Frage von clauclau, 25

Darf ein Schüler in der EF (Gymn. NRW) eine Sprache als neueinsetzende Fremdsprache wählen, die er zuvor als Herkunftssprachlichen Unterricht besucht hat?

Ist es korrekt, dass ein Schüler nicht eine Sprache als neueinsetzende Framdsprache wählen darf, wenn er den Herkunftssprachlichen Unterricht (samt Prüfung) in dieser Sprache bis zur 9. Klasse absolviert hat. Leider ist es an der Schule nicht das Angebot dieser Sprache ab KL. 7 oder 8, dann wäre alles kein Problem... Die Auslegung des Paragraphen in der BASS halten wir für zweifelhaft:

In der BASS 13 – 63 Nr. 3 "Unterricht für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte, insbesondere im Bereich der Sprachen" RdErl. d. MSW NRW

"Bei Erreichen einer mindestens ausreichenden Gesamtnote in der Sprachprüfung auf dem Anspruchsniveau des mittleren Schulabschlusses kann diese Sprache in der gymnasialen Oberstufe als** fortgeführte** Fremdsprache belegt werden (siehe auch: Nummer 11, Runderlass vom 10. 3. 1992 – BASS 13 – 61 Nr. 1)."

Lässt dies den Umkehrschluss zu, dass diese Sprache in der gymnasialen Oberstufe als** neueinsetzende** Fremdsprache nicht gewählt werden darf?

Vielen Dank im Voraus!

Antwort
von teafferman, 3

Kann ist eine Möglichkeit von mehreren. Es handelt sich also nicht um eine andere Möglichkeiten ausschließende Formulierung. Rein rechtlich betrachtet. 

Damit ist diese Formulierung für mich - als Nichtjurist - gut. Denn es besteht ja auch die Möglichkeit, dass ein Kind aus einem Umfeld stammt, wo Analphabetismus vorherrscht. Als Beispiel. Da kann es durchaus Sinn machen den Wunsch zu haben, die Sprache noch mal von Anfang an erlernen zu wollen und sollen. 

ABER wir Menschen sind nun mal keine Maschinen. Deshalb ermöglicht dieses kann die Berücksichtigung der Individualität des Menschen. 

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