Frage von anuschka93, 12

Darf ein Makler eine Gebühr verlangen, weil wir die Wohnung nicht nehmen?

Hallo,

folgende Situation: Ich bin momentane auf Wohnungssuche in einer größeren Stadt. Die Wohnungssituation ist ziemlcih schwierig, sodass ich schon sehr viele Wohnungen angeschaut habe und Mietauskünfte ausgefüllt habe. Bisher gab es sehr viele Absagen. Nun verlangt einer der Makler 120Euro, falls wir die Wohnung nicht nehmen. Die Entscheidung braucht er heute. Allerdings schauen wir diese Woche noch eine andere Wohnung an, wo wir Chancen erhoffen. Die die Wohnung des besagten Maklers nur eine absolute Notlösung wäre, wollen wir sie nicht nehmen. Wir haben bisher noch KEINE FESTE ZUSAGE gegeben, und noch nicht mal alle Unterlagen vollständig hingeschickt (Gehaltsnachweise, PersoKopie und Arbeitsvertrag fehlen noch). Die Gebühr begründet er damit, dass er unsere Unterlagen schon an die Hausverwaltung gegeben habe (als neue Mieter der WOhnung) und der Ausfall gezahlt werden müsste, falls wir kein Mietverhältnis möchten.

Ist das denn so rechtens? Auf welcher Grundlage kann eine solche Gebühr erhoben werden? Über Ratschläge wäre ichs ehr dankbar!

Antwort
von ChristianLE, 8

Auf welcher Grundlage kann eine solche Gebühr erhoben werden?

Auf Grundlage einer individuellen Vereinbarung, bzw. eines Vertrags. Hier könnte dann vereinbart werden, dass der Interessent die Auslagen des Maklers zu tragen hat.

Wurde aber im Vorfeld nichts vereinbart, kann er auch keine Gebühr verlangen. Für mich klingt das ein bisschen nach Erpressung.

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Vermieter, 9

Die Gebühr begründet er damit, dass er unsere Unterlagen schon an die Hausverwaltung gegeben habe (als neue Mieter der WOhnung) und der Ausfall gezahlt werden müsste, falls wir kein Mietverhältnis möchten.

Ein Recht auf die Provision hat er erst mit Vertragsabschluss.

Eventuelle Bearbeitungsgebühren  müssten schon vertraglich geregelt sein. Gibt es keine solche Vereinbarungen, dann würde ich die Forderung vollumfänglich zurückweisen auf fehlender Rechtsgrundlage.

Antwort
von pericolum, 8

Das ist lächerlich. Nach derzeitiger Rechtslage müsst ihr dem Makler gar nichts zahlen. Der Makler wird bezahlt, von dem der ihn beauftragt hat, in diesem Fall die Hausverwaltung.

Wenn ihr nichts unterschrieben habt in die Richtung, dann kann er diese Gebühr nicht erheben und ich würde ihn auslachen wenn er mir so kommt.

Antwort
von AchIchBins, 8

Ein Makler darf für seine zu vermittelnden Objekte keine Gebühren jedweder Art von Mietsuchenden verlangen. Möchte er welche haben, kann er diese nur von seinem Auftraggeber (meist Vermieter) fordern. Es darf dabei die Summe von 2 Monatskaltmieten aber nicht übersteigen.

Ein Makler wollte die Provision vom Vermieter und zusätzliche Gebühren vom Interessenten, das ist nicht zulässig:

Landgerichts Stuttgart vom 15.06.2016 (Az. 38 O 73/15 Kfh sowie 38 0 10/16 Kfh)

Antwort
von D2000, 8

Da kriege ich als Immobilienmakler Wut,

die Antwort ist nein  !

Er drängt Sie !

Sie können Ihren Komiker mal Fragen was passiert wen er Ihnen seine Forderung Schriftlich Mitteilt  .Dann kaufen/mieten Sie das Objekt trotztem und hinterher springen Sie ab weil Sie sich gedrängt gefühlt haben. (Schriftlichen Nachweis haben sie ja )

Ich bin umzingelt von Arschlöchern und jeder hat ein Fachgebiet!

Kein gültiger Vertrag = Kein Geld 


Antwort
von Zulueta82, 7

Hey,

aus dem hier geschilderten Fall : nein.

Seit knapp einem Jahr gilt: wer den Makler beauftragt, der zahlt.

Sofern du/ihr also nicht einen Makler mit der Suche beauftragt habt ist die Forderung nicht rechtens.

Lieben Gruß

Antwort
von albatros, 6

Hast du den Makler beauftragt? Wenn nicht, ist keinerlei Gebühr zu zahlen. Wenn doch, ist eine Gebühr nur nach Abschluss des MV fällig. Wenn der MV nicht zu stande kommt, ist nix zu zahlen.

Antwort
von Lemo1991, 4

Mit welcher Rechtsgrundlage fordert er denn das, fragt ihn das mal? :D das ist ja vollkommener Unsinn.

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