Frage von SafeWork, 281

Darf ein Deutscher eine Muslima (muslimische Frau) heiraten, was sagen die deutschen Gesetze, was sagen die Eltern und was sagt die Religion dazu?

Antwort
von Altersweise, 120

Nach deutschem Recht darf ein männlicher deutscher Staatsbürger jede Frau heiraten, sofern sie ehefähig ist, das heißt 18 Jahre alt (in Ausnahmefällen auch 16 Jahre) und nicht anderweitig bereits verheiratet, Ist die Frau Ausländerin, muss sie ein Ehefähigkeitszeugnis ihres Herkunftslandes vorlegen, in dem letzteres bestätigt wird. Die Religion der Frau spielt absolut keine Rolle vor dem Gesetz; wie aber aus den anderen Beiträgen ersichtlich, sind da größere kulturelle Differenzen zu überwinden. Aber auch bei den Moslems gibt es welche, denen das Wohl und die Liebe ihrer Kinder wichtiger ist als religiöse Vorschriften und die ihren Glauben nicht so hoch aufhängen.

Man heiratet zwar immer auch die Familie mit, aber schon zu allen Zeiten gab es Ehen, die auch ohne den Segen der Eltern geschlossen worden sind und trotzdem Bestand haben. Das kommt einfach auf beide Partner an. Zwei Eiferer unterschiedlicher Religionen werden dauerhaft wohl kaum glücklich miteinander werden.

Kommentar von OnkelSchorsch ,

Ich habe Neuigkeiten für dich: Nicht nur darf ein (ehefähiger) männlicher deutscher Staatsbürger jede ehefähige Frau heiraten, nein, es darf sogar jede (ehefähige) weibliche deutsche Staatsbürgerin jeden ehefähigen Mann heiraten!

Da staunse, was? Muss man wissen!

Kommentar von livechat ,

Echt ???

Antwort
von MarkusKapunkt, 107

Das Gesetz dazu ist einfach: gemäß des Gleichheitsgrundsatzes ist es jedem in Deutschland gestattet, untereinander zu heiraten, egal welche Konfession die Ehepartner haben. Eine Standesamtliche Heirat ist also auch zwischen Muslimen und Christem möglich, genauso wie zwischen Atheisten.

Nach islamischer Rechtsaufassung, die übrigens für mehr als 60% der in Europa lebenden Muslime einen höheren Stellenwert hat als geltendes staatliches Recht hat (wie der niederländische Soziologe Ruud Koopmanns in einer Studie belegt hat), ist es aber auf keinen Fall erlaubt, dass eine Muslima eine Beziehung mit einem Andersgläubigen hat, geschweige denn ihn heiratet - außer, der Mann konvertiert zum Islam. Da sich eine Muslima jedoch ihren Partner nicht selbst aussucht, sondern die Eltern die Wahl treffen, wird dies de facto niemals passieren - die Eltern würden sich ja niemals einen Nichtmuslim aussuchen.

Muslimische Männer dürfen zwar formal gesehen auch keine Beziehungen mit Nichtsmuslimen haben, doch wird es oft lockerer gesehen: schläft eine Nichtmuslima mit einem Moslem, kann er sich darauf befufen, dass sie sich ihm unterwofen hat, also seine Sklavin ist, und mit Sklaven darf ein muslimischer Mann tun und lassen, was er will - es ist also keine Sünde. Heiraten darf aber sie aber auch nur dann, wenn sie zum Islam konvertiert.

Generell ist es Muslimen nach ihrer Rechtsaufassung verboten, eine andere Religion anzunehmen oder mit einem Ungläubigen verheiratet zu sein. In vielen islamischen Ländern steht darauf sogar die Todesstrafe, und da viele Moslems dieses Recht auch in Europa als richtig und wichtig ansehen, hat es wegen Mischbeziehungen schon mehrere Morde gegeben- auch in Deutschland. Wegen ihres Glaubens und der Familienehre sind viele Muslime bereit, das Wohl ihrer Kinder zu vergessen und sie zu verstoßen oder sogar umzubringen, wenn sie ihre Auffassungen nicht teilen. Und nein, das ist keine islamophobe Propaganda, das ist sozialwissenschaftliche Gewissheit.

Kommentar von atzef ,

Das ist scho theoretisch Unsinn und praktisch erst Recht. Vollkommen realitätsfremd und ignorant. Einmal mehr werden hier Muslime auuf die erzkonservativste Deutungs- und Auslegungsart des Islam reduziert. Die interessiert aber viele Muslime nicht. :-)

Kommentar von adenosi ,

Sprech doch mal eine Muslimin darauf an und frag sie ob das stimmt.

Da wird auch nichts falsch ausgelegt, das ist Tradition bei denen und wird in allen muslimischen Ländern angewendet.

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Keine Gegenargumente bringen und trotzdem gleich die Begriffe "ignorant" und "realitätsfremd" in den Pool kotzen. Lass es ruhig raus, ja. Aber den Dreck machst du hinterher wieder sauber.

Kommentar von stramast1s ,

Das ist absurd ,dass die Eltern aussuchen wen die Tochter heiraten wird !

Kommentar von stramast1s ,

PS. Ich meine damit ,dass es nur bei einem Bruchteil der verheiratet Muslimen so ist .

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Beruhigt euch, Kinder. Ich spreche hier nunmal von den erzkonservativen, fundamentalistisch eingestellten Muslimen. Und über die Auffassungen, welche in der Scharia nun einmal vertreten werden. Das ist nicht absurd, so ist die Realität.

Unterhalten wir uns noch einmal über Bruchteile: es geht um das Gedankengut, was nachweislich in einer europaweit angelegten Studie an den Tag gefördert wurde. 60% sind für mich nicht nur ein Bruchteil, sondern beinahe zwei Drittel. (Für die Klugscheißer: ich weiß, dass 2/3 ein Bruch ist. Aber die Semantik des Wortes "Bruchteil" legt nahe, dass es um eine Minderheit geht, und das ist nicht der Fall!)

Wer zu den anderen 40% zählt, darf sich zu 100% als weltoffen und vor allem willkommen und akzeptiert fühlen - für den Rest gilt dies nicht.

Antwort
von Eselspur, 94

Die deutschen Gesetze sagen nichts dazu, denen ist die Religion egal.

Die Eltern der Braut freuen sich entweder über das Glück ihrer Tochter oder sehen mit ihrer Religion die Hochzeit sehr negativ, wenn ein Nicht-Moslem geheiratet wird. Allgemein wird ausgegangen, dass der Glaube der Frau so schwach ist, dass er gegen den Glauben/Nicht-Glauben des Mannes keine Chance hat.

Antwort
von Samila, 108

das gesetzt sagt gar nichts, die eltern werden es hinnehmen, akzeptieren oder dagegen sein. kommt auf die eltern an.

die religion sagt das du konvertieren müsstest. 

es kann aber so bleiben, kommt ja drauf an wie streng sie ihre religion auslebt

Antwort
von adabei, 103

Das deutsche Gesetz mischt sich hier nicht ein.
Das wird eher den Eltern des Mädchens nicht gefalllen und eventuell auch den deutschen Eltern des Jungen nicht.

Kommentar von peace1287 ,

Mitunter ja! Aber es gibt sowohl Christen als Auch Muslime die mehr oder weniger Weltoffen sind... 

Antwort
von josef050153, 55

Das kommt darauf an, wie du es betrachtest

  • Nach den deutschen Gesetzen ist es erlaubt, wenn beide ehefähig sind.
  • Nach der Scharia (dem islamischen Gesetz) darf eine Muslima nur einen Muslim heiraten. Wenn der Deutsche also Muslim ist, dann ist es erlaubt, wen nicht dann nicht.
  • DEN islam gibt es aber nicht, sondern nur etwa acht verschiedene Rechtsschulen, die sich in vielen Fragen diametral widersprechen. Deshalb machen die Familien meistens, was ihnen den größten (finanziellen) Vorteil bringt.

Antwort
von vitus64, 89

Die Gesetze sagen gar nichts dazu. Rechtlich ist das vollkommen egal.

Was die Eltern dazu sagen, hängt von denen ab.

Was die Religion meint, weiß ich mich, da mich sowas nicht kümmert.
Vermutlich interessiert sich die Kirche aber auch nicht dafür.

Antwort
von livechat, 89

Natürlich darf er.

Die Gesetze, der Gesetzgeber hat in diesen Fällen gar nichts zu sagen.

Der Religion geht das gar nichts an. 

Was die jeweiligen Eltern sagen, kann dir keiner sagen.  Sofern "er" volljährig ist, haben auch die nichts zu sagen. 

Antwort
von Flintsch, 102

Das Gesetz sagt dazu gar nichts, weil es egal ist, welche Religionszugehörigkeit die Partner haben.

Antwort
von wfwbinder, 49

Darf ein Deutscher eine Muslima (muslimische Frau) heiraten,

Natürlich, egal welche Nationalität, oder Religion.

was sagen die Eltern .......................... dazu?

WAs die Eltern dazu sagen, ist nach deutschen Gesetzen egal. Für den familiären Frieden mag es wichtig sein.

 was sagt die Religion dazu?

Da ist es für die Katholiken (ich bin evangelisch) etwas anders. Da ist es es meines wissens nur erlaubt, wenn die Kinder katholisch getauft werden.

Antwort
von peace1287, 75

Selbstverständlich darf man das! 

Was die jeweiligen Eltern davon halten, kann man nicht sagen! Das hängt von der Weltoffenheit der Eltern ab.

Fakt ist aber, dass die Freie Wahl des Ehepartners ein Menschenrecht ist! Deshalb haben weder Eltern, noch die Glaubensgemeinschaft, noch sonst wer, etwas dagegen zu sagen!

Antwort
von OnkelSchorsch, 87

Die Religion eines Menschen ist hier in Deutschland für eine Heirat völlig irrelevant.

Aus diesem Grunde ist es auch vollkommen einerlei, was irgendeine Religion dazu sagt. Hier in Deutschland zählt das Gesetz, nicht irgendwelche religiösen oder sonstigen Traditionen aus dem Frühmittelalter.

Kommentar von Nunuhueper ,

 Du hast ja recht, doch die Muslime verweisen auf die Religionsfreiheit und bestimmen eigenmächtig an unseren Gesetzen vorbei.

Kommentar von hydrahydra ,

Was "die Muslime" "bestimmen" ist aber nunmal für das deutsche Ehegesetz total egal.

Antwort
von hydrahydra, 83

Natürlich darf er das. außer beim Geschlecht und beim Alter macht das Gesetz keine Vorgaben dazu, wen man heiraten darf.

PS: Deutsch und Muslima sind keine Gegensätze.

Kommentar von Nunuhueper ,

Du meinst, deutscher Muslim und Muslima sind keine Gegensätze. Es geht hier um die Kompatibilität zum Islam. Nicht um unsere Gesetze.

Kommentar von hydrahydra ,

Wer nach "Dürfen" fragt, der fragt nach Gesetzen. Über Kompatibilität müssen allein die Eheleute befinden.

Antwort
von oelbart, 70

Die Gesetze erlauben es.

Bei den Eltern kommt es auf die Eltern an.

Bei der Religion kommt es darauf an, welche Religion der Deutsche hat.

Antwort
von saidjj, 40

Hallo

Solange der Deutsche ein Muslim ist ist es ihm gestattet eine Muslimin zu heiraten  aber einer Muslimin ist es ausnahmslos verboten einen nicht-Muslim zu heiraten .
Wenn die Eltern praktizierende Muslime sind und der deutsche der ihre Tochter heiraten will ebenfalls ein praktizierender Muslim der es mit der Religion ernst nimmt sollten sie im normalfall froh darüber sein das ein guter Muslim ihre Tochter heiraten will . 
Das deutsche Gesetz macht  keinen Unterschied  zwischen Muslim und nicht Muslim was die Heirat angeht .

Antwort
von DoktorBlues, 52

 Sohn von ehemaligen Bundeskanzler Kohl, Peter Kohl verheiratet mit Elif Sözen  .

Gülcan Kaharanci verheiratet mit dem Millionärssohn Sebastian Kamps.

Nazan Üngör verheiratet mit  Eckes, mittlerweile geschieden und neu verheiratet mit dem österreichischen Künstler Julian Kohl


http://www.spiegel.de/panorama/christlich-islamische-fusion-kohl-sohn-heiratet-t...

http://www.nazan-eckes.de/

Wo ist das Problem?

Im Kopf

Antwort
von Gambler2000, 64

Also laut deutschem Gesetz, ja. Laut islamischen Gesetz, nein. unlogischerweise darf aber ein Muslim im Islam eine Christin/ oder Jüdin heiraten, während (laut den meisten Meinungen) eine konvertierte Christin gar verpflichtet ist, sich von ihrem christlichen Ehemann zu scheiden.

LG.

Antwort
von ichweisnix, 48
was sagen die deutschen Gesetze,

Das es aufgrund der Religionsfreiheit egal ist. Solange die sonstigen Voraussetzungen erfüllt sind. D.h. die Muslima braucht, wenn sie nicht die deutsche Staatsbürgerschaft hat ein Ehefähigkeitszeugnis.

was sagen die Eltern


Woher sollen wir das wissen, das hängt von den Eltern ab.

was sagt die Religion dazu?

Der Religion ( zumindest den Christentum und den Islam ) ist die Staatsangehörigkeit egal, für die ist nur die Religionszugehörigkeit relevant.

Der Islam ist eine offene Religion, das heißt jeder kann wenn er das will Moslem werden, Staatsangehörigkeit und Abstammung sind dabei egal.





Antwort
von nowka20, 30

ist in deutschland erlaubt, aber was sagt die familie der muslima?

Antwort
von Steve3072000, 69

1.Jeder Mensch ist vor dem Gesetz gleich zu behandeln!!!
2. Darf die Religion in einem Staat wie Deutschland oder bei uns in den USA nichts zu sagen haben!!!
3. Sobald du bei euch 18 (bei uns 21) bist ist es egal was deine Eltern dazu sagen!!!

Antwort
von Geraldianer, 39

Ich war mit einer Muslima verheiratet, das ist kein Problem. Die Eltern hatten nichts dagegen. Sie war ja auch erwachsen.

Sie war ziemlich religiös, aber im Islam gibt es wie bei Christen auch verschiedene Auslegungen.

Ich kenne auch eine Muslima, die einen christlichen Mann standesamtlich und vor einem Iman geheiratet hat. Als typische Frau wollte sie dann auch evangelisch heiraten. Das hat dann der Pfarrer abgelehnt. Deshalb findet sie Evangelen  intolerant.


Antwort
von Kars036, 30

Aus religiöser Sicht nur wenn du ein Muslim bist, Nationalität spielt im Islam keine Rolle

Antwort
von atzef, 40

Maßgeblich ist hier lediglich die Rechtsordnung. Der ist das religiöse Bekenntnis von Heiratswilligen vollkommen egal.

Eltern und "die Religion" können dann schwafeln, wie sie lustig sind.

Antwort
von 1900minga, 83

Natürlich darf man das

Antwort
von hummel3, 46

Ein deutscher Mann darf Frauen jeglicher Religion heiraten, wenn beide im heiratsfähigen Alter sind. Da gibt es keine gesetzlichen Vorbehalte, sondern schlechtesten Falls gewisse Bedenken, dass sie vielleicht kulturell nicht so recht "zusammenpassen" könnten. Die Eltern des Mannes werden am ehesten vielleicht so denken. Der Mann selbst aber wird sich gewöhnlich von seinen Eltern nichts vorschreiben lassen.

So wahrscheinlich auch unter Bezug auf die vornehmlich christliche Religion. Die Vernunft und auch die biblische Empfehlung sagt zwar, dass ein christlicher Mann am besten auch eine Christin heiratet, weil sie sich natürlicherweise am besten verstehen und ergänzen. Wenn der Mann jedoch eine andersgläubige Frau liebt, so kann er auch diese heiraten. Hauptsache, sie steht in der Ehe seinem Glauben nicht entgegen. 

Anders im Islam. Da ist die Antwort einfach und kurz. - Nach den Gesetzen des Islam darf eine Muslimin nur einen Muslim heiraten. Sonst bekommt sie in der Familie und auch in der Gesellschaft massive Probleme.   

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