Frage von kleinerdirk, 54

Darf ein McDonalds-Mitarbeiter zum direkten Konkurrenten wechseln?

Hi liebe Community,

ich möchte den Namen der künftigen Stelle eines Freundes nur zensiert nennen. Und zwar möchte er ab dem neuen Monat beim "Frikadellen-König" arbeiten. Kann es zu rechtlichen Folgen kommen? Immerhin sind das ja zwei verschiedene Franchise-Systeme, die ihre Geheimnisse haben, wie jede andere Küche auch.

Liebe Grüße, Dirk

Antwort
von marcussummer, 39

Grundsätzlich darf der Arbeitnehmer zu jedem beliebigen Konkurrenten wechseln. Dies kann nur durch ein explizit im Arbeitsvertrag (oder durch zusätzliche schriftliche Vereinbarung) enthaltenes nachvertragliches Wettbewerbsverbot für eine beschränkte Zeit untersagt werden. Da ein solches Verbot allerdings ein heftiger Eingriff in die Berufsfreiheit ist, kann es nur wirksam sein, falls während der Karenzzeit (also der Wirkungsdauer des Verbots) eine Karenzentschädigung gezahlt wird. Das halte ich im Falle eines gewöhnlichen Service- oder Küchenmitarbeiters in der Systemgastronomie für reichlich unwahrscheinlich, zumal die "Geheimnisse" nicht sooo geheim sind...

Sprich: Im Arbeitsvertrag nachschauen, ob dort ein Wettbewerbsverbot drin steht, falls das nicht der Fall ist: Freie Fahrt für den neuen Job!

P.S.: Dass der Arbeitnehmer beim neuen Arbeitgeber nicht über die Betriebsgeheimnisse des früheren Arbeitgebers sprechen darf, sollte allerdings auch selbstverständlich sein...

Kommentar von kleinerdirk ,

Das war wirklich hilfreich! Danke

Antwort
von Wombardo, 28

In der Regel darf man natürlich wechseln aber je nach Position gibt es manchmal diverse Klauseln im Arbeitsvertrag. VG

Kommentar von kleinerdirk ,

Gut zu wissen! Danke!

Antwort
von Drakonarus, 29

Im Arbeitsvertrag steht ja was geschrieben, einfach nachschauen was da steht und dann kannst du vielleicht zum lieben Konkurrenten wechseln. :D

Kommentar von kleinerdirk ,

Lieben Dank!

Antwort
von Karl37, 30

Leitende MA haben häufig ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot nach §74 ff. HGB im Arbeitsvertrag stehen. Ist dabei keine Karenzentschädigung vereinbart, dann ist dieser Passus ungültig.

Also den AV genau lesen.

Kommentar von kleinerdirk ,

Super, lieben Dank!

Antwort
von WhoozzleBoo, 29

Natürlich darf man das. Nur nicht parallel.

Kommentar von kleinerdirk ,

warum denn nicht parallel?

Antwort
von Mepodi, 54

Natürlich darfst du das.

Jeder hat des Recht auf freie Jobwahl.

Kommentar von kleinerdirk ,

Das darf man echt nicht vergessen, hast Recht! Danke! 

Antwort
von maxmueller001, 2

Wieso sollte er dies nicht tun dürfen? :D Das ist sogar gut, wenn man bei der Konkurrenz gearbeitet hat, weil man dann Erfahrung vorweist.

Antwort
von HMilch1988, 52

Schau mal in den Arbeitsvertrag rein... dort müsste alles drinstehen.

Kommentar von kleinerdirk ,

Gute Idee, Danke!

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