Frage von chucked,

Darf ein Verein einfach so eine angestellte Tanzschule kündigen?

Ich bin Geschäftsführer und Inhaber einer von mir selbst gegründeten Tanzschule. Unter anderem stellen wir Trainer zur Durchführung eines Hip-Hop-Kurses in einem Tanzsportverein. Wegen unüberbrückbaren Differenzen, Mobbing uvm. (offiziell wegen Arbeitsstellenwechsel und Umzug) trat der bisherige Vorsitzende zurück. Nachgerückt ist der Machtsuchende Sportwart. Dieser versucht schon seit Jahren seine eigenen Kinder mit deren Freundinnen als einzige Spitze in dem Verein zu etablieren und jegliche sonstige Tanzform oder Tanzpaar hoch zu loben und später zu vernichten. Entscheidungen werden da oft nur von ihm allein mit dem Zusatz "Vorsitzender des TSC ..." getroffen und nicht in dem gesamten Vorstand besprochen. Nun versucht dieser auch mich abzusägen und versucht bzw. tut es, Fallen zu stellen, die einem früher oder später das Genick brechen können.

Wegen persönlichen Differenzen zwischen seiner und meiner Person versucht er nun meine gesamte Tanzschule aus dem Verein zu drängen und endete mit den Worten es wäre ihm nun zu doof und man sollte evtl. getrennte Wege gehen.

Dies lasse ich mir als Geschäftsführer natürlich so nicht gefallen, da privates und geschäftliches getrennt werden sollten.

Meine Hauptfrage nun: Darf er mich bzw. die Tanzschule einfach so kündigen? Offiziell wird er dies wohl mit der Teilnehmerzahl begründen, die zurück geht. Dies aber auch nur, weil der Vorstand jüngere Kids zum Training sturköpfig zulässt, die Gruppe dies so aber nicht will.

Einen schriftlichen Vertrag gibt es nicht. Lediglich eine mündliche Vereinbarung mit dem damaligen Vorsitzenden und dem jetzigen Vorsitzenden, in seiner damaligen Funktion als Sportwart. Jedoch besteht der Kurs nun schon 2,5 Jahre.

Über hilfreiche und aussagekräftige Antworten freue ich mich bereits. Gibt es hier auch Rechtsgrundlagen zum nachlesen?

LG chucked

Antwort von pilot350,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Du stellst eine Frage die nur Volljuristen richtig beantworten können. Du befindest Dich hier in einem Forum wo 80% der User gerade mal 14 Jahre alt sind.

Kommentar von gerd1011,

80%???

Kommentar von chucked,

Das können bestimmt nicht nur Volljuristen beantworten. Evtl. sind hier auch andere Personenkreise. Vll. gibt es ja jemanden, der damit Erfahrung hat, oder genaueres weis.

Antwort von unknown1966,

Auch, wenn nur eine mündliche Vereinbarung getroffen wurde: Dadurch, daß nachweisbar die Kurse durchgeführt wurden und Zahlungen geleistet worden sind, besteht ein Vertrag. Damit steht das Ganze auf dem BGB und Deinen AGBs und den daraus resultierenden Kündigungsbedingungen. (Ich nix Jurist)

Kommentar von chucked,

Sehe ich normalerweise auch so. Darf ich diese Kündigungsfristen in meinen AGBs so niederschreiben? Er hat jedoch niemals die AGBs zur Einsicht verlangt.

Kommentar von unknown1966,

Es wäre unseriös, wenn ich, als Nichtjurist, Dir etwas raten würde.

Dennoch: Die AGBs sid für jeden (auch auf Deiner Website) frei zugänglich. Ich nehme an, daß in Deinen Bedingungen die schriftliche Kündigung erforderlich ist. Dann muß die Kündigung den Briefkopf des Vereins und die Unterschrift eines Vertreters haben. Und dann bestätigst Du die Kündigung nach Deinen AGBs.

Anschließend bietest Du selbst direkt, ohne den Verein, das gleiche Leistugsangebot in Deinen Räumen an und verhinderst so, daß ein Mitbewerber dieses Kuchenstück bekommt.

Kommentar von TETTET,

Hast Du denn AGBs?

Antwort von diroda,

Ohne schriftlichen Vertrag kann er die Zusammenarbeit mit dir jederzeit kündigen.

Kommentar von chucked,

Normalerweise müssten hier aber mündliche Absprachen auch gelten. Schließlich haben 90% der angestellten Trainer keinen schriftlichen Vertrag.

Antwort von Reservist,

Grundsätzlich können sie dir natürlich kündigen, allerdings muss das der Vorstand abstimmen. In einem e.V. gibt es keine "Alleinentscheider". Das muss mehrheitlich vom Vorstand beschieden worden sein.

Kommentar von chucked,

Reicht da eine einfache Mehrheit, oder muss jeder dem Zustimmen? Muss ich in der Funktion als Geschäftsführer der Tanzschule, vorher angehört werden? Es könnten ja Lügen verbreitet werden, die dann zu einer Überzeugung zur Zustimmung der Kündigung führen könnten. (Dies wird er sicherlich so versuchen)

Kommentar von Reservist,

Einfache Mehrheit reicht normalerweise.

Du musst nicht angehört werden. Wenn der Vorstand entschließt dir zu kündigen, dann kann er das natürlich.

Kommentar von unknown1966,

Die Entscheidungsfindung innerhalb des Vereins geht Dich nix an, selbst dann nicht, wenn sie fehlerhaft zustande kommt.

Antwort von gerd1011,

man kann jeden Vertrag aufkündigen.

Kommentar von chucked,

Logisch. Aber ich möchte ja wissen, ob dies zu jedem Zeitpunkt in diesem Falle geht, oder ob hier gewisse Fristen angesetzt werden müssen. Evtl. auch man irgendwie Widerspruch einlegen kann.

Kommentar von gerd1011,

das Problem bei Dir ist, dass Du nichts schriftliches hast, wo genau diese Dinge geregelt sind.

Antwort von Ratgeberkoenig,

Gibt es hier auch Rechtsgrundlagen zum nachlesen?

nein, bei GF gibt es keine rechtsgrundlagen zum nachlesen.

die liefert dir ein rechtsanwalt oder ein juraforum.. auch letzteres nur gegen bezahlung..

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