Frage von Wollmaus71, 65

Darf ein Lehrer eine korrigierte Arbeit ohne Anwesenheit des Schülers zurückgeben?

Die Lehrerin unseres Sohnes (14) hat korrigierte Arbeiten und Feedbackbögen an die Schüler (zurück-)gegeben. Unser Sohn war währenddessen für einen längeren Zeitraum nicht im Klassenraum (was der Lehrerin bekannt war) und hat nichts persönlich ausgehändigt bekommen. Das war am Freitag. Heute fragte er sie, wann er denn seine Sachen bekommen würde, worauf die Lehrerin äußerst aufgebracht reagierte: "Sie hätte ihm seine Sachen auf den Tisch gelegt. Wenn das jetzt weg wäre, Pech gehabt! Ist sein Problem!" Wir sehen das ein wenig anders und denken, sie hätte diese Dokumente in ihrem Gewahrsam halten und ihm persönlich bei Anwesenheit aushändigen müssen. Jeder redet vom Datenschutz - wo bleibt er hier?

Haben wir Recht? Und wenn ja, kann man das doch bestimmt irgendwo nachlesen, oder?

Danke für Eure Antworten! Wollmaus

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von lehrerin123, 18

Inwiefern soll denn der Datenschutz hier betroffen sein? Oder geht es euch um die Reaktion heute bzw. um den Umstand, dass die Bögen/Arbeiten (gleich mehrere?) weg sind?

Kommentar von Wollmaus71 ,

Es geht darum, dass zwei persönliche Dokumente nicht persönlich übergeben wurden und nun der Schüler, der nicht zugegen war, dafür verantwortlich gemacht wird. Meiner Meinung nach hat die Lehrerin solche Dokumente nicht einfach auf den Tisch zu legen, sondern bei sich zu behalten, bis sie sie dem dazugehörigen Schüler aushändigen kann. In dieser Schule wird sogar der Notenspiegel geheim gehalten - aber persönliche Bewertungen sind öffentlich zugänglich??? Kann ich kaum glauben, dass das rechtens ist!  Nur darum geht es. Die Lehrerin macht ständig Mätzchen und die Schüler sollen es ausbaden - UND die Eltern! *voll genervt bin*  :o(

Kommentar von lehrerin123 ,

Ich habe nur begrenzten Einblick in die Situation und versuche das aufzudröseln. 

Lehrer sind dazu angehalten, Klassenarbeiten und andere sensible Daten direkt an den Schüler zu übermitteln. 

Nun scheint es ja so gewesen zu sein, dass dein Sohn an diesem Tag im Grundsatz anwesend war. Da konnte die Lehrkraft wahrscheinlich davon ausgehen, dass Dinge auf seinem Platz ihn auch erreichen - zumal die Bewertung (Note) doch von außen nicht unbedingt einsehbar  ist und "Dritte" erstmal keine Einsicht hatten.

Wenn du es ganz genau wissen möchtest, dann überprüfst du es an der geltenden Datenschutzverordnung des jeweiligen Bundeslandes. 

Vll. hat die Lehrerin auch einen Fehler gemacht, sehr neutral stehst du ihr ja nicht gegenüber ("Mätzchen") - ich frage mich die ganze Zeit, was es da "auszubaden" gilt :) Ist das alles so schwerwiegend? 

Antwort
von kokomi, 42

diese arbeiten unterliegen nicht der geheimhaltungspflicht

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