Frage von Zischelmann, 91

Darf ein Hartz IV Empfänger auch eine Mietwohnung eines privaten Vermieters nehmen?

Und auch sehr wichtig: Diese Mietwohnung ist 63 qm groß und kostet 530 Euro (Warmmiete)

Erlaubt dies das Amt? Der Mann lebt in München(ist alleinlebend) und meint das diese Mietwohnung für München günstig sei. Jedoch : Bezahlt dies das Amt?

Antwort
von toomuchtrouble, 51

Das Jobcenter rechnet in Bruttokaltmiete zzgl. Kosten für Heizung und Warmwasser, diese Kosten werden bei Angemessenheit übernommen. Auch ein privater Vermieter ist selbstverständlich zulässig. Die Wohnung ist 13 m² zu groß (es sei denn, der ALG2-Empfänger ist schwerbehindert, hier stehen 10m² extra zu), liegt aber überraschenderweise weit unter der Mietobergrenze von 610 Euro Bruttokaltmiete zzgl. Kosten für Heizung und Warmwasser (meistens so zwischen 50-60 Euro /Monat je nach Energieausweis, den Du unbedingt brauchst).

Alles weitere ist hier beschrieben:

http://muenchen-jobcenter.de/buerger/antrag-stellen/hoehe-der-leistungen/kosten-...

Bitte aufmerksam lesen!

Ob die Wohnungsgröße akzeptiert wird, ob eine Untervermietung eines Teiles der Wohnung vorausgesetzt wird - ich vermute einmal, dass Du in München selbst das schlimmste vermüllte Loch für 300 Euro loswirst - hängt vom Fallmanager und von Deiner Überzeugungsarbeit ab.


Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Hartz IV, 44

Wenn die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) angemessen ist dann ja,dann kann die Wohnung auch etwas größer sein,aber einer Person stehen in der Regel max. 50 qm zu,die Wohnung würde also min. 13 qm zu groß sein !

Würde es von den Kosten her passen,dann würde ggf.auch diese bewilligt.

Um einen ersten Überblick zu bekommen kann man im Internet unter ,, Harald - Thome - örtliche - Richtlinien " einmal nachsehen oder unter ,, angemessene KDU " und den Namen / Stadtteil der Stadt.

Genau erfährt er es dann beim zuständigen Jobcenter,denn da sollte er vorher einen Antrag auf Kostenübernahme stellen und sich die Zusicherung dafür geben lassen.

Antwort
von DerHans, 34

Als Alleinstehender hat er nur einen Anspruch von 45 qm. Diese dürfen höchsten um 10 % überschritten werden. Ob 530 € in München "angemessen" sind, ist eine andere Frage.

Spätestens nach 6 Monaten wird er aufgefordert, die Kosten der Unterkunft zu reduzieren.

Antwort
von PhilEs, 51

Ja, man kann als Hartz IV-Empfänger auch Wohnungen von privaten Vermietern nehmen.

Zur Frage ob das Amt die Wohnung zahlt: Du kannst vom Amt eine Liste bekommen, wieviele qm und welche Mietpreise für die jeweilige Personenzahl gezahlt wird.

Bevor wir dir hier eine Antwort geben und die nicht stimmt, solltest du dir das direkt dort nachfragen.

Antwort
von Peterwefer, 54

Ich weiß nicht, ob das Amt das bezahlt. Wenn nicht, liegt das an der Höhe der Miete, nicht an der Frage 'privat oder nicht?'.

Antwort
von Seanna, 32

Meines Wissens liegt die qm-Grenze bei 45qm für Alleinstehende. Das subjektive empfinden ist irrelevant.

Antwort
von NackterGerd, 24

Mietwohnung mit 63 qm   für eine Person 

So eine große Wohnung währe Luxus, und das unterstützt das Amt nicht.

Allerdings ist 63 qm für 530 Euro sau billig

Ich zahle für 32 qm 580 €

Kommentar von NackterGerd ,

Könnt Ihr mir die Wohnung nennen?  
Liegt wahrscheinlich im (arbeitstechnisch uninteresannten) Süden oder weit außerhalb

Kommentar von Zischelmann ,

Diese Wohnung liegt in einem Viertel das vorwiegend großen Ausländeranteil hat und in Nähe einer Lagerhalle ist

Kommentar von NackterGerd ,

O.k deshalb - währe für München echt ein Super Sonderangebot 

Trotzdem wird das Amt vermutlich nicht mitspielen.

Ich weiß von jemandem die haben sie getrennt. Frau mit 2 Kinder blieben zurück. Die Frau sollte auch aus ihrer biligen aber paar qm zu großen Wohnung raus. (Ländlicher Bereich und keine vergleichbare Wohnung in der Nähe - nur viel teurere )

Der Umzug währe auch vom Amt bezahlt worden 

Aber die Frau kämpfte, denn für die schulpflichtigen Kinder währe ein Schulwechsl zusätzlich zur Trennung auch nicht leitet gewesen.

Nur der Kinder wegen konnte sie bleiben in der billigeren Wohnung 

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