Frage von Cobie1983, 86

Darf ein Käufer bei Amazon auf sein 30 Tage Rückgaberecht bestehen, wenn ich als Privatverkäufer keine genauen Angaben zur Rückgabe und Erstattung gemacht habe?

Wichtig zu dem Fall: der Käufer möchte den Artikel wieder zurückschicken, weil er angeblich den Kauf versehentlich getätigt hat. Außerdem reagierte er erst, nachdem er 3 Tage später den Artikel durch die Post in Empfang genommen hatte. Bin ich im Recht? Oder muss ich Konsequenzen durch Amazon fürchten wenn ich dem Käufer nicht entgegen komme??

Antwort
von peterobm, 58

seit wann besteht ein 30-tägiges Rückgaberecht? Privatpersonen sind da nicht betroffen. Bei Händler ist das auf 14 Tage beschränkt.

Schon recht komisch, Irrtümlich gekauft UPPS. 

Kommentar von Seraphan ,

Bei amazon besteht ein 30-tägiges Widerrufsrecht.

Kommentar von peterobm ,

dann solltest mal genauer lesen und verstehen. 

http://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?nodeId=886406

 ob das für Privatverkäufer auch gilt?

Antwort
von Jewi14, 54

Laut Gesetz bist du als Privatverkäufer nicht verpflichtet, den Käufer ein Widerrufsrecht einzuräumen. Genauso wenig ist mir eine AGB-Regelung von Amazon bekannt, die die dich dazu verpflichten.

Es gibt halt leider eine Menge Knilche, die meinen, tatsächlich immer und überall ein Widerrufsrecht zu haben.

Es gibt im Gesetz sicherlich den Paragrafen, auf den man sich wegen Irrtum berufen darf, aber wenn er so lange braucht, um seinen Irrtum zu erkennen, gilt dieser Paragraf nicht mehr. Von daher keine Chance auf Rückgabe des Artikels.

Selbst wenn der Käufer mit Irrtum durchkommt, so hast du Vertrauenschutz und er muss deine Aufwendungen erstatten wie Porto und Verkaufsgebühren. Aber das nur am Rande.

Kommentar von qugart ,

Bei einem Privatverkauf hast du Recht. Ich glaube aber, dass das beim Amazon Marketplace so nicht anzuwenden ist. Dort wird der Verkauf über Amazon selber abgewickelt. Sie tritt da als An- und Verkäufer auf. Quasi als reine Vermarktungsfirma. Daher dürften die Regelungen gelten, die Amazon mit den Lieferanten (hier der "Verkäufer") und den Kunden (da eben 30 Tage) vereinbart hat.

Antwort
von noname68, 50

auf amazon darf ein käufer lt. geltendem recht, bzw. eigenen AGB den artikel auch nach 30 tagen zurückgeben.

und ob du als privatverkäufer angaben zur erstattung und rückgabe machst, hat mit einem amazon-verkauf so viel zu tun wie der osterhase mit weihnachtsgeschenken

Kommentar von Cobie1983 ,

Der Käufer hat ihn ja nicht von Amazon bezogen, sondern direkt von mir.

Wie wäre der Fall, wenn ich bei der Kaufbestätigung als Angabe geschrieben hätte: "Privatkauf. Keine Rücknahme des Artikels. Keine Erstattung des Kaufbetrags." ?

Kommentar von dresanne ,

Es reicht, wenn du unter Deine Angebote schreibst: Privatverkauf unter Gewährleistungsausschluss.
Das schließt ein, dass keine Rücknahme erfolgt und Du bist immer auf der sicheren Seite.

Antwort
von MachEsNochmal, 36

Soweit ich weis sind die Amazon AGBs sehr strickt bei der Sache, weil Amazon von dieser art Support lebt ... also 30 Tage Rückgabe ohne Grund, schnelle Lieferung und so weiter

Antwort
von qugart, 24

Ich würde jetzt einfach behaupten, dass du im Grunde gar nicht als Verkäufer, sondern nur als Versender auftrittst. Der Verkäufer ist Amazon.

So dürfte das auch in dem von dir mit Amazon geschlossenen Vertrag nachzulesen sein.

Faktisch bekommst du wohl nicht den Verkaufspreis, sondern eine Provision von dem Verkauf.

Müsste man aber jetzt genau im Vertrag selber nachlesen.


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