Frage von phantom1972, 19

Darf ein Richter eine Anregung z. Betreuung, gestellt d.Tochter der Betroffenen im Vorfeld ohne Anhörung/Begutachtung d.Betroffenen ablehnen?

Hallo!

Es handelt sich um eine psychisch kranke 86jährige Dame, die jeglichen Kontakt zu allen Menschen, auch Familie, ablehnt. Sie leidet unter einer Psychose. Verfolgungswahn. Jeglicher Versuch, ihr Hilfe zukommen zu lassen, ist gescheitert. Sie macht niemanden die Tür auf. Auch nicht dem Sozialpsychiatrischen Dienst vor Ort. Deshalb wurde durch die Familie die Anregung bei Gericht gestellt, weil auch derzeit niemand sagen kann, wie ihr Zustand oder der von der Wohnung ist. Das Gericht hat mit der Begründung abgelehnt, weil angeblich der Sozialpsychiatrische Dienst hier schon tätig sei (dieser hat VERSUCHT Kontakt zu ihr aufzunehmen, ist aber gescheitert), keine Notlage zu erkennen sei und WEIL DIE BETROFFENE KEINEN KONTAKT ZUM GERICHT MÖCHTE. Sie wurde also weder untersucht, noch befragt. Es wurde lediglich eine Stellungnahme von der Betreuungsbehörde (auf welcher Grundlage sie auch immer Stellung genommen haben) eingeholt und das war es. Der Beschluss erging am 2.8.16. Am 25.8., nachdem die Nachfrage bei Gericht erfolgte, wie weit der Bearbeitungsstand sei, uns dann zugeschickt. Am 29.8.16 war der Beschluss im Briefkasten. Die Beschwerdefrist endete am 1.9.16. (Eingangsstempel des Gerichts)

Vielleicht kann mir ja jemand bei dem Thema behilflich sein.

Vielen Dank!

Antwort
von martinunfall, 8

Bitte zum Kollege (RA) für Betreuungsrecht gehen und Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand einlegen mit guter Begründung, da die Frist rum ist.

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