ghostwriter am 26.02.2008 um 16:43 Uhr
Mein 12-jähriger Sohn kam heute weinend aus der Schule(6.Klasse, Realschule). Sein Deutschaufsatz war leider mangelhaft, zu allem Überfluss hat der Klassenlehrer diesen Aufsatz auch noch vor der gesamten Klasse vorgelesen. Dazu kommt noch, dass mein Sohn ADHS hat u. wie es für solche Kinder häufig üblich ist, total sensibel ist.Er ist nun am Boden zerstört, zumal die ganze Klasse gelacht hat.Ist ein solches Vorgehen eines Lehrers überhaupt rechtens?
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Das ist eine Bescheinigung seiner Unfähigkeit als Pädagoge. Auf jeden Fall solltest du, schon alleine um deinem Sohn Sicherheit und Vertrauen zu geben mit dem Lehrer und dem Rektor sprechen. Was würde der wohl sagen, wenn du ihn vor der Klasse zu Rede stellen würdest. Deinem Sohn einen schönen Gruß und er soll es sich nicht mehr so zu Herzen nehmen. Wichtig ist, da0 er deine Rückhalt hat. Dumme Lehrer wird er noch öfter haben.

Ob er das darf weiß ich nicht. Aber er sollte es jedenfalls nicht machen. Eine solche Vorführung eines Schülers ist pädagogisch total daneben! An deiner Stelle würde ich mir den Lehrer zur Brust nehmen und ihn auffordern, sich bei deinem Sohn zu entschuldigen und solche Maßnahmen in Zukunft zu unterlassen. Wenn er uneinsichtig bleibt würde ich sogar offiziell Beschwerde bei der Schulleitung einlegen.
DrLove am 26. Februar 2008 16:49 das würde ich als erstes machen!
Brynhild am 26. Februar 2008 16:58 Doc - du bist immer sooooooooooooo hart! ;) Auch ein Lehrer ist nur ein Mensch (ups - stimmt das?)der mal einen schlechten Tag hat und Fehler macht. Sollte nicht jeder eine Chance zur Widergutmachung bekommen???? Okay ,ich bin heute vielleicht etwas zu milde gestimmt.
regideur am 26. Februar 2008 17:51 Ich gebe Dir ja recht das jeder Lehrer auch nur ein Mensch ist aber es gibt eben auch Fehler die dürfen NIE und auf KEINEN FALL gemacht werden. Du würdest doch auch erwarten dass Dir ein Arzt hilft und nicht sofort ins Wartezimmer rennt um anderen Patienten von Deinem Problemen zu erzählen. Das Verhalten dieses Lehrers ist absolut unprofessionell und klingt für mich doch sehr nach persönlicher Abneigung.
ghostwriter am 26. Februar 2008 19:54 Stimme dir zu. Zumal es sich bei diesem Lehrer um einen schon etwas älteren u. somit erfahrenen Pädagogen handelt.Bei einem ganz jungen Lehrer wäre ich da etwas nachsichtiger, obwohl ich auch mit ihm ein Gespräch führen würde.
Brynhild am 27. Februar 2008 00:15 Ich stimme dir durchaus zu, Regideur. Aber ich mag nicht immer gleich mit den höchsten Instanzen drohen. So manches (menschliches und berufliches) Versagen läßt sich durchaus auf zwischenmenschlicher Ebene regeln. In vielen Dingen ist ein klärendes Gespräch wesentlich sinnvoller als das Einschalten der höheren Instanz. Wie sollen Lehrer und Schüler in Zukunft miteinander zurecht kommen, wenn der Lehrer in dem Kind nur noch den Sprößling der Eltern sieht, die ihm ans Bein gepinkelt haben? Ich bin der Ansicht, dass es immer erst ein Gespräch geben sollte bevor man weitere Schritte in die Wege leitet, die weitreichende Konsequenzen haben könnten.
regideur am 27. Februar 2008 06:45 @Breynhild
ich stimme Dir durchaus zu das bei vielen Dingen ein klärendes Gespräch sinnvoller ist als alles gleich an die große Glocke zu hängen. Aber genau das finde ich hier angebracht und ich denke die Glocke kann gar nicht groß genug sein. Jeder Lehrer verlangt (zu recht( von seinen Schülern Respekt. Das kann er aber nur soweit vgerlangen wie er ihn seinen Schülern selber entgegen bringt. Wieviel Respekt hat der Lehrer diesem Schüler entgegengebracht und wieviel Respekt kann er also in Zukunft von ihm erwarten??? Weiterhin ist bewiesen das Schüler gut lernen wenn sie sich mit dem Lehrer gut verstehen. Wie gut wird sich also der Schüler also in Zukunft mit deisen Lehrer verstehen??? In meinen Augen hat dieser Lehrer seinen Beruf verfehlt. Leider können wir uns meist unsere Lehrer nicht aussuchen. Eine ehrliche Entschuldigung vor der ganzen Klasse und ein besseres (Vorbild!!!)Verhalten in Zukunft ist das Mindeste was der Lehrer im Moment machen sollte.
ghostwriter am 26. Februar 2008 16:58 Mach ich auch. Danke

Also ich würde den Lehrer zur Rede stellen und den Direktor einschalten.

ich würde diesen absolut unfähigen pädagogen wegen seelischer grausamkeit anzeigen und solange beim zuständigen schulamt eingaben machen, bis dieser kerl nie wieder eine schulklasse vor sich hat!
Jawoll. Es wird immer noch viel zu wenig gegen unfähige Lehrer unternommen.
ghostwriter am 26. Februar 2008 17:02 Danke. Werde auf jeden Fall erstmal ein Gespräch mit ihm führen.
DrLove am 26. Februar 2008 17:22 aber pack ihn nicht sanft an, lass ihn deine wut spüren!
er kann auch ruhig angst bekommen!
Klar gibt es zu viele unfähige Kollegen - aber eure aggressiven Schnellschüsse hier sind ja nur noch primitiv. Wie würdet ihr auf so was denn selber reagieren?
Sicher war das Pädagogisch und Menschlich falsch, aber ich denke dass es reicht, wenn man mit dem Lehrer redet und ihn auf sein Fehlverhalten hinweist. Sollte sich der Lehrer nicht einsichtig zeigen kann man immer noch den Schulleiter einschalten. Jeder macht nunmal fehler, egal in welchem Job, und jeder sollte sich mal an die eigene Nase fassen und überlegen wie er sich fühlen würde wenn gleich der Bundesgerichtshof eingeschaltet wird.
Definitiv nicht korrekt. Das ist mobbing. Also minimum eine Abmahnung wert ;)
ghostwriter am 26. Februar 2008 17:01 Danke.

Schulnoten unterliegen dem Datenschutz und dürfen nicht laut vor der Klasse verlesen werden. Da die Arbeit ja vorgelesen wurde, weil sie "schlecht" war, denke ich, dass hier der Datenschutz verletzt wurde, denn nur ihr (die Eltern) und das Kind dürfen die Bewertung der Arbeit erfahren. Diese wurde aber im Zusammenhang mit dem Vorlesen des Geschriebenen als "abschreckendes Vorbild öffentlich gemacht. Ich denke, dass der Lehrer hier nicht nur gegen das Schulgesetz verstoßen hat sondern auch menschlich völlig daneben gehandelt hat, denn jeder kann wohl nachempfinden, welche schlimmen Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein und Wohlbefinden eine solche Bloßstellung gerade auf ein ohne hin schon über die Maßen sensibles Kind haben. Ich würde auf jeden Fall zu einem Gespräch mit Klassenlehrer und Schuldirektor raten. Besonders wichtig ist dabei, sich nicht "abwimmeln" zu lassen, denn ich habe in meinem Bekanntenkreis die Erfahrung gemacht, dass sich hier verständlicherweise gegenseitig geschützt wird. Das Mindeste, was jemand können muss, der öffentlich bloßstellt, ist, sich öffentlich zu entschuldigen.
ghostwriter am 26. Februar 2008 17:09 Ich werde auf jeden Fall ein Gespräch mit ihm führen. Sind noch einige Sachen mehr, die da im Moment nicht in Ordnung sind. Da läuft einiges nicht so wie es sollte. Komisch, sind immer die Schulen, die sich nach aussen hin als total toll u. super präsentieren. So ist auf jeden Fall meine persönliche Erfahrung.Danke dir.

ähm weiß jetzt nicht, wie er das gemacht hat. Aber in der Regel hat das doch Pädagogische Zwecke. Der Lehrer liest die Arbeit vor und die Schüler versuchen zu erkennen und beschreiben, was man besser machen könnte. Kommt eigentlich dem Schüler zu gute, wenn dann auch mal der ein oder andere dann auch sagt, was hingegen gut war. Ist eigentlich das fairste, was der Lehrer machen kann, als wenn er nur nach eigenem Ermessen eine Note drunter setzt. Hängt natürlich davon ab, wie er das gemacht hat, also ob er den Schüler bloßstellen wollte oder es wirklich in guter Absicht getan hat. Am besten einmal den Lehrer direkt fragen und ihm auch sagen, wie das bei deinem Sohn angekommen ist. Zur Not radikal darauf bestehen, daß Noten nicht öffentlich in der Klasse verkündet werden und das Vorlesen von Klassenarbeiten nur anonymisiert geschieht. Wenn darauf bestanden wird, muß sich der Lehrer daran halten.
Der Lehrer darf das auf keinen Fall tun und verletzt massiv Persönlichkeitsrechte eines einzelnen Schülers. Er hat die Arbeit bezogen auf den einzelnen Schüler zu korrigieren und kann seine zusätzlichen Bemerkungen unter der einzelnen Arbeit noch anfügen. - Ein kluger Lehrer wird bei auffälligen, in der Klassenarbeit von vielen Schül. gemachten Fehlern einen Eigentext entwerfen und in ihn die Fehler "einbauen". Dieser Text kann (Grundlage für) die Berichtigung der Klassenarbeit sein, ist auch ohne Mehrbelastung auf einer Folie in sauberer Handschrift zu erstellen und wahrt die Unantastbarkeit der Person.- Mit der üblichen Bekanntgabe des "Notenspiegels" werden in der Klasse die Noten von selbst bekannt. Das ist auch nicht weiter tragisch, wenn das Ergebnis in der Klasse verbleibt. Insofern ist der Datenschutz eingeschränkt. Eine Bekanntgabe an anderen Orten außerhalb der Klasse wäre nicht zulässig.
ghostwriter am 26. Februar 2008 19:59 Grundsätzlich hast du recht, dass gerade Aufsätze im Nachhinein noch einmal mit der Klasse besprochen werden.In unserem Fall hat es sich folgendermaßen zugetragen:Der Lehrer hat jeden einzelnen Schüler nach vorne gerufen,ihm sein Heft ausgehändigt,den ein oder anderen Kommentar dazu abgegeben.Nur mein Sohn musste vorne stehenbleiben u. dann hat der Lehrer eben vor der ganzen Klasse den Aufsatz vorgelesen, einschließlich der 2 oder 3 Rechtschreibfehler, und eben mit dem Hinweis, dass dies eine 5 ist. So geht´s ja wohl garnicht, oder??
DerTroll am 26. Februar 2008 20:07 naja, finde ich nicht gut und auch pädagogisch nicht nachvollziehbar. Würde ich dem Lehrer mal direkt sagen. Aber dein Sohn soll sich das nicht so zu Herzen nehmen. Jeder verhaut mal eine Arbeit. Wenn das nun schon öffentlich kundgetan wird, soll er halt dazu stehen und ganz cool drauf reagieren. In seiner Klasse wird er weiterhin von seinen Kameraden angesehen werden.
ghostwriter am 26. Februar 2008 20:21 Na, das seh ich nicht ganz so wie du. Die Jungs u. Mädels sind jetzt in einem schwierigen Alter, du weisst schon, große Klappe und so. Da hat er sich heute schon einiges anhören müssen.
geheim am 27. Februar 2008 10:25 auf gar keinen Fall!! Macht dem Lehrer die vier Buchstaben zu Feuer!!!!

Du solltest dringend mit dem Lehrer/Klassenlehrer darüber reden...DIskriminierung vor der Klasse ist nicht fördernd!
ghostwriter am 26. Februar 2008 16:58 Vielen Dank euch allen für so viel positive Resonanz. Hatte ich mir auch vorgenommen, mit dem Lehrer ein Gespräch zu führen. Es laufen sowieso zur Zeit einige Dinge in der Schule, die ich so nicht in Ordnung finde. Mich beschleicht da so ein Gefühl, als ob dort jetzt mit aller Macht die Spreu vom Weizen getrennt werden soll.

Mein Sohn ist 8 und bekommt Medikinet, leidet auch ADHS, in seiner Klasse gäb es das nicht. Ich würde ihn zu Rede stellen und mit dem Schulleiter reden.
ghostwriter am 26. Februar 2008 17:00 In der Grundschule hätte es das auch nicht gegeben. Da durfte noch nicht mal über die Noten der anderen gesprochen werden. Die Zeugnisse gab´s sogar in verschlossenen Umschlägen. Danke dir.

Den Lehrer würde ich auf jeden Fall zur Rede stellen und mich zusätzlich an den Direktor wenden.
ghostwriter am 26. Februar 2008 17:01 Mach ich. Danke.
Mach einen Gesprächstermin mit Jungen, lehrer und Rektor klar. Dann könnt ihr das aus der Welt schaffen, und es kommt dan in Zukunft nicht mehr vor. Außerdem stärkt es das Selbstbewustsein des Jungen, wenn er merkt, dass er auch in der Schule ernst genommen wird.
ghostwriter am 26. Februar 2008 17:01 Danke dir.

oh ja das kenne ich, mir hat da der elternbeirat und der rektor der schule weiter geholfen, der lehrer hat sich nicht korrekt verhalten und das muss zur sprache gebracht werden....wir haben uns alle an einen tisch gesetzt und das thema offen angesprochen zum schluß bekam der herr eine abmahnung und mir war es frei gestellt ein disiplinarverfahren einzuleiten wenn das wieder vorkommen sollte!
ghostwriter am 26. Februar 2008 17:09 Danke dir.
hat er die arbeit "anonym" vorgelesen oder den namen des autors genannt?
RolfHoegemann am 26. Februar 2008 19:05 Nun - auch wenn "anonym" vorgelesen wird, wird bei schlimmen Arbeitsergebnissen gelacht - und der, der nicht mitlacht ist der Urheber..... Also ist anonym auch keine Lösung.
ghostwriter am 26. Februar 2008 20:02 Nein,nicht anonym. Mein Sohn musste sogar daneben stehen bleiben. Sogar die 2 o.3 Rechtschreibfehler hat er mit vorgelesen. Grundsätzlich war der Aufsatz in meinen Augen(ist natürlich bei einem Aufsatz immer schwierig) garnicht mal schlecht, eine schöne Geschichte, nur hat mein Sohn ziemlich abrupt aufgehört. Da fehlt praktisch der ganze Schluss.

bei uns dürfen die Lehrer es nicht. Meine Tochter erzählt das es immer Verboten ist Noten vorzulesen egal ob schlecht oder gut.
ghostwriter am 26. Februar 2008 17:02 So war es bei uns in der Grundschule auch. Danke dir.
Der Lehrer darf das nicht tun. Er verletzt massiv Persönlichkeitsrechte und verstößt gegen das Grundgesetz. Er sollte einen Fortbildungslehrgang in Anstand und Schulrecht belegen.

Krasse SAche, unglaublich. Was für ein absolut unfähiger Pädagoge macht sowas denn? ..... Ich kann es einfach nicht fassen... mein kleiner Bruder (8 Jahre) leidet auch unter ADHS und ist extremst sensibel, und wenn ich mir vorstelle, sowas wäre ihm passiert... mann, ich bin wirkliuch entsetzt!! Beschwer dich umgehend beim Direkter und beim Lehrer selbst und stell diese unfähige Mistratte zu Rede!!!!
Der Lehrer darf das nicht tun. Normalerweiße frägt er ob man die note hören will oder nicht. Liebe Grüße un Glück bei nächsten Mal.
Klar, du solltest den Lehrer unbedingt darauf hinweisen. aber ich würde das auf keinen Fall vor der klasse machen. es könnte sein, dass das so rüberkommt, dass dein Sohn gleich seine mami/papi holt, wenn es probleme gibt.Das könnte zu erneuter hänselei führen.
@einsteinium: Ja klar, ich werde mir auf jeden Fall einen Termin bei ihm geben lassen u. ein Gespräch unter 4 Augen mit ihm führen.
Genauso sehe ich es auch!
Danke dir. Werd ich machen.