Frage von maerry2, 107

Darf ein Lehrer einem Schüler auf Grund privater Befindlichkeiten den Nachhilfeunterricht verwehren?

Ein 9-jähriger Junge hat mit einem Stein vom Schulhof aus über den Zaun in Richtung Straße geworfen. Unbeabsichtigt traf er mit dem Stein ein dort parkendes Auto. Dieses Auto gehörte einer Lehrerin an seiner dortigen Grundschule und diese verlangt nun von der Mutter 800 Euro Schadensersatz. Haftpflicht bei der Mutter ist nicht vorhanden. Daraufhin ließ sich die Mutter von einer Rechtsanwältin beraten, ob sie diesen Schaden begleichen müsse, da sich zu diesem Zeitpunkt insgesamt 5 Lehrkräfte auf dem Schulgelände befanden und auch eine Aufsicht für die dort anwesenden Kinder vor Ort war. Die Anwältin sprach Recht für die Mutter.... dieses nur kurz zum Sachverhalt. Der Junge bekommt seit der 3. Klasse mit einem weiteren Schüler Nachhilfe an der Grundschule. Wie es der Zufall will, wird dieser Nachhilfe unterricht von der betroffenen Lehrerin durchgeführt. Auf Grund der Entscheidung der Anwältin verweigert sich die Lehrerin nun weiterhin dem Jungen Nachhilfe zu geben. Ihre Worte dazu zum 9-jährigen Schüler: "Ich bin sauer... und das kannst du deiner Mutter ruhig mitteilen. Hat eine Lehrerin so viel Macht bzw. das Recht dem Jungen die Nachhilfe zu verwehren? Was kann man dagegen tun bzw. an wen muss man sich da wenden?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Tasha, 66

Gegenfrage: Möchte man, dass das Kind von jemandem unterrichtet wird, der evtl. Groll gegen dessen Eltern hegt und diesen Groll evtl. unabsichtlich in den Nachhilfestunden durch Sarkasmus, strenge Bewertung, Blicke etc. zeigt und damit den Schüler verunsichert?

Antwort
von Thiamigo, 33

nein so viel Macht hat sie definitiv nicht, die Mutter kann eine Aufsichtsbeschwerde bei der Schulbehörde gelten machen wo kommen wir denn hin wenn die Befindlichkeiten der Lehrkraft auf die Schüler übertragen werden

Antwort
von Akka2323, 47

Eine Anwältin entscheidet nichts. Das kann nur das Gericht.

Antwort
von Midgarden, 45

Tja - vielleicht hättest Du statt dem Gespräch mit dem Anwalt das Gespräch mit der Lehrerin suchen sollen?

Zur Nachhilfe sind Lehrer nicht verpflichtet, das machen sie freiwillig und können dann auch entscheiden, wem sie die gewähren

Kommentar von maerry2 ,

Das Gespräch mit der Lehrerin wurde gesucht. Leider wurde von Seiten der Lehrerin alles über den Jungen vermittelt und das, obwohl sie die Geschädigte ist. Auf Nachfrage der Mutter kam kein Werkstattnachweis des Schadens und auch erst nach 2-maliger Aufforderung, dass man doch mal das beschädigte Auto sehen möchte, kam es zur Besichtigung des Fahrzeugs. Ist doch wohl auch nicht nur ein bisschen komisch oder?

Kommentar von Midgarden ,

In der Tat komisch - aber weniger das Verhalten der Lehrerin, sondern Deine Schilderung der Abläufe: wieso muß sich die Geschädigte von Dir behandeln lassen wie eine Täterin?

Es ist okay, daß Du Dich als Mutter vor Deinen Sohn stellst, aber doch bitte nicht in der Weise, daß Du die von Deinem Sohn geschädigten wie Täter behandelst

Kommentar von maerry2 ,

Vorab erst einmal "ich" bin nicht die Mutter und des Weiteren behandele ich hier niemanden wie einen "Täter". Ich bewerte diese Sache nicht, ich habe lediglich geäußert, dass mir die Abwicklung recht komisch vorkommt. Ich finde es einfach nicht korrekt, dass die Lehrerin es über den Jungen abwickelt. Wir haben doch über das "Gespräch suchen" geschrieben oder nicht? Der Junge wurde in der Schule dafür bereits bestraft und das nicht zu wenig. Das Gespräch bzw. Beratung bei der Anwältin wurde erst gesucht, das es zu keiner Klärung mit der Lehrerin kam. Sie soll doch ihren Schaden reguliert bekommen. Aber dann Bitteschön auf den richtigem Weg und nicht mit irgendwelchen Zurufen und Kommandos über den Jungen in der Schule.

Antwort
von turnmami, 29

Was hast du von einer erzwungenen Nachhilfe?

Glaubst du echt, dass das Kind dann viel von der Nachhilfe hat, wenn die Lehrerin per Gericht dazu gezwungen wird? 

Da die Nachhilfe kein normaler Unterricht ist, wird die Lehrerin hier vermutlich Recht bekommen. Aber selbst wenn nicht, bringt diese Nachhilfe gar nichts mehr!

Hier wird nur ein Gespräch zwischen der Mutter und der Lehrerin und eine Entschuldigung des Kindes helfen

Antwort
von kaffeeontour2, 57

seit wann hat eine anwältin die kompetenzen in rechtsfragen zu entscheiden?..

wenn "die mutter" nicht total denkresistent ist, wird sie sich ganz bestimmt nicht ausgerechnet die person als nachhilfe für ihren verhaltensauffällligen sprößling nehmen, welcher der lütte das auto beschädigt hat..

Antwort
von antwortbittejo, 44

Ja natürlich kann sie dem Kind die Nachhilfe verweigern, denn sie macht das ja freiwillig.

Kommentar von maerry2 ,

Nein, die Lehrerin ist direkt für diese Tätigkeit an dieser Grundschule eingesetzt. Die Nachhilfen finden parallel zu den Unterrichtsstunden statt. 

Kommentar von antwortbittejo ,

Naja, es gehört aber nicht zu Standartunterricht und deswegen wirst du keine Chance gegen die Lehrerin haben.

Antwort
von AntwortMarkus, 37

Der Junge hat Mist gebaut. Nicht die Lehierin. Aus Versehen wird er den Stein nicht geworfen haben.

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