst behalten will, welcher Welpe an die Käufer geht, die von vornherein "nur" einen Familienhund möchten, welcher Welpe sich für die Käufer eignet, die eine eigene Zucht betreiben oder betreiben möchten. Wie das Leben so spielt, stellt sich der eigene Welpe als nicht körfähig heraus, wo hingegen der Familienhund der tollste Vertreter seiner Rasse wird - i.d.R. aber für die Zucht verloren ist.

Aber es gibt keinen Züchter, der "Familienhunde" züchtet oder eben "Zuchthunde".

Kommentar von friesennarr ,

Ich weis das alles, warum erklärst du es mit nochmal?

Genau so habe ich es doch gemeint. Meine könnte auch auf Zuchtschau gehen, aber da wir nicht vor haben zu Züchten ist es sinnlos.

Der Züchter züchtet in erster Linie der Rasse wegen und die Welpen werden verkauft, es sei den da ist einer oder zwei dabei, die er für die Zucht geeignet hällt - diese verkauft er dann lieber an einen anderen Züchter, oder behält sie selbst.

Das habe ich gemeint in meinem Satz, man beachte das "auch":

Es gibt Züchter die Familienhunde züchten und es gibt Züchter, die auch Zuchthündinnen nachziehen und dann auch an andere Züchter verkaufen.

Diese entstehen natürlich von alleine.

Kommentar von dsupper ,

Dann hast du es recht "unverständlich" ausgedrückt. Mir schienest du auszusagen, dass es eben zwei verschiedene Züchterarten gibt: die einen, die Familienhunde züchten und die anderen, die (auch) Zuchthunde züchten - und das wäre eben falsch.

Wenn ich dich missverstanden habe, dann war mein Post natürlich überflüssig.

Kommentar von friesennarr ,

Ja sorry - war bissl umständlich.

Kommentar von Tillex ,

ich kaufe den welpen doch nich direkt zur zucht sondern will nur wissen ob ich das recht zur zucht hätte falls er tauglich seien sollte, wenn er nicht tauglich ist bleibt er halt ein geliebter familienhund 

Antwort
von planplants2, 78

Nein, der passenden Züchter wird das sicher nicht sein. Der verkauft nämlich kein Zuchttier an irgendeine Privatperson ohne, dass diese ihre Kenntnisse nachweisen kann. Außerdem warst du innerhalb von ein paar Minuten sicher noch nicht bei dem Züchter und hast dir alles angesehen.
Wenn du dir auch einen Welpen holst als Zuchttier, ist es später trotzdem nicht sicher, ob er dann auch als Zuchttauglich eingestuft wird

Ich bleibe dabei: Du willst vermehren, ansonsten wärst du nicht so Beratungsresistent und würdest deine Entscheidung über den richtigen Züchter nicht so übers Knie brechen, nur weil er dir einen Welpen zur Zucht verkauft.

Wirklich schade.

Antwort
von Madru, 113

Ja, das darf er. Wir haben in Deutschland die Vertragsfreiheit und somit kann er solch eine Klausel mit hinein schreiben und ggf. die 2.000,-€ einklagen.

Ich finde es auch super das er das macht und spricht in meinen Augen eindeutig dafür das es sich um einen Züchter handelt der diesen Namen auch verdient.

Wenn ich hingegen lese das du schon vorhast mit dem Hund zu "züchten" und, koregier mich wenn ich falsch liege, heraus lese das du keineswegs beabsichtigst dies seriös und richtig über einen Verein zu machen, Züchterseminare zu besuchen und über Vererbungslehre wissen anzueignen, dann kann man da bestimmt nicht von Zucht reden. Das ist dann Vermehren und somit abzulehnen.

Hast du hingegen wirklich vor zu züchten kann ich mich nur meinen Vorrednern anschließen. Geh in einen Verein und hol dir soviel input wie du nur bekommen kannst. Sag deinem Züchter offen und ehrlich das du ein Zuchttaugliches Tier haben möchtest. Ein wirklich guter Züchter ist offen für solche anfragen und wird dir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Er sieht in dir keinesfalls eine Konkurenz sondern einen Gleichgesinten.

Antwort
von Jessii1606, 51

Der Züchter kann es dir verbieten, wenn du z.B. keinen für die Zucht geeigneten Welpen hast. Das heißt er hat irgendwelche bleibenden Krankheiten oder Ähnliches, die später womöglich vererbt werden. Da gibt es eine Menge Gründe, wieso du mit dem Tier nicht züchten darfst.

Hast du allerdings einen kerngesunden (teuren) reinrassigen Welpen gekauft, dann kann dir so ein Satz in dem Vertrag keine Zucht verweigern.

Allerdings solltest du wirklich eine ordentliche und eingetragene Zucht führen und daher auch alle notwendigen Seminare usw. besuchen.

Persönlich finde ich auch, dass man mit dieser Rassenzucht mal aufhören sollte, bzw. keine neuen Züchter mehr in die Vereine lassen sollte, solange im Tierheim und in Tierschutzvereinen noch so viele liebe Welpen, Junghunde und erwachsene Hunde auf ein tolles Zuhause warten.

Expertenantwort
von jww28, Community-Experte für Hund, 84

Hi,

Wenn du mit einen Rassehund züchten willst, dann musst du dir auch ein Zuchttier kaufen, was zur Zucht freigegeben ist. Mit aussortierten Liebhabertieren züchtet man nicht, sie wurden ja so einkategorisiert weil eben irgendwas nicht stimmig ist, zB der Rassestandard nicht erfüllt wird, Gendefekte existieren etc. 

Schau nach einen schönen Hund der zur Zucht auch freigegeben ist, kostet zwar mehr, aber darf sich dann auch gesunder Rassehund nennen ;) frag ihn doch mal nach den Grund ;) 

Rechtlich ist es meiner Meinung nach nicht haltbar, aber menschlich und sachlich gesehen richtig so, um eben Rassehunde auch für die Zukunft zu bewahren, stell dir vor jeder züchtet mit Fehlern, dann gäbe es irgendwann manche Rassen nicht mehr, willst ja vermutlich ein bestimmten Rassehund weil dir irgendwas daran gefällt, stell dir einfach vor das Laien das auch rauszüchten könnten..

Kommentar von Korrelationsfkt ,

Es werden durchaus auch Zuchttaugliche Hunde als Liebhabertier verkauft.

Kommentar von jww28 ,

Deswegen soll der Fragesteller ja nach den warum fragen, evtl hat der Züchter auch das System das Liebhabertiere bei ihm weniger kosten, als ein Vertrag für ein Zuchttier. Manche wollen auch einfach grundsätzlich nicht das mit ihren Hunden gezüchtet wird, da es genug Züchter gibt würde ich zu mindestens das einfach akzeptieren und woanders weiter suchen. Es zwingt ein ja niemand dazu ein Vertrag, der ein nicht passt mit jemanden zu machen ;)

Antwort
von Nschoschi, 73

Nein, diese Vertragsklausel ist ungültig!

Genau dies ist zb. ein Problem der Tierschutzvereine!


Tritt der ursprüngliche Eigentümer seine Eigentumsrechte ab, so hat er keinerlei Anspruch auf irgendetwas was der neue Eigentümer mit der Sache als solches anstellt.

Tiere gelten als Sache (leider).


Es kann mir ja auch kein Autoverkäufer verbieten, den grünen Wagen rot umzulackieren.

Ist allerdings im VErtrag fixiert, dass zwar Geld fliesst, aber zb. der Hund Eigentum des Züchters bleibt (so wie auch einzelne Tierschutzvereine Tiere vermitteln), dann kann der Züchter dies, da ja noch Eigentümer, untersagen.

Ansonsten ist es eine hohle Klausel im Vertrag, die nur einschüchtern soll.


Die Frage ist vielmehr, warum der Züchter dies unterbinden will? Hat der Hund zb. einen vererblichen genetischen Fehler (MDR-Faktor, Gebiss-, Farbfehler?), wird der Hund zu groß, Muttertier hat jetzt erst erkannten Zuchtfehler (Kaiserschnittgeburt nur möglich?).

Denn normalerweise freut sich ein guter Zuchter darüber, wenn seine Zuchtlinie erfolgreich weitervermehrt wird.

Da bedarf es genauer Abklärung!

Kommentar von dsupper ,

wenn seine Zuchtlinie erfolgreich weitervermehrt wird.

NEIN, geanu darüber freut sich KEIN seriöser Züchter. Er freut sich darüber, wenn mit seiner erfolgreichen Blutlinie weitergezüchtet wird - aber wenn die eigenen Welpen ohne Sinn und Verstand, ohne Kenntnisse und Wissen für eine Vermehrung missbraucht werden - darüber freut er sich NICHT.

Kommentar von Tillex ,

bitte etwas weniger gehässig, wir stehen meiner meinung nach hier alle auf einer seite

Kommentar von dsupper ,

@Tillex - was an meinem Kommentar "gehässig" ist, das musst du mir bitte mal erklären. Ich bin selbst seit fast 4 Jahrzehnten Züchter im VDH - einige meiner Nachzuchten sind erfolgreich bei anderen Züchtern für die Nachzucht eingesetzt worden - darüber habe ich mich gefreut, es hat mich sogar irgendwie stolz gemacht.

Zum Glück hat niemand mit "meinen" Welpen sinnfrei Nachwuchs produziert (bei den Rüden kann ich es natürlich nicht ausschließen - lol) - denn darüber hätte ich mich NICHT gefreut. Und ich weiß, dass es meinen Züchterkollegen genauso ergeht.

Züchten und vermehren sind zwei grundsätzlich völlig gegensätzliche Dinge, auch, oder besonders im Hinblick auf das Wohl der Hunde.

Kommentar von dsupper ,

sorry, kleine Korrektur - ich bin natürlicher erst seit fast 3 Jahrzehnten Züchter im VDH - seit fast 4 Jahrzehnten bereichert diese Rasse mein Leben

Kommentar von Nschoschi ,

Okee, wer Deutsch kann und lesen ist klar im Vorteil. Ich schrieb extra "erfolgreich"... Erfolgreich heißt im züchterische Sinne, dass die Blutlinie ohne ihre Mängel weiter gezüchtet wurde. // DAS IST DEFINITIV KEINE WILDE VERMEHRUNG!

Kommentar von dsupper ,

"erfolgreich vermehren" könnte man auch anders interpretieren - viele Welpen .... ein Züchter würde niemals davon reden, dass er seine Hunde vermehrt ...

Kommentar von Nschoschi ,

Ähm... aber lesen kannst du schon? Da steht erfolgreich. Erfolgreich ist keine Weitervermehrung im Sinne von Masse, sondern dient dem Erhalt der Zuchtlinie und des Standarts, - Zucht von gesunden Tieren. Ansonten ist die Zucht keine erfolgreiche, sondern eine ertragsreiche. Ist schon schwer mit Sprache von Deutsch!

Kommentar von dsupper ,

Ähm - aber schreiben kannst du schon? Ein Züchter, der mit viel Wissen und Können züchtet, wunderbare Welpen auf die Welt bringt und mit seiner Zucht Erfolge verbuchen kann, der würde NIEMALS von sich sagen: er "vermehre erfolgreich" oder er wäre ein "erfolgreicher Vermehrer".

Und "ertragreiche Zucht" schließt sich schon von ganz alleine aus - das nur am Rande.

Kommentar von Nschoschi ,

Ganz ehrlich, hier wird Recht und Bauchgefühl so was von in einem Topf geworfen, - .... hier wird sogar Recht mit Bauchgefühl beantwortet, ohne Rechtsgrundlage! Recht und Bauchgefühl sind zwei paar Schuhe...... und wenn Worte so auf die Goldwaage gelegt werden, frage ich mich allen Ernstes, wieso legt hier niemand mal das Gesetz soooo auf die Waage. Denn ein solcher Vertrag würde die Eigentumsrechte einschränken. Jeder kann in D sein Eigentum so nutzen, wie er es will, es sei denn, ein Gesetz verbietet dieses. Da kann der Züchter rein schreiben was er will, zb. Impfen verboten, Kastrieren verboten, ..... nix zählt. Ausnahme ist das Vorkaufsrecht, - das schränkt aber das Nutzungsrecht des Eigentümers nicht ein.

Kommentar von Tillex ,

Danke für die Kompetente Antwort! Ich dachte mir etwas in der Richtung war mir aber nicht 100%ig sicher ob meine Rechtskenntnisse ausreichen.

Der Beweggrund des Züchters ist in diesem Fall meiner Meinung nach Konkurrenzdenken, sonst wäre alles stimmig aber als ich ihn nett auf diesen Paragraphen aus dem Vertrag (welcher nebenbei gesagt etliche Rechtschreib nd Grammatikfehler enthielt.. auffällig viele) ansprach wurde er ungehalten und hat abgeblockt. Habe jetzt einen besseren Züchter gefunden.

Antwort
von Jule59, 34

Zunächst gilt der Grundsatz: Pacta sunt servanda - Verträge sind einzuhalten. Wenn du einen Vertrag unterschreibst, bist du grundsätzlich auch verpflichtet, die dort getroffenen Vereinbarungen zu erfüllen. Das ist von der anderen Vertragspartei auch einzuklagen.

Dabei kann es dann Einschränkungen geben, wenn du als Käufer gem. § 301 I BGB unangemessen benachteiligt würdest.

Sollte in dem Vertrag z.B. stehen, dass es sich um ein Liebhabertier handelt oder dass das Tier aus konkreten Gründen, die in dem Tier begründet liegen (Zuchtfehler), nicht zuchtgeeignet ist, bist du an den Passus gebunden.

Auch wenn du finanzielle Vergünstigungen beim Kaufpreis erhalten hast, weil das Tier nicht zuchtgeeignet ist, musst du dich an die Klausel halten.

Erwirbst du das Tier mit vollem Kaufpreis und ohne Fehler, die für die Zucht relevant wären, greift u.U.  § 301 I BGB. Eventuell kann aber auch hier der Züchter geltend machen, dass er sich durch das Zuchtverbot vor Konkurrenz schützen möchte.

Im Rassekatzenbereich sind im allgemeinen in jüngerer Zeit noch krudere Vertragsbedingungen in Mode.

Schützen kann man sich als Käufer am besten dadurch, dass man sich die Bedingungen genauestens durchliest und bei Nichtgefallen woanders kauft.



Kommentar von Nschoschi ,

Nein, auch da ist man nicht gebunden. Man kann nur nicht den Verkäufer (Züchter) haftbar machen, wenn das Tier dann nicht zur Zucht gegelassen wird. ... zb. weil es eine einen zuchtausschließenden Mangel hat (einseitig kleiner Hoden zb.)

Antwort
von Tillex, 61

Ich danke erstmal für die Antworten an sich die meine eigentliche Frage beantwortet haben!

verstehe allerdings nicht wieso ich nun der Hundevermehrerei und dem schnellen Geldmachen bezichtigt werde. Ich habe ein 4000qm Grundstück, bereits viel Erfahrung mit Hunden und hatte selbstverständlich die Absicht einem Verein beizutreten. Außerdem ist das Tier durchaus zur Zucht geeignet und besitzt rassisch einwandfreie Gene! Also wie ich finde Verschwendung eine Weiterzucht zu verbieten. Viele von euch urteilen hier zu früh denn der Züchter selbst bezeichnet sich auch als Hobbyzüchter und seine Beweggründe liegen meiner Meinung nach in Sturheit und Konkurrenzdenken. Trotzdem danke.

Kommentar von friesennarr ,

Alle VDH Züchter sind Hobbyzüchter, weil eine gewerbliche Hundezucht unter VDH Siegel verboten ist.

Kommentar von Tillex ,

danke dessen war ich mir nicht bewusst aber die Grundaussage bleibt die selbe

Kommentar von dsupper ,

Außerdem ist das Tier durchaus zur Zucht geeignet und besitzt rassisch einwandfreie Gene!

DAS ist ziemlicher Unfug, denn noch ist es ja ein Welpe. Es können noch und noch Fehler entstehen - auch bei rassereinen einwandfreien Genen. Zahnfehler passieren häufig, falsche Ohrstellungen ebenso, bei manchen Rassen gibt es größenmäßige Mindest- oder Höchstgrenzen und und und.

Mit der Zeit und nach vielen vielen VDH-Ausstellungen und diversen gesundheitlichen Untersuchungen wird es sich erst herausstellen, ob der Hund tatsächlich körfähig ist.

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 84

Warum möchtest Du eigene Würfe züchten?

Planst Du, in einen VDH-Zuchtverein einzutreten, Züchterseminare zu besuchen, Deine Hündin auszustellen und ankören zu lassen?

Kommentar von Tillex ,

Danke aber meine Frage wurde geklärt. Ich denke ich habe ihre Fragen in meiner Antwort, welche ich soeben verfasst habe beantwortet, natürlich will ich einen richtigen Zwinger mit allem Aufwand der dazu gehört gründen. Danke für die Hilfe ich habe jetzt einen passenden Züchter gefunden!

Kommentar von Korrelationsfkt ,

Wenn du nun tatsächlich einen "passenden" Züchter gefunden hast, ohne dass du in irgendeinem Zuchtverein bist oder sonst irgendeine Ahnung von Zucht und den damit verbundenen Dingen hast, dann würde ich nochmal schauen ob es sich tatsächlich um einen passenden Züchter handelt.

Ich kenne auch keinen einzigen Züchter der Zuchttiere an X-Beliebige Personen verkauft.

Kommentar von Berni74 ,

In dem Fall sollte sich der Züchter ja eigentlich freuen. Allerdings mußt Du schon auch damit rechnen, daß sich beim heranwachsenden Hund noch Dinge herausstellen, die ihn zuchtuntauglich werden lassen. Das ist das Risiko, das man als Hundezüchter (oder zukünftiger Hundezüchter) hat und mit dem man leben muß.

Ich hoffe, daß die Fellnase dann trotzdem noch bei Euch bleiben darf. Viele verkaufen ihre Hunde nämlich, wenn sie merken, daß sie nicht "nutzbar" sind. :-(

Kommentar von Tillex ,

ich habe schon lange Hunde und in erster Linie geht es mir um die Liebe zum Tier! Mein letzter Hund (ist leider von uns gegangen..) war auch unfruchtbar aber wen interessiert das, trotzdem ein geliebtes Familienmitglied und wir trauern alle sehr um sie.

Kommentar von dsupper ,


Danke für die Hilfe ich habe jetzt einen passenden Züchter gefunden!


Innerhalb von einer Stunde?? WOW

OHNE den Züchter zu besuchen, sich die Tiere und die Zuchtstätte anzuschauen?? Gute Entscheidung.

Kommentar von Tillex ,

du hast mich ertappt ich hab noch garnichts gefunden aber hab grade keine lust mehr hier geächtet zu werden als tierschänder oder wofür ihr mich auch haltet, ich weiß nich wieso hier nur "gehatet" wird, die informativen antworten sind auch vorhanden stehen aber anscheinend eher im hintergrund 

Kommentar von Berni74 ,

Ich weiß nicht, wie häufig Du hier mitliest. Aber Du machst Dir keine Vorstellung, wie viele Leute ständig erzählen, daß sie ihre Hund decken lassen wollen oder decken lassen haben und dann mit der Situation völlig überfordert sind. Das geht bis hin zu denen, die während der Geburt hier schreiben, was sie machen sollen, weil die Hündin die Nabelschnur nicht durchbeißt.

Da wird ohne Sinn und Verstand vermehrt und dabei das Leben der Hündin und der Welpen aufs Spiel gesetzt.

Verständlich - daß dann bei denen hier in der Community, die solche Fragen fast täglich beantworten, sofort erstmal die Alarmglocken schellen.

Wie gesagt, wenn Du das wirklich ernsthaft betreiben und damit die Rasse erhalten und gesund erhalten möchtest - mit allem, was dazu gehört - dann ist das doch völlig ok. Ein Züchter wird Dir da auch keine Steine in den Weg legen, wenn er das Gefühl hat, daß Du es mit Deinem Vorhaben ernst meinst.

Am besten, Du legst bei ihm gleich von Anfang an die Karten auf den Tisch, vielleicht kann er Dir ja dann auch bei Deinem züchterischen Werdegang zur Seite stehen.

Antwort
von planplants2, 111

Jetzt kaufst du schon bei einem seriösen Züchter und dann willst du später doch mit deinem Hund vermehren? In diesem Fall musst du dir ein Zuchttier kaufen, denn auch wenn der Hund aus einer seriösen ucht stammt solltest du nicht einfach mit ihm Züchten, die Welpen hätten dann ebenfalls keine Papiere.

Ein Züchter wird dir einen Hund aber nur als Zuchttier verkaufen, wenn du Erfahrung hast.

Bitte unterlasse diese Hundevermehrerei! Trete dem Zuchtverband der entsprechenden Rasse bei und informiere dich richtig. So ein Wurf ist sehr anstrengend und wirklich was raus springt für den Züchter bei guter Aufzucht auch nicht.

Kommentar von Tillex ,

Du brauchst mich nicht damit beleidigen das ich "Hundevermehrerei" plane, ich plane seriöser Züchter zu werden, mit offiziellem Zwinger und allem Aufwand der dazu gehört. Vorurteile andere Leute nicht vorschnell. 

Kommentar von planplants2 ,

Dann trete doch erstmal dem entsprechenden Zuchtverein bei. Besuche Seminare etc. damit du der Züchterin deine Sachkunde nachweisen kannst. So wird sie, genau wie ich, vermuten, dass du vermehren willst und dir sicherlich kein Zuchttier verkaufen.

Antwort
von medmonk, 97

Kurz und knapp: Ja, er darf dir die Weiterzucht verbieten. Was auch mehr für den Züchter selbst spricht. Den es gibt leider zu viele, die nur des schnellen Geldes wegen, mit dem Züchten anfangen. Was ich dir jetzt aber nicht damit unterstelle, sondern allgemein gemeint ist.  

Antwort
von veronicapaco, 30

Am besten fragst du einen Anwalt dann gehst du auf Nummer sicher..

Antwort
von qugart, 101

Kann er machen und ist auch üblich in so einem Fall. Gekauft wird scheinbar ein Liebhabertier und kein Zuchttier.


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