Frage von dabo85, 34

Darf ein Unternehmer seine Mitarbeiter im Winter anstelle von Saison-Kurzarbeit sozialversicherungspflichtig ohne Gegenleistung weiter beschäftigen?

Ein Unternehmer hat hauptsächlich im Frühling bis Spätsommer zu tun. Teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter häufen in dieser Zeit so viele Überstunden an, dass der Herbst/Winter damit bereist im Vorfeld "abgearbeitet" ist. Ist das Rechtens?

Vollzeitbeschäftigte können nicht genügend Überstunden anhäufen, werden im Winter jedoch ebenfalls voll entlohnt. Liegt hier in dieser Zeit eine Scheinbeschäftigung vor?

Gibt es Beratungsstellen? Insbesondere für die oben genannte Vollzeit-Anstellung eines Familienangehörigen?

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Antwort
von emib5, 21

Wo ist das Problem?

Wenn der Betrieb keine Arbeit hat und das ggf, vorhandene Gleitzeitkonto den Mindeststand hat, dann muss der Betrieb den Mitarbeiter sogar bezahlen, denn dieser steht ja für die Arbeit bereit. 

Ob der Betrieb die Mitarbeiter 8 h das leere Lager fegen läßt, oder ob er sagt: "bleibt zu hause, Euren Lohn bekommt ihr trotzdem" ist eine freue Entscheidung des Unternehmers.

Antwort
von skychecker, 14

Ich sehe hier nicht zwangsweise eine Scheinbeschäftigung. Diese definiert sich in meinen Augen eher anders. Ausnahme vielleicht bei dem Familienangehörigen.

Dennoch gehört zu den Nebenpflichten des Arbeitgebers, den Arbeitnehmer effektiv und ausreichend zu beschäftigen. Dieses scheint hier nicht der Fall zu sein.

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